OBERTHERES

Viele junge Leute an den Schachbrettern

Der 14. Thereser Schachpokal wurde in Obertheres ausgerichtet. Im Bild (vorne von links) Mitorganisator Thomas Reis, Christa Heilmann (Beste Frau beim Hobbyturnier), Raphael Reuss (jüngster Teilnehmer am Hobbyturnier), Leonard Schuler (Pechvogel), Michael Ankenbrand (Sieger im Hobbyturnier), Paul Schneider (Ältester Teilnehmer am Hobbyturnier) sowie (zweite Reihe von links) Norbert Lukas (3. Platz Meisterturnier), Josef Krauß (2. Platz Meisterturnier), Christian Rink (1. Platz Meisterturnier), Detlef Stingl (2. Platz Hobbyturnier), Markus Stühler (3. Platz im Hobbyturnier) und Michael Neuß, Leiter des Hobbyturniers. Foto: Ulrike Langer

„Das Schöne am Schachspiel ist die Unmenge an Möglichkeiten, seine Figuren zu ziehen. Man unterschätzt dieses ,Spiel‘ total und erst wenn man sich einmal richtig reinversetzt und merkt, wie sehr man sich konzentrieren muss, erkennt man, dass es ein richtiger Sport sein kann“, erzählte Jonas Röß. Der 18-jährige Gymnasiast aus Haßfurt, der vom Hobby- zum Vereinsspieler avancierte, hat am vergangenen Sonntag zum 2. Mal am Schachpokal, dem „Theres-Cup“, in Obertheres teilgenommen.

Fair und nett

Zum 14. Mal richteten Thomas Reis und seine vielen Mitstreiter ehrenamtlich ein Schachturnier in der Johann-Peter-Wagner-Volksschule Theres in Obertheres aus. Daran nahmen 30 Hobbyspieler im Alter von sechs bis 69 Jahren und 19 Spieler des SC Knetzgau, TV Ebern, SF Zeiler Turm, DJK Abersfeld, SV 1920 Bergtheim, SC 1947 Bergrheinfeld, SV Steinhausen und SK Schweinfurt 2000 teil.

Das Hobbyturnier gewann Michael Ankenbrand aus Kolbermoor vor Detlef Stingl aus Obertheres und Markus Stühler aus Gerolzhofen. Den Sieg im Meisterturnier holte sich Christian Rink vom SK Schweinfurt 2000, die zweiten und dritten Plätze belegten seine Vereinskollegen Josef Krauß und Norbert Lukas.

Thomas Reis, der dem SK Kriegshaber Augsburg angehört, hatte 2005 mit Franz Ott und Dragan Popp den Thereser Schachpokal aus der Taufe gehoben. „Schach ist meine Passion und ich mag es, wenn Menschen miteinander Schach spielen“, berichtete er am Rande des Turniers. „Mich freut es sehr, dass an dem diesjährigen Schachpokal besonders viele junge Leute dabei waren und Spaß hatten. Außerdem ist es bewundernswert, wie fair und nett gerade die jungen Spieler miteinander umgegangen sind.“

Schach-AG am Gymnasium

Ihn rührte auch, dass David Valean vom SK Schweinfurt 2000 alle Partien bis auf eine verlor und trotzdem den Mut nie sinken ließ. Dass seine Idee, anderen Menschen das Schachspiel näherzubringen, Früchte getragen hat, zeigt auch das Beispiel von Jonas Röß. Er hatte als Jugendlicher zunächst mit seinen Schulfreunden Schach gespielt und war dann im Schuljahr 2016/17 in die Schach-AG am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt eingetreten. 2017 nahm er zum ersten Mal am Theres-Cup teil, bei dem er den 6. Platz errang.

Von dem Turnier beeindruckt, richtete Jonas Röß dann heuer mit Freunden und dem Lehrer der Schach-AG am Gymnasium ein Schachturnier aus, bei dem fast 150 Teilnehmer gezählt wurden. „Thomas Reis hat uns dabei sehr unterstützt und Kontakte zu anderen Schachclubs vermittelt“, so Jonas Röß, der dem Schachclub Knetzgau beitrat und nun beim Meisterturnier in Obertheres antrat.

Kein Glücksspiel

Eine Spielerin, die schon seit vielen Jahren beim Theres-Cup vertreten ist, ist die 17 Jahre alte Hanna Stingl aus Obertheres. „In meiner Familie spielen außer meiner Mutter alle Schach“, gab sie an. So gingen neben ihr auch heuer wieder ihre Brüder Paul und Fabian und ihr Vater Detlef an den Start. „Mir gefällt am Schach, dass es kein Glücksspiel, sondern eine Konzentrationssache ist“, berichtete Hanna Stingl.

Nach sieben Spielrunden, die in sechs Stunden bewältigt wurden, dankte Thomas Reis allen Mitwirkenden und Schulleiterin Ulrike Binder-Vorndran, Elvira Czernek, dem Schachversand Ullrich aus Limbach, der die Schachgarnituren sowie Preise kostenlos bereitgestellt hatte, und seinen Mitorganisatoren Liane Barth, Christine Weber, Willi Weber, Detlef Stingl, Philipp Schmitt, Harald Firsching, Peter Lang sowie Michael Neuß und Stefan Heilmann vom SC Knetzgau.

Ein großes Lob richtete er auch an die Helfer Fabian und Paul Stingl, Jonas Röß und Brigitte Wehner sowie an die Kuchenspender Christa Heilmann, Elisabeth Reis und Anita Brandt. Er teilte mit, dass an den bisherigen 14 Turnieren 186 Spieler, davon 24 Frauen, teilgenommen hatten. Durchschnittlich gingen 35 Spieler im Alter von sechs bis 73 Jahren an den Start. Harald Firsching und Peter Lang hatten alle 14 Turniere bestritten.

Beste ausgezeichnet

Michael Neuß überreichte nicht nur den drei Bestplatzierten aus dem Hobbyturnier einen Pokal, sondern auch der besten Frau, Christa Heilmann aus Steinsfeld, dem jüngsten Teilnehmer, Raphael Reuss aus Greßhausen, dem ältesten Teilnehmer, Paul Schneider aus Werneck und dem „Pechvogel“, Leonard Schuler aus Marktsteinach. Thomas Reis wiederum zeichnete die drei Besten aus dem Meisterturnier mit Pokalen aus.

30 Hobby- und 19 Vereinsspieler nahmen am 14. „Thereser Schachpokal“ in Obertheres teil. Mit im Bild (rechts, stehend) Michael Neuß vom SC Knetzgau, der das Hobbyturnier leitete. Foto: Ulrike Langer

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