MAROLDSWEISACH

Spuren der RAF im Haßgau und im Grabfeld

Am 12. November 1977 – vor 30 Jahren – erhängte sich Ingrid Schubert in ihrer Zelle im Gefängnis München-Stadelheim. Sie gehörte zur ersten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF), wurde in Ebern geboren und wuchs in Maroldsweisach auf. Sie wurde nur 33 Jahre alt. Eine Spurensuche.
Sieglinde Hofmann (Polizeifoto von 1981) stammt aus Bad Königshofen und war an der Schleyer-Entführung beteiligt. Foto: FOTO DPA
Kaum jemand kann sich in Maroldsweisach an Ingrid Schubert erinnern. „Ach Gott“, sagt Altbürgermeister Ottomar Welz, „das ist doch so lange her“. Er weiß, dass sie in Maroldsweisach im Kernort gewohnt und dort ihre ersten Lebensjahre verbracht hat. Anfang der 50er Jahre sei sie aber mit ihren Eltern weggezogen. „Ich glaube nach Düsseldorf“, meinte er, „weil der Vater dort eine Arbeit bekommen hat.“ Sicher ist sich Welz: „Verwandtschaft von ihr gibt es hier keine, sie war ja mit ihren Eltern nur ein paar Jahre da.“ Welz vermutet, dass ihre Eltern aufgrund des Krieges nach Maroldsweisach geflüchtet sind, ...
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