HAßFURT

Toleranz ist die Grundlage für das Zusammenleben

Zum Thema Cybermobbing durften die Jugendlichen eine Fotogeschichte gestalten, die sie mit Playmobilfiguren erstellt und mit Sprechblasen versehen haben. Foto: Christiane Reuther

In einem großen Schulverband ist Respekt und Toleranz wichtig für das Zusammenleben. „Respekt macht alle stark und stark ist es, Respekt zu zeigen“ – unter diesem Motto fand zum fünften Mal am Schulzentrum Haßfurt das Projekt „Drei Tage Respekt“ statt. Veranstaltet wurde es von der Offenen Ganztagsschule „living room“ in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend im Dekanat Rügheim, der Katholischen Jugendarbeit der Diözese Würzburg und verschiedenen Kooperationspartnern.

Für jeden Einzelnen ist Respekt wichtig und jeder möchte respektvoll behandelt werden. Um die Schüler anzuregen, über Respekt nachzudenken, stand drei Tage lang die Frage im Raum: „Was bedeutet Respekt für mich und wie kann ich dies selber im Alltag umsetzen?“ Schulartübergreifend durften 267 Schüler der insgesamt zwölf siebten Klassen am Regiomontanus-Gymnasium, an der Albrecht-Dürer-Mittelschule und der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule in acht verschiedenen Workshops Toleranz verinnerlichen. „Jeder durfte sich mit eigenen Ideen und Begabungen einbringen“, erzählte Religionspädagogin Christine Kettler-Pohl von „living room“.

Es wurde eigens eine Projektstelle für die Organisation geschaffen, an der sich die ganze Schulfamilie der drei Schulen, von den Elternbeiräten über Fördervereine bis hin zum Schulzweckverband, finanziell beteiligte. So konnte ein buntes Programm zusammengestellt werden, das von 22 Mitarbeitern in den jeweiligen Workshops umgesetzt wurde. Die Klassen haben sich für einen Tag entschieden und jeder Schüler durfte seinen „Lieblings-Workshop“ aussuchen. Dieser erstreckte sich bis hin zum rollstuhlfahrenden Basketballer. Der 13-jährige Johannes Deublein aus Oberschwappach zeigte sich angetan vom Basketballspiel unter erschwerten Bedingungen. Den respektvollen Umgang mit Menschen mit Behinderung vermittelten „Coach“ Ferdinand Walter, der seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, und Christine Petrautzki, Vorsitzende vom Eberner Rollstuhlsportverein „Fit4Rolli“. Die Begeisterung der Jugendlichen zog sich durch alle Workshops. Bei der Expedition auf eine verbotene Insel mussten unter Anleitung von Sigi Weidlich von der Evangelischen Jugend im Dekanat Rügheim und Jeremy Vernon vom CVJM Altenstein im Forscherteam Gefahren und Aufgaben auf einer verbotenen Insel gelöst werden. Da hieß es für Tristan, Maxi, Leon, Eric und Jonas, ihr „Opfer“ Moritz vorsichtig durch ein fiktives Spinnennetz zu ziehen. Dem Thema Cybermobbing war der Workshop „Respekt im Netz“ gewidmet. Von „klicken, posten, liken“ ließen sich Fabian, Mika und Leon begeistern, die mit Playmobilfiguren eine Fotogeschichte erstellt und sie mit Sprechblasen versehen haben. „Wir haben den gesamten Müll zwischen dem Kupsch-Markt und dem Schulzentrum an zwei Tagen eingesammelt“, sagte Vera Bellenhaus, die in ihrem Workshop Wert darauf legte, Respekt gegenüber Pflanzen, Tieren und Menschen zu zeigen. Die Toleranz, die man anderen Kulturen und Menschen oder sich selbst gegenüber haben sollte, konnten die Jugendlichen ebenfalls erfahren.

Im Vorfeld wurden im Religions- und Kunstunterricht verschiedene Plakate gebastelt, kunstvolle Bilder gemalt oder Papiertüten bedruckt. Diese Kunstwerke dekorierten drei Tage lang die Schulstraße. „Respektvolle“ Gerichte von der AWO Ebern sowie eine ausführliche Bücherausstellung zum Thema „Respekt“ in den Räumen des BIZ rundeten das Projekt ab.

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