WONFURT

Termin für Mediation bei Loacker

(ger/mim) Für das Mediationsverfahren im Streit um Giftstäube der Firma Loacker Recycling in Wonfurt steht ein Starttermin fest. Wie Bürgermeister Holger Baunacher am Montag in der Sitzung des Wonfurter Gemeinderats bekannt gab kämen die Beteiligten am 2. und 4. Oktober am Verwaltungsgericht Würzburg zusammen. „An diesen Tagen wird nur festgelegt, welche Themen behandelt werden sollen“, teilte er mit. „Ich gehe davon aus, dass das ganze Verfahren zehn bis 15 Tage dauern wird.“

Wie berichtet, hatte sich der Beginn der Mediation verschoben. Im Frühjahr hatte es geheißen, das Verfahren in Obhut eines Güterichters des auf Mediation spezialisierten Verwaltungsgerichts Ansbach beginne Anfang Juli. Ende Juni wurde bekannt, dass sich die nichtöffentlichen Gespräche zwischen Vertretern der Bürgerinitiative „Lebenswertes Wonfurt“, der Firma Loacker, Mitarbeitern des Landratsamtes, Fachbehörden und wohl Landrat Rudolf Handwerker auf Herbst verschieben. Bürgermeister Baunacher äußerte gegenüber dieser Zeitung die Vermutung, dass die Einarbeitung des Gerichts in den umfangreichen Sachverhalt des Loacker-Konflikts die Verzögerung bedingt habe. Am Amtsgericht Ansbach war am Dienstag auf die Schnelle keine Begründung für die Verzögerung beim Starttermin des Mediationsverfahrens in Erfahrung zu bringen.

Genehmigungsverfahren ruht

Eine Mediation möchte Konfliktparteien dazu bringen, bestehende Probleme durch Begleitung eines Mediators außergerichtlich zu lösen. Am Ende des Prozesses sollte es zu einer schriftlichen Vereinbarung kommen, wie künftig miteinander umgegangen wird. Wie lange dieser Prozess im Fall Loacker dauert, dazu gibt es am Landratsamt Haßberge keine Einschätzung, meint auf Nachfrage Pressesprecherin Monika Göhr. „Es fehlt uns hierzu einfach die Erfahrung.“ Eines ist aber klar: Bis zum Abschluss der Mediation ruht auch das Genehmigungsverfahren zu den vorgesehenen Veränderungen am Betriebsgebäude von Loacker in Wonfurt, wie die geforderte komplette Einhausung der Schredder für Kabel- und Elektroschrott. Darauf verweist Bürgermeister Baunacher.

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