HOFHEIM

Udo Weisheit übernahm das Geschäft schon als 18-Jähriger

Viele Glückwünsche konnte Udo Weisheit am Samstag zu seinem 80. Geburtstag entgegennehmen.
Viele Glückwünsche konnte Udo Weisheit am Samstag zu seinem 80. Geburtstag entgegennehmen. Foto: Gudrun Klopf

Schon unten an der Holztreppe, die vom Schuhladen aus hoch in die Wohnung von Udo und Maria Weisheit führt, standen am Samstag die Gratulanten Schlange. Einen Stock höher gab sich alles, was in Hofheim Rang und Namen hat, die Klinge in die Hand. Kein Wunder, schließlich ist das Geburtstagskind Udo Weisheit nicht nur langjähriges Mitglied in zahlreichen Vereinen, sondern auch ein allseits bekannter und geschätzter Mitbürger.

Der heute 80-Jährige verlor schon früh seinen Vater. Die Mutter Josefine gründete 1924 in der Hauptstraße ein kleines Schuhgeschäft. Nach dem Besuch der Handelsschule in Würzburg übernahm Udo Weisheit nach dem Tod der Mutter im Alter von nur 18 Jahren das Geschäft. Dazu musste er eigens vorzeitig für volljährig erklärt werden. 1957 heiratete er Maria Klarmann aus Happertshausen, die im nahe gelegenen Café Finger als Bedienung arbeitete.

1961 erblickte Tochter Sonja das Licht der Welt, 1964 folgte Sohn Michael. Inzwischen zählen auch fünf Enkel und zwei Urenkel zur Familie.

Stetig wuchs das Unternehmen an und wurde schließlich im Jahr 1978 zum Sportfachgeschäft vergrößert. 1980 wurde das Sortiment um Damen- und Herrenmode erweitert. Die „Sport-, Schuh- und Modewelt Weisheit“ entwickelte sich zum Einkaufsmagneten mit insgesamt 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. „Mit einem kleinen Geschäft fingen wir an und dann haben wir das ganze Leben lang gebaut“, blickt Udo Weisheit auf sein Lebenswerk zurück.

Doch der rührige Geschäftsmann nahm sich stets auch Zeit für das Vereinsleben und engagierte sich zum Wohle seiner Heimatstadt. Ob Feuerwehr, Turnverein, Schützenverein, HCC, Sportverein oder Haßbergverein – lange Jahre wirkte Weisheit in zahlreichen Vereinen aktiv mit. Zwei Perioden als Stadtrat, jahrzehntelang Chef des Hofheimer Werberinges, Mitglied im Arbeitskreis Stadtentwicklung – stets lag Udo Weisheit die Entwicklung von Hofheim am Herzen.

Doch trotz ausgefülltem Arbeitsalltag und öffentlichem Engagement fanden Udo Weisheit und seine Frau Maria stets Zeit für Familie und Freunde. „Sonntags haben wir immer etwas unternommen“, erinnert sich Tochter Sonja. Allesamt waren die Weisheits begeisterte Skifahrer. In den Wintermonaten ging es fast jedes Wochenende mit der Hofheimer Skigruppe in die Berge. Aber auch das Meer lieben Udo und Maria Weisheit. 38 Jahre verbrachten sie ihren Sommerurlaub auf der Insel Sylt.

Auch heute noch schaut der Unternehmer im Geschäft täglich nach dem Rechten. „Er kann nicht anders – das ist sein Leben“, sagt seine Tochter. Sportlich ist der 80-Jährige noch unterwegs. Er genießt seine tägliche Radtour durch Hofheim, bringt dabei die Post weg: „Da findet sich immer jemand zum Plaudern.“ Spurlos ist das Alter an dem Jubilar nicht vorbeigegangen. Doch Udo Weisheit ist ein „Stehaufmännchen“. Trotz mancher Beschwerden gibt er nicht auf und bleibt optimistisch. „Ich halte durch“, sagt er, „Sie müssen noch öfters herkommen.“

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