ELTMANN

Unfall im Tunnel Schwarzer Berg

Kollision im Tunnel: Immer eine Herausforderung für die Einsatzkräfte
Bei einem Unfall im Tunnel Schwarzer Berg wurden am Sonntagnachmittag vier Personen leicht verletzt. BRK-Pressesprecher Michael Will zeigt sich dennoch erleichtert: „Es hätte schlimmer ausgehen können.“ Foto: Ferdinand Merzbach, News5

Gegen 15:55 Uhr am Sonntagnachmittag ging der Notruf ein: Ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen im Tunnel „Schwarzer Berg“ auf der A 70 im Landkreis Haßberge. Eine Notrufmeldung, die mit Anspannung bei den Rettungskräften verbunden ist, denn ein Unfall im Tunnelbereich ist immer eine größere Herausforderung als auf normaler freier Strecke. „Man denkt da, es könnte ja eventuell ein Feuer entstehen oder sonst irgendwas. Das ist natürlich in einer Tunnelröhre ein ganz anderes Kaliber als draußen auf freier Fläche“, erklärt BRK-Pressesprecher Michael Will laut einem Bericht der Nachrichtenagentur News5.

Nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte stellt sich die Lage als nicht als so dramatisch heraus, wie ursprünglich gedacht, berichtet News5. Etwa in der Mitte des Tunnels waren eine Mercedes Limousine aus Bayreuth und ein BMW X5 aus München zusammengestoßen. Der Grund für die Kollision ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, berichtet der BRK-Pressesprecher.

Rückstau von vier Kilometern

Nach dem Zusammenstoß blieb der Mercedes rund 200 Meter weiter auf dem rechten Fahrstreifen stehen. Die beiden Insassen, ein Rentner-Ehepaar, konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Der BMW schleuderte quer über beide Fahrspuren und blieb schließlich quer auf der rechten Spur stehen. In dem Fahrzeug saß ein Ehepaar mit drei Kindern. Alle drei Kinder im Alter von sechs, neun und 15 Jahren sowie die Mutter auf dem Beifahrersitz wurden verletzt. Zum Glück lediglich leicht, allerdings mussten sie zur weiteren Behandlung und Diagnostik in Kliniken gebracht werden.

Der BRK-Rettungsdienst war mit insgesamt vier Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug an der Einsatzstelle. Ebenso hatte die Integrierte Leitstelle Schweinfurt den Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Feuerwehr Knetzgau alarmiert. Eingeklemmt war niemand.

Unmittelbar nach Eingang des Notrufs wurde das Tunnelportal in Fahrtrichtung Bamberg gesperrt. Die Ampeln an der Einfahrt wurden auf Rot geschaltet, so dass keine weiteren Fahrzeuge in die rund 740 Meter lange Röhre einfuhren. Zwischenzeitlich baute sich ein Rückstau auf, der laut BRK-Pressesprecher Will rund vier Kilometer bis zur Anschlussstelle Knetzgau zurückreichte. Die Feuerwehr hatte die Auffahrt zur A70 gesperrt. Das Tunnelportal blieb bis zum Ende der Rettungs- und Bergungsarbeiten über zwei Stunden lang gesperrt, die Fahrbahn in Richtung Schweinfurt in der Nordröhre blieb davon unberührt.

Vorbildliche Rettungsgasse

Glücklicherweise konnten die Rettungskräfte schnell zu den Verletzten an die Unglücksstelle eilen, denn die Rettungsgasse war diesmal hervorragend gebildet, teilen BRK und News5 mit. „Was ich immer ganz toll finde: Viele Privatfahrzeuge haben tatsächlich hinten inzwischen so einen Aufkleber drauf ,Rettungsgasse bilden'. Das ist was ganz tolles und scheint doch zu funktionieren“, zeigt sich Will begeistert. Der Pressesprecher ist froh, dass der Unfall so glimpflich ausgegangen ist: „Es hätte schlimmer ausgehen können“, zitiert ihn New5. Denn nach so einer Kollision hätte es leicht zu Folgeunfällen kommen können. (pes)

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