Bundorf

Vikinger, Bullen und andere Narren in Bad Bundorf an der Sonne

Das Männerballett trat in Wikingerkostümen auf.
Das Männerballett trat in Wikingerkostümen auf. Foto: Martin Schweiger

Dass "Bad Bundorf an der Sonne" besser klingt als das benachbarte "Sulzdorf an der Lederhecke", darüber waren sich die meisten Faschingsfans am Samstag in der ausverkauften FC-Sporthalle einig. Sie akzeptierten es auch, dass sie vom "Bullen von Bundorf", alias Bürgermeister Hubert Endres, für fünf Stunden in eine lustige Justizvollzugsanstalt bei Vollverpflegung eingesperrt wurden. Zum Flüchten aus dem Kurzzeitknast gab es dann auch keinen Anlass.

Denn die Akteure boten ein buntes Potpourri an Tänzen und humorigen Auftritten. Zu Beginn informierte der "Bulle von Bundorf", dass er einige Birnfelder wegen Drogenmissbrauchs festnehmen musste. Andererseits habe er für sie Verständnis, denn: "Dort kannst ohne Drogen net leb", meinte er.

Der Showtanz der Garde begeisterte das Publikum in Bundorf.
Der Showtanz der Garde begeisterte das Publikum in Bundorf. Foto: Martin Schweiger

Werner Fell ließ seine Feier zum 70. Geburtstag Revue passieren und kam zum Schluss: "Des war a Drama", weil der alte Hochzeitsanzug beim Tanzen riss und er zum Spott der Gäste wurde. Julian Schmitt erzählte aus seinem Lehrer-Alltag viele Anekdoten, wie die von der "Raclette-Rosi", der beim Reden weiße Fäden aus dem Mund laufen, oder seiner Lehrerkollegin "Bio-Britta", die Schuhgröße 49 hat. Sein Schüler Justin ist stets um sein leibliches Wohl besorgt, denn sein Lieblingsfach ist das Tiefkühlfach.  Auch das Konjugieren ist nicht sein Spezialgebiet. Als der Lehrer ihn fragt, in welcher Zeit der Satz "ich bin schön" steht, antwortet Justin: "Vergangenheit". Auch neues aus der Biologie konnte man lernen: Was liegt am Strand und ist schwer zu verstehen? Richtig. Eine "Nuschel". Oder: Wie heißt ein Delphin, der mit einer Unterhose bekleidet ist? "Slipper" natürlich. Auch dass ein hungriger Frosch "Magerquak" genannt wird, erfuhr der interessierte Zuhörer.

Wohlriechende Rindviecher

Mit Isabella Reder betrat eine Darstellerin die Bühne, deren Mundwerk mindestens so groß ist, wie ihre "Quetschn" (Ziehharmonika). "In Bundorf gibt’s mehr Viecher wie Leut, aber die Küh riechen besser wie woanners", stellte sie fest. Probleme gab es ihrer Aussage nach jüngst bei einem Feuerwehreinsatz. Die Floriansjünger waren zwar schnell zur Stelle, kamen aber nicht in das neue Feuerwehrhaus hinein, weil niemand einen Schlüssel dafür hatte. Ihr sinnfreier Refrain: "Hat denn eener a klans Stückla Bindfaden da", wurde vom Publikum einstimmig mitgesungen.

Die "Piccolos" zeigten einen Tanz aus den 1950er Jahren.
Die "Piccolos" zeigten einen Tanz aus den 1950er Jahren. Foto: Martin Schweiger

Der ungewöhnliche Kopfschmuck aus Klobürste und Lampenschirm sorgte im Sketch "Käfig voller Helden" für Lacher und ließ die Frage eines Akteurs: "Halten Sie mich für so blöd wie ich ausseh" als eine rein rhetorische Frage erscheinen.

Zwischendurch gab es für immer noch Hungrige den Geheimtipp von Moderator Hubert Endres, dass es die halbe Pizza bei Angelo derzeit zum halben Preis gibt. Sein Tagebuch präsentierte "das Achterle der blauen Sieben", alias Rene Bamberger. Er klagte, dass sein "Tatenvolumen" bereits am Dienstag aufgebraucht sei.

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Büttensitzung in Bundorf

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Ganz einfallslos war er dennoch nicht, denn er hat im neuen sozialen Netzwerk für Forstarbeiter dem "Gefällt mir"-Button eine neue Bedeutung gegeben. Als er im Auto im Takt zur Musik sein Fastfood-Menü verspeist, ist das Publikum nicht mehr zu halten und spendet lang anhaltenden Applaus. Nach dem Männerballett in Wikinger-Kostümen wurden die von der Vorstellung "Gefangenen" nach fünf kurzweiligen Stunden in die Freiheit entlassen.

Die Mitwirkenden:

Garde: Selina Schilling, Celina Stottele, Ronja und Lilli Marek, Johanna, Theresa und Antonia Koch, Filis Betz, Lea Schmitt, Jessica Dümpert, Jaqueline Rose.

Purzelgarde: Alexa Bartsch, Lisa Gottwald, Paula Leicht, Fabian und Hanna Marek, Samuel Meder, Alina Memmel, Juli Rhöse, Nora Schmidt, Ina Schmitt, Sina Schwarz, Florian und Laura Steinheuer.

Piccolos: Jannik Stottele, Kevin Lüftner, Bastian Wiesner, Michael Schwarz, Jessica Dümpert, Filis Betz, Emma Dietz, Hannah Rohe, Marie Geier, Lea Rösch, Madlen Ott, Lea Schmitt.

Showtanz: Selina Schilling, Celina Stottele, Ronja und Lilli Marek, Johanna, Theresa und Antonia Koch, Filis Betz, Lea Schmitt, Jessica Dümpert, Jaqueline Rose, Simone Halbig.

Waschbären: Hubert Endres, Ingo Rhöse, Rudi Dietz, Mario Derleth, Mario Brogatto, Volker Seith, Thorsten Dümpert, Klaus Marek, Christian Leicht, Thomas Schmitt.

Männerballett: Felix Schilling, Jonas Reinhardt, Nico Betz, Max Dümpert, Stefan Frank, Julian Schmitt, Lucas Guthardt, Lars Krämer, Marcel und Bernd Marek, Markus Hein.

Sketche: Ohne Worte: Volker Seith, Matthias Klopf.

Solisten: Werner Fell, Julian Schmitt, Isabella Reder.

Käfig voller Helden: Julian Schmitt, Lars Krämer, Lucas Guthardt, Matthias Klopf.

Das Achterle der blauen Sieben: Rene Bamberger.

Im Garten: Thomas Reder, Nico Betz, Jessica Dümpert.

Die drei listig lustigen Vier: Ulrike Betz, Marcel Bamberger, Thorsten Dümpert.

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