OBERTHERES (EE)

Tanzen und das Miteinander stehen immer im Mittelpunkt

Von Anfang an beim Tanzkreis in Obertheres dabei sind (von links) Margarita Winter, Ruth Matuschowitz, Rosemarie Kraus (Tanzbeauftragte), Ulrike Schmitt (Gründerin des Tanzkreises), Luitgard Trunk, Christine Pecht (Tanzkreisleiterin seit 2011) sowie Anni Klein und Irene Hansel. In ihrer Funktion als Betreuerin des Tanzkreises dankte Rita Jäckl den Seniorinnen für ihre langjährige Treue. Foto: Elke Englert

Auf sein 20-jähriges Bestehen kann der Tanzkreis Obertheres zurückblicken – ein Grund, ein fröhliches Tanzfest zu feiern. Verantwortlich war bei der Gründung Ulrike Schmitt, die den Tanzkreis zusammen mit Margarita Winter, der damaligen Leiterin der Vhs-Außenstelle Obertheres, ins Leben gerufen hat.

Seit 20 Jahren wird dort getanzt und soziale Kontakte werden gepflegt. Deshalb luden Rita Jäckl als derzeitige Betreuerin des Tanzkreises und die Tanzbeauftragte des Seniorenforums Rosemarie Kraus die Tanzkreise aus Haßfurt, Knetzgau, Donnersdorf und Schonungen/Gädheim ein, um mit ihnen zu feiern. Dabei betonte Kraus, dass Tanzen gut sei, die Beweglichkeit und die Konzentration fördere, sowie Geist, Körper und Seele stärke. Froh sei sie, dass es immer wieder Leute gebe, die sich den Tanzkreisen anschließen und diese somit erhalten.

Die Geschichte des Tanzkreises zu beleuchten lag anschließend in den Händen von Ulrike Schmitt, die nach ihrer Pensionierung im Jahr 1996 etwas Neues in ihrem Leben hatte anfangen wollen. Bei einem Abend mit fränkischen Tänzen hatte sie der schnelle Dreher ziemlich geschafft. Dabei gebe es doch ruhigere Tänze im Seniorenkreis, erklärte ihr Rosemarie Kraus aus Gädheim. Im darauffolgenden Jahr nahm Schmitt das Angebot der Diözese Würzburg an, den Einstiegskurs in Münsterschwarzach zu besuchen. Die Ausbilderinnen empfahlen ihr, bis zum zweiten Kurs ein Praktikum im Seniorentanz in einem Seniorenkreis zu absolvieren. So fand sie sich in Gädheim und in Knetzgau ein. Nach dem zweiten Kurs kam die „Auflage“ einen eigenen Tanzkreis aufzubauen. Unter dem Motto „Gesund und aktiv im Alter mit Seniorenkreis“, angeboten durch die Vhs Theres mit Margarita Winter, warb Ulrike Schmitt dafür und fand 16 Tänzer und Tänzerinnen, die sich im Oktober 1997 erstmals zusammen in der Turnhalle einfanden.

„Viele sind inzwischen gegangen“, sagte Schmitt. Umso schöner war es für die ehemalige Tanzkreisleiterin, einige Frauen zu ehren, die von Beginn an dabei sind. Zusammen mit der jetzigen Leiterin Christine Pecht, mit Rita Jäckl und Rosemarie Kraus, holte sie Margarita Winter, Anni Klein, Ruth Matuschowitz, Irene Hansel und Luitgard Trunk auf die „Bühne“, um ihnen für ihre Treue zu danken.

Unter dem Motto „Wer rastet der rostet“ lud anschließend Rita Jäckl zum gemeinsamen Tanzen ein. So lockte unter anderem die „Kalmar- und Amalien-Polka“, oder die mitreißende Melodie „Yes tonight, Josefine“ zu fröhlichem Miteinander auf den Tanzboden. Bei den Tänzen im Sitzen machten auch die vielen Gäste mit, die sich als Nichttänzer geoutet hatten. Dennoch zeigten sie sich begeistert über das Dargebotene – ein Lichtschimmer für die Tanzkreise, die jeden Interessierten gerne bei sich aufnehmen.

Überrascht von der Lockerheit und Originalität der Tänze zeigte sich Bürgermeister Matthias Schneider, der zum ersten Mal dem Tanzkreis beiwohnte und diesem aufs Herzlichste zum 20-jährigen Bestehen gratulierte. Von ihm gab es Lob und Dank an alle bisherigen und an die aktuelle Leiterin Christine Precht. Älter werden sei keine Katastrophe, sondern ein Teil des Lebens, sagte der Bürgermeister. Dabei sei es wichtig, geistig sowie körperlich in Bewegung zu bleiben. Bei seiner Beobachtung der Tänze zeigte sich Schneider höchst erstaunt, denn schließlich müssten die Tänze einstudiert werden und forderten dabei die ganze Frau – oder auch mal den Mann.

Den Glückwünschen schloss sich Pfarrer Christian Lutz mit großer Freude an. Er betonte, dass Menschen eine Einheit seien mit Herz und Sinn. Außerdem sei das Tanzen eine Möglichkeit den Alltag zu genießen.

Seitens des Seniorenforums leitete Anna Krug (Dekanatsbeauftragte) ihre Glückwünsche an die Oberthereser weiter. Sie merkte an, dass Tanzen großen Spaß mache und zur guten Laune beitrage. Auch sie merkte an, dass sie froh sei, dass die Tanzkreise nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern dass vielmehr immer wieder Senioren dazukämen.

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