EBERN

Spielerisch viel Neues über die Wildkatze erfahren

Die Symbolfigur von „Eberhard“ begleitet den Besucher auf dem Weg. Foto: Günther Geiling

Zur Eröffnung des neuen „Wildkatzenpfades“ bei Reutersbrunn sah man tatsächlich „kleine Wildkatzen“. Allerdings waren es die Mädchen und Buben des Städtischen Kindergartens, die sich als kleine Wildkatzen zeigten und auch ihr „Wildkatzenlied“ sangen. Sie umrahmten die Eröffnung des neuen Pfades im Naturpark Haßberge, der vor den Mitgliedern des Naturparks und zahlreicher Gäste seiner Bestimmung übergeben wurde.

Der Vorsitzende des Naturparks Haßberge, Landrat Wilhelm Schneider, dankte der Leiterin des Kindergartens „Arche Noah“ und dem Leiter des Städtischen Kindergartens für die spontane Zusage, mit ihren Kindern diese Eröffnungsfeier mit tollen Liedern zu umrahmen. „Unser neuer Wildkatzenpfad bietet mit dieser schönen Waldfläche und seiner vielfältigen Tier- und Vogelwelt ein besonderes Naturerlebnis. Mein Wunsch ist es, dass dieser interessante und lehrreiche Weg bei vielen Besuchern Interesse findet und sie hier unsere artenreiche Natur erfahren können.“ Dieses Gebiet gehöre aus der Sicht des Natur- und Artenschutzes zu den herausragenden Wäldern innerhalb des Naturparks Haßberge.

Durch Untersuchungen habe man bereits festgestellt, dass dieses Waldgebiet ein geeigneter Lebensraum für die seltene und besonderes geschützte Wildkatze sei und dass diese hier auch bereits seit einigen Jahren vorkomme. Der Naturpark Haßberge habe daher mit Unterstützung der Stadt Ebern, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Bund Naturschutz diesen Pfad geplant und eingerichtet.

Auf verschiedenen Informationstafeln auf dem 1,5 Kilometer langen Rundweg erfahre man alles Wissenswerte über die scheue und seltene Wildkatze. Verschiedene Spiel- und Suchstationen machen den Pfad abwechslungsreich und regen auch zum „Mitmachen“ an. So trifft man bei den zwölf Stationen auf ein Holzklangspiel, ein Biotop mit Pilzköpfen, eine Riechstation und Hinweise auf die Nahrung der Wildkatze. Es gibt aber auch eine „Slackline“, einen Wippstamm oder ein Wildkatzenversteck und viele Informationen, aber auch Aussichtspunkte.

Landrat Schneider stellte heraus, dass die Errichtung und Gestaltung dieses Pfades nur im gemeinsamen Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich geworden sei. So dankte er insbesondere Eberhard Ponader als Vertreter des Bund Naturschutz und Förster Wolfgang Gnannt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Eberhard Ponader hat beispielsweise mit der Motorsäge die Wildkatze im Eingangsbereich geschnitzt. Der Name der Symbolfigur heißt Eberhard und ist so mit dem Namen des Schnitzers als auch mit dem Wahrzeichen der Stadt besonders verbunden.“ Der Dank gelte aber auch der Stadt Ebern mit Bürgermeister Jürgen Hennemann und den Mitarbeitern des Bauhofes Ebern mit Vorarbeiter Rähse.

Bürgermeister Jürgen Hennemann stellte ebenfalls die vorbildliche Zusammenarbeit aller Beteiligten heraus, mit welcher hier etwas tolles geschaffen worden sei. „Die Stationen sind mit viel Liebe und Einfallsreichtum aufgeplant worden. Es gibt immer was zu sehen und auch Aussichtspunkte wurden geschaffen.“

Mit den Ehrengästen durchschnitten dann die Kinder das Band zur Eröffnung des „Wildkatzenpfades“ und machten sich gleich auf den Weg durch die Stationen bei schönstem Frühlingswetter. (gg)

Zahlreiche Informationstafeln finden die Besucher auf dem neugestalteten Weg. Foto: Günther Geiling

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