KREIS HAßBERGE

Standort des Schwimmbades sorgt für Diskussionsstoff

Wo soll nach der Schließung des Zeiler Hallenbades eine neue Schwimmstätte im Maintal entstehen? Diese Frage beschäftigte die ILE Lebensregion plus. Foto: Christian Licha

Das Thema „Allianzbad“ stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Rätesitzung der „Lebensregion plus“ am Donnerstagabend in der Dreiberg-Schule in Knetzgau. Sands Bürgermeister Bernhard Ruß sprach über den aktuellen Stand der Suche nach einem geeigneten Ersatz für das Zeiler Hallenbad. Dabei ging es auch um die Standortanalyse, die Eltmann als beste Lösung ergeben hatte.

Zunächst ging Ruß auf den Lehrauftrag ein, den die Schwimmbäder haben. Als große Schulstandorte seien im Landkreis vor allem die Städte Haßfurt und Ebern wichtige Zentren. „Die Stadt Haßfurt ist einer der Akteure, die ein Hallenbad bauen müssten“, betonte Ruß.

Zuschüsse sind nötig

Um den ländlichen Raum zu stärken, sei es wichtig, nicht nur ein Schulschwimmbad, sondern ein Bad für die Öffentlichkeit zu bauen. So sei die Frage: „Wer baut, in welchem Umfang und an welchem Standort?“ Da die Stadt Eltmann das bestehende Freibad sanieren muss, wurde dort der Umbau zu einem Kombibad mit Innen- und Außenbereich favorisiert. Es wurden bereits Gespräche mit Planungsbüros geführt, deren Ergebnisse im nächsten Jahr vorliegen sollen. „Einfach wird es nicht“, sagte Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler.

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus ging auf die Situation des Schulschwimmbades in Knetzgau ein. „Es müssen Zuschüsse vom Freistaat fließen“, forderte Paulus. Seiner Meinung nach müssten sich außerdem mehr Akteure an der Finanzierung der Bäder im Maintal beteiligen. Laut Landrat Wilhelm Schneider wurden bereits Gespräche mit dem Haßfurter Bürgermeister Günter Werner geführt, aber ohne Erfolg. Schneider sei bereit, sich an weiteren Gesprächen zu beteiligen, sei es erneut mit der Stadt Haßfurt oder mit der Regierung.

Bei anschließenden Wortmeldungen brachte der Oberauracher Gemeinderat Dieter Dümler die Idee von einem Heilkurbad vor, um den Gesundheitsaspekt in den Mittelpunkt zu stellen. „Private Investoren mit ins Boot nehmen“, wie es der Knetzgauer Gemeinderat Willi Fuß vorschlug, sei wünschenswert aber unrealistisch. Für den Zeiler Stadtrat Harald Kuhn sei der Standort Eltmann, den er als „Randzentrum“ bezeichnete, nicht nachvollziehbar. Seiner Meinung nach müsste das Bad ins Zentrum rücken und in Haßfurt oder Zeil gebaut werden.

Den Main erleben

Nicht weniger interessant war die Vorstellung des Projektes Maininformationszentrum – „MIZ 359“, auf das Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus näher einging. Mit dem Projekt, das am Main in Knetzgau geplant ist, soll bewusst die Identität des Erlebnisraumes Main und die Einzigartigkeit seiner Flusslandschaft ausgedrückt werden. Auch hier müsse der Freistaat Bayern mit ins Boot genommen werden. Über 100 Kommunen, die das Projekt unterstützen, hätten bereits eine Resolution unterzeichnet, die dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder vorliegt.

Über das „Trekkingerlebnis Steigerwald“ berichtete Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein, dessen Kommune dabei federführend war. 1300 Übernachtungen im laufenden Jahr würden für sich sprechen. Erkundungstouren führen durch den Naturpark Steigerwald. Auf zehn Trekkingplätzen stehen Feuerstelle, Toilette und Lagerplatz zur Verfügung.

Breitbrunns Bürgermeisterin Gertrud Bühl ging auf das Projekt „Erlebniswelt Fränkischer Sandstein Breitbrunn“ ein, für das ihre Gemeinde federführend ist. Es sei ein „Leuchtturmprojekt mittlerer Größe“, um das Erbe der Väter zu bewahren, das eine lange Steinhauertradition mit sich bringt.

Die Bürgermeisterin stellte das Konzept vor, das mit einem finanziellen Beitrag der ILE-Gemeinden mitgetragen werde. Es soll nicht nur die Geschichte des Sandsteins aufgearbeitet und dargestellt werden, sondern es soll gleichzeitig zur Vernetzung von Akteuren beitragen, die mit dem Sandstein kulturelle, touristische und wirtschaftliche Ziele verbinden. (cr)

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