Haßfurt

Vernissage in Haßfurt: "Schönheit im Wesen - Der Gott in Dir"

"Schönheit im Wesen – Der Gott in Dir", nennt sich die Ausstellung in der Heinrich-Thein-Schule Haßfurt. Mit den Schülern der elften Klasse der Berufsfachschule für Sozialpflege freuen sich stellvertretender Schulleiter Jochen Brüggemann und Landrat Wilhelm Schneider (hintere Reihe, von links), Sozialpädagogin Martina Meisch (hintere Reihe, dritte von rechts), Lehrerin Gerti Schmalzl (hintere Reihe, fünfte von rechts) und der Künstler Marian Kretschmer (links daneben). Foto: Christiane Reuther

"Ich fühle mich gestärkt und blicke ermutigt in die Zukunft", sagte Ktesh Ammar bei der Ausstellungseröffnung "Schönheit im Wesen – Der Gott in Dir", die am Donnerstagnachmittag im Beisein von Vertretern aus Schule und Politik  in der Heinrich-Thein-Schule in Haßfurt stattfand.

Der 21-jährige Syrer, Schüler der elften Klasse der Berufsfachschule für Sozialpflege, profitiert gemeinsam mit den angehenden Sozialpflegern von dem geförderten Projekt für Malerei, Bodypaint und Fotografie. Es soll das Selbstwertgefühl stärken, das die Frauen und Männer in ihrer Arbeit in der Pflege und Betreuung von alten und behinderten Menschen benötigen.

Schwerpunkt Inklusion und Integration

Der Schwerpunkt des Kunstprojektes lag auf der Inklusion und Integration von Menschen aus unterschiedlichen Ethnien, Kulturen und Bildungshintergründen. Ein Thema, mit dem sich die Schüler drei Tage lang auf unkonventionelle Weise beschäftigt und ein deutliches Zeichen für Toleranz, Respekt, Frieden und Verständigung gesetzt haben. Der anwesende frei schaffende Künstler Marian Kretschmer aus Chemnitz arbeitet seit 20 Jahren in Schulen und Kindergärten. Dabei widmet er sich dem Thema Gesellschaftspsychologie. "Das authentische Wesen bei jedem Schüler hervorbringen", war deshalb auch das Anliegen des Künstlers, der auf internationalen Ausstellungen vertreten ist.

Ktesh Ammar, Schüler der elften Klasse der Berufsfachschule für Sozialpflege, profitiert gemeinsam mit den angehenden Sozialpflegern von dem außergewöhnlichen Projekt. Der Syrer blickt vor seinem Gemälde ermutigt in die Zukunft. Foto: Christiane Reuther

Initiatoren waren Lehrerin Gerti Schmalzl und Sozialpädagogin Martina Meisch. "Die Atmosphäre ist noch immer spürbar", freut sich Schmalzl über die "Früchte im Nachgang". Die Lehrerin spricht von einem tollen Projekt, das sich positiv auf das Miteinander unter den Mitschülern aber auch im Respekt den Lehrkräften gegenüber zeigt. 

"Die Atmosphäre ist noch immer spürbar" freut sich Lehrerin Gerti Schmalzl über die "Früchte im Nachgang". Foto: Christiane Reuther

Ein sehr bewegender Moment

Trauer, Schmerz und Angst, aber auch Liebe und Zufriedenheit spiegeln sich in den 17 Kunstwerken. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen literarischen Texten zu Lebenssituationen von Menschen war der Ausgangspunkt, wie die angehende Sozialpflegerin Chiara Pillitteri das Projekt reflektierte. Der Austausch von eigenen Gefühlen, verglichen mit der momentanen Befindlichkeit stand im Mittelpunkt, wofür Farben und Alltagsgegenstände hilfreich waren.

Die Interpretation der Werke vor versammelter Klasse, sei laut Pillitteri ein sehr bewegender Moment gewesen. Die Formulierung von eigenen Texten passend zum Kunstwerk sowie das gegenseitige Bemalen mit Bodypaintfarbe rundeten das Projekt ab. Die Fotografin Jessica Flemming und Marian Kretschmer hielten abschließend die Stimmung im Bild fest. Die Kunstwerke sind bis zu den Pfingstferien in der Cafeteria der Schule zu bestaunen.

Landrat Wilhelm Schneider und der stellvertretende Schulleiter Jochen Brüggemann sprachen dem Kunstprojekt anerkennende Worte aus.

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