KREIS HAßBERGE

Volker Ortloff führt den Arbeitskreis Umwelt der CSU

Das Bild zeigt den neuen Vorstand des Arbeitskreis Umwelt der CSU (von links): Stellvertretender Vorsitzender Sebastian Schilling, Schriftführer Alexander Faust, Stellvertreter Marco Siller, Vorsitzender Volker Ortloff, Kassier Udo Merz, Stellvertreter Reinhold Giebfried und CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel. Foto: Ulrike Schellenberger

Am Montag hielt der Arbeitskreis Umwelt der CSU (AKU) im Altstadthotel in Haßfurt seine Mitgliederversammlung ab, in deren Mittelpunkt die Neuwahlen standen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor. Als Gast begrüßte der amtierende Vorsitzende Florian Bieselt den CSU-Kreisvorsitzenden Steffen Vogel.

Bei der anschließenden Neuwahl wurde der Haßfurter Bürgermeisterkandidat Volker Ortloff auf Vorschlag von Vogel einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Vogel bezeichnete Ortloff als bestens geeignet und glaubwürdig für diese Funktion, da dieser einerseits ausgebildeter Jäger und damit nahezu täglich in der Natur sei. Weiterhin betreut Ortloff zusammen mit seiner Frau rund 30 Bienenvölker.

Zu seinen drei Stellvertretern wurden der Ostheimer Landwirt und ehemalige Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Reinhold Giebfried, Marco Siller (Unfinden) und Sebastian Schilling (Haßfurt) gewählt. Als Schriftführer fungiert Alexander Faust (Junkersdorf), als Kassier Udo Merz (Königsberg). Als Beisitzer fungieren Karl-Heinz Schineller (Burgpreppach), Ulrike Schellenberger (Haßfurt), Florian Bieselt (Haßfurt), Wolfgang Kunzmann (Zeil), Florian Mühlfelder (Zell) und Andreas Scheuring (Wonfurt). Die Kassen prüfen Erich Öchsner (Steinsfeld) und Steffen Vogel (Theres).

Nicht auf Erfolg ausruhen

Vogel ging in einem Kurzreferat auf die aktuelle Klimapolitik der CSU ein und unterstrich die Notwendigkeit des Arbeitskreises Umwelt. Der Landtagsabgeordnete betonte, dass der Freistaat schon jetzt führend in den regenerativen Energien sei. So stehe Bayern auf Platz 1 bei Photovoltaik, bei Biomasse, bei Bodenthermie und bei Wasserkraft. Nur in Sachen Windkraft sei Bayern nicht führend, was aber daran liege, dass das Bundesland im Gegensatz zu Küstenländern windschwächer sei. Auch bei der ökologischen Landwirtschaft sei Bayern führend. So seien 10,1 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern Öko-Fläche, in Niedersachsen dagegen beispielsweise nur 3,8. In beiden Ländern regiere „Grün“ seit langer Zeit mit. Vogel hob weiter heraus, dass in keinem anderen Bundesland die Landwirte mehr Mittel für Agrarumweltmaßnahmen erhalten würden, als in Bayern.

„Wir wollen uns darauf aber nicht ausruhen, sondern weiterhin Umwelt- und Naturschutzland Nummer 1 in Deutschland bleiben“, so Vogel. Deshalb habe die Staatsregierung das erste Bayerische Klimaschutzgesetz am 19. November beschlossen. Bayern solle demnach bis 2050 klimaneutral werden.

Ein weiteres Ziel sei, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der Landtagsabgeordnete erläuterte dabei, dass ein Zehn-Punkte-Plan beschlossen worden sei. Dieser sieht den Umbau des Waldes zum Klimawald vor. 30 Millionen Bäume sollen bis in fünf Jahren gepflanzt werden. Die Moore sollen als CO2 Speicher renaturiert werden. Ziel sei weiter eine klimaschonende Landwirtschaft, Ökolandbau und Ernährung. Der Ökolandbau soll von derzeit rund 330 000 Hektar auf 938 000 Hektar ausgebaut werden. Im Staatswald würden 100 neue Windkraftanlagen geplant und der ÖPNV werde ökologisch ausgebaut, beispielsweise durch das 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende. Eine weitere Maßnahme ist der verstärkte Einsatz von Holz bei staatlichen und privaten Gebäuden als nachwachsender Rohstoff.

Überrascht über gute Ansätze

Der Staat wolle zudem Vorbild im Klimaschutz sein. Deshalb werde die Staatsverwaltung bis 2030 klimaneutral arbeiten. Auf staatlichen Dächern sollen verstärkt Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Zudem werde das Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“ erhöht, erläuterte der Abgeordnete.

Die Teilnehmer hätten sich überrascht gezeigt über die „vielen guten Ansätze des Staates im Bereich der Klimaschutzpolitik“, hätten aber die schlechte Kommunikation bemängelt, heißt es in der Pressemitteilung. Viele Bürger wüssten überhaupt nicht, welche Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt und eingeleitet wurden, sagte Volker Ortloff.

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) wolle sich gezielt mit der Situation im Landkreis beschäftigen. Marco Siller regte an, eine Bestandsaufnahme zu machen, welche Energie bereits jetzt im Landkreis aus regenerativen Energien gewonnen werde.

„Wir haben viele Biogasanlagen, Windräder, Photovoltaikflächen und auch die Wasserkraft am Main darf nicht vergessen werden“, sagte Siller, der ein neues Nahwärmenetz in Unfinden konzeptionell begleitet. Der Landkreis stehe besser da als viele denken. (pes)

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