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Verdächtige Kanister: Feuerwehr alarmiert

Unter schwerem Atemschutz untersuchten Feuerwehrleute die Kanister auf dem abgestellten Anhänger.
Unter schwerem Atemschutz untersuchten Feuerwehrleute die Kanister auf dem abgestellten Anhänger. Foto: René Ruprecht

Es war ein arbeitsreicher Freitagvormittag für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Haßfurt. Sie wurden binnen kurzer Zeit zu drei Einsätzen gerufen. Daneben gab es noch Einsätze für die Feuerwehren in Ebelsbach und in Lendershausen.

Zunächst wurden die Haßfurter Feuerwehrler zu einem Brandmelder-Alarm in die Zeiler Straße beordert. Nach dem Erkunden der angeblichen Einsatzstelle stellte sich das Ganze dann glücklicherweise als Fehlalarm heraus.

Kaum zurückgekehrt in ihre Unterkunft, kam der nächste Alarm für die Haßfurter Floriansjünger. Diesmal ging es in die Hauptstraße, wo ein betagter Sportwagen in Flammen stand (Bericht an anderer Stelle).

Als die Feuerwehr dort nach dem Löschen des Feuers noch mit Absperr- und Aufräumarbeiten beschäftigt war, lief gegen 11.30 Uhr der dritte Alarm dieses Vormittags auf: Auf einem Parkplatz in der Kehlstraße stand ein kennzeichenloser Anhänger mit Fässern und Schrottmaterial. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, weil von dem Anhänger ein komischer Geruch ausging.

Die Integrierte Rettungsleitstelle Schweinfurt alarmierte neben der Feuerwehr Haßfurt auch noch die Wehren aus Sailershausen und Sylbach für Absperrmaßnahmen. Das Gebiet rund um den Anhänger wurde im Umkreis von 100 Metern abgeriegelt. Auch die Ein- und Ausfahrt des Kreisels in der Sailershäuser Straße war für den Verkehr gesperrt. Die Feuerwehr informierte über Lautsprecher die Anwohner, vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Nach Angaben des Haßfurter Kommandanten Martin Volpert rückten Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz zum Anhänger vor und nahmen Messungen bezüglich etwaiger Giftstoffe vor. Die Messungen verliefen negativ.

Noch während des Einsatzes meldete sich der Halter des Anhängers bei der Polizei und gab Entwarnung. Die Fässer waren mit Altöl, Bremsenreiniger und Kühlmittel befüllt und weil sie in der prallen Sonne standen, gaste Geruch auf.

Neben den Feuerwehren waren auch Kreisbrandrat Ralf Dressel, Kreisbrandmeister Stephan Biertempfel und der Polizeiinspektionsleiter Norbert Mohr vor Ort. Ein Krankenwagen stand für alle Fälle bereit.

Bereits am Freitagmorgen um 7.23 Uhr war die Feuerwehr Ebelsbach zu einem Fahrzeugbrand auf dem Aldi-Parkplatz gerufen worden. Dort hatte eine Frau ihren Renault Megan geparkt, als sie verdächtigen Geruch wahrnahm und plötzlich Funken aus den Lüftungsschlitzen aufstiegen. Der Frau gelang es noch, ihre beiden kleinen Kinder und den Hund aus dem Renault in Sicherheit zu bringen. Das Auto brannte danach völlig aus.

Einen weiteren Feuerwehreinsatz gab es ebenfalls am Freitagvormittag in Lendershausen. Dort hatte im Bereich des Kirchplatzes ein Fahrzeug Öl verloren und eine rund 100 Meter lange gefährliche Spor gezogen. Die Feuerwehren Lendershausen und Hofheim banden die Flüssigkeit ab. Nach Abgaben der Polizei Haßfurt ist der Verursacher bekannt.

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