Haßfurt

Streiflicht: Telefoniert euch nicht zu Tode

So ein Irrsinn: Auch im Haßbergkreis sieht man viele Autofahrer mit dem Smartphone in der Hand. Da wären mehr Polizeikontrollen sinnvoll. 

Da gibt es einen jungen Mann, Fahrer eines Kleinwagens mit HAS-Kennzeichen, den ich alle Nase lang auf der Autobahn zwischen Bamberg und Haßfurt überhole. Brav fährt er bei Tempo 100 auf der rechten Spur. Schön, dass nicht alle Milchgesichter rasen, denkt man. Von Sicherheit aber keine Spur: Jedes Mal, wenn ich Besagten sehe, tippt er auf seinem Handy herum. Offenbar will er keine Zeit verlieren und die Fahrt für die Pflege sozialer Netzwerke nutzen.

Vor einer Weile bin ich per Fernbus nach Prag gefahren. Hoch über dem Asphalt sitzend hat man gute Gelegenheit, andere Verkehrsteilnehmer zu beobachten. Nachdem ich drei Laster-Fahrer hintereinander mit Smartphones auf dem Knie oder in der Hand "erwischt" hatte, fing ich an zu zählen. Innerhalb einer Stunde auf der Autobahn kam ich auf 40 Männer und Frauen am Steuer, die ihr Handy am Ohr hatten oder sonstwie daran rumfummelten. Manche bei 180 Sachen. 

Das hat meinen Blick geschärft für ein Problem, das als wesentliche Unfallursache gilt und für viele  Verkehrstote verantwortlich gemacht wird: Tag für Tag begegnen mir im Haßbergkreis Dutzende Kraftfahrer, die erkennbar mit dem Handy beschäftigt sind. Wer will der nächste Tote sein? Aufklärung gibt es viel ("tipp tipp tot"). Aber es ist an der Zeit für mehr Polizeikontrollen.

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