SAND

Trauer um Willy Schütz

In der Nacht zum Freitag verstarb Willy Schütz aus Sand im Alter von 84 Jahren. Für sein gewerkschaftliches Wirken erhielt Schütz im Jahr 2005 die Fritz-Soldmann-Urkunde, die höchste Auszeichnung der Gewerkschaften in der Region.

Unterfrankens DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching bezeichnet Willy Schütz in einem Nachruf des DGB als einen „ehrlichen Streiter für die Sache der arbeitenden Menschen“. Solidarität und Gerechtigkeit seien seine Sache gewesen, so Firsching in einer Pressemitteilung des DGB.

Willy Schütz, am 27. Mai 1932 geboren, erlernte bei seinem Vater das Schumacherhandwerk. Er zog 1948 zu seinem Onkel nach London, wo er in einer Großbäckerei arbeitete. Ab 1952 war Willy Schütz beim Küchenmöbelhersteller Ilse in Haßfurt beschäftigt. Dort stieg er zum Fertigungsleiter auf, trat in die ehemalige Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK – heute IG Metall) ein, nahm an gewerkschaftlichen Lehrgängen teil und war seit 1961 21 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender. Nach dem Ilse-Konkurs wechselte Schütz 1982 zur Firma SKF nach Schweinfurt.

Seit 1981 war Schütz der Vorsitzende des DGB Ortskartells Zeil/Sand. Später war er aktives Mitglied im DGB Kreisverband. Beim ACE, dem Automobilclub der Gewerkschaften, war Schütz jahrelang in Funktion. Er war Vorstandsmitglied im SPD Ortsverband Sand, Mitglied im SPD Kreisvorstand und stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der sozialdemokratischen Partei.

1987 zog Schütz für die SPD in den Sander Gemeinderat ein. 1990 und 1996 wurde er erneut in den Gemeinderat gewählt. Nach seinem Parteiaustritt engagierte sich Willy Schütz beim Linken Bündnis Haßberge. Über die Liste der Linken zog Schütz 2008 eine Periode lang in den Kreistag ein. Die Beisetzung findet am 13. April, um 13.30 Uhr, in Sand statt. Foto: DGB/Norbert Zirnsak

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