RIEDBACH

Trotz einiger Investitionen geht die Pro-Kopf-Verschuldung zurück

Der barrierefreie Ausbau mit Personenaufzug (Bildmitte, links) und Erneuerung der WC-Anlage (rechts) am Gemeindehaus Alte Schule in Humprechtshausen geht voran. Der Rohbau steht, bis zum Herbst soll der Anbau fertig werden. Rund 370 000 Euro sind veranschlagt bei einer Förderquote von 90 Prozent im Rahmen des Kommunalen-Investitions-Programmes (KIP) des Bundes.
Der barrierefreie Ausbau mit Personenaufzug (Bildmitte, links) und Erneuerung der WC-Anlage (rechts) am Gemeindehaus Alte Schule in Humprechtshausen geht voran. Der Rohbau steht, bis zum Herbst soll der Anbau fertig werden. Rund 370 000 Euro sind veranschlagt bei einer Förderquote von 90 Prozent im Rahmen des Kommunalen-Investitions-Programmes (KIP) des Bundes. Foto: Ulrich Kinde

Einstimmig wurde vom Riedbacher Gemeinderat der Haushalt für das laufende Jahr abgesegnet.

In einer vorhergehenden, nichtöffentlichen Sitzung hatte der Gemeinderat zusammen mit der Verwaltung die erwarteten Einnahmen und Ausgaben diskutiert, den nun Stefan Hellfeier von der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim als Haushaltsplan vorstellte.

Der Blick auf die Eckpunkte des Zahlenwerkes (siehe Grafik) zeigt: Beim Gesamthaushaltsvolumen in Höhe von 5 175 792 Euro ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 594 571 Euro zu verzeichnen.

Zum Jahresende 2018 wird eine deutliche Senkung des Schuldenstandes erwartet. Damit schrumpft die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde von 147,58 Euro auf einen Betrag in Höhe von 85,79 Euro, eine erfreuliche Entwicklung trotz der zahlreich laufenden Projekte, so die einhellige Meinung der Ratsmitglieder.

Die Rücklagen der Gemeinde Riedbach werden bis zum Jahresende 2018 voraussichtlich bei einem Betrag in Höhe von 1 082 013 Euro liegen, so Stefan Hellfeier.

Wichtige Einnahmen

Nach wie vor sind die wichtigsten Einnahmepositionen der Gemeinde im Verwaltungshaushalt die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 763 196 Euro, eine Steigerung zum Vorjahr um 73 968 Euro. Geringfügig um 14 123 Euro gesunken ist der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer auf 900 000 Euro.

Die weiteren Einnahmen sind die Steuereinnahmen bei der Grundsteuer A mit 24 800 Euro, der Grundsteuer B mit 65 200 Euro und die Gewerbesteuer mit 145 000 Euro. Um 50 000 Euro höhere Einnahmen – auf rund 146 000 Euro, werden beim Holzverkauf erwartet.

Eine feste kalkulierbare Einnahmengröße sind die Einnahmen bei Pachten (Anbauflächen, Jagd und Fischerei, Windräderstandorte) in Höhe von 70 000 Euro, die Benutzungsgebühren beim Abwasser (200 000 Euro), beim Trinkwasserverbrauch (165 000 Euro) sowie der Hundesteuer (5800 Euro) und die Konzessionsabgabe (Stromleitungstrasse) in Höhe von 35 000 Euro.

Wichtige Ausgaben

Bei den wichtigsten Ausgabenpositionen des Verwaltungshaushaltes schlägt die Kreisumlage mit einem Betrag in Höhe von 645 000 Euro zu Buche, 15 409 Euro weniger als im Vorjahr eingeplant. Die Gesamtausgaben für die drei Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde betragen 520 000 Euro. Die Umlage zur Verwaltungsgemeinschaft beträgt 250 000 Euro und beim Schulverband sind es 147 000 Euro.

Die Kosten für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes betragen 101 450 Euro und des allgemeinen Grundvermögens 83 700 Euro. Für die Unterhaltung der Gemeindestraßen und Wirtschaftswege sind 45 000 Euro angesetzt, die Kosten der Abwasserbeseitigung werden mit 65 000 Euro angegeben.

Zu den Investitionen (siehe Grafik) gehören auch Instandhaltungsarbeiten am Gemeindehaus mit Feuerwehrgerätehaus in Kleinmünster (50 000 Euro) sowie die Sanierung der „Heinzengasse“ in Mechenried (36 000 Euro). Dazukommen noch Planungskosten für den Radweg Mechenried-Kleinsteinach (45 000 Euro) und die Sanierung der Kläranlage Mechenried mit 50 000 Euro.

Großprojekt: Kläranlage

Wie Bürgermeister Bernd Fischer zu diesem letzten Punkt informierte, habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren für die anstehende Kläranlagensanierung Rücklagen in einer Gesamthöhe von 600 807,93 Euro gebildet. Diese stammen aus den Sonderumlagen der Anschluss-Teilnehmer in Höhe von jährlich 100 Euro, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben.

In Aussicht gestellt sei zur Sanierung von Kläranlagen ein bayernweites Förderprogramm des Wasserwirtschaftsamtes, dessen nähere Rahmenbedingungen im Laufe des Septembers bekannt gegeben werden, die Vorgespräche auf allen Ebenen laufen dazu bereits.

Der Fördertopf für das Jahr 2018 für private Investitionen zur Nutzung vorhandener Bausubstanz in den Altortbereichen im Rahmen des Leerstandsmanagement ist mit einem Betrag in Höhe von 17 500 Euro gefüllt.

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