HAßFURT

Von „Jugend forscht“ bis Streitschlichter

Das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt nahm am Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsberichte für Schulen“ teil. Das Bild zeigt (hinten von links): Marco Hartmann (Betreuender Lehrer), Max Benkert, Tamara Bergerhoff, Alexander Schmitt, Paula Spies, Benjamin Scheller, Max Etzel, David Reinhart, Leonie Goldmann, Lea Scheuring, Dr. Martin Hellwig (IfN) sowie (im Vordergrund) Schulleiter Max Bauer und Elisa Popp. Foto: Markus Korb

Das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt (RMG) hat als eine von zwölf Schulen am bundesweiten Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsberichte für Schulen“ teilgenommen und Ende November den Bericht „Nachhaltigkeit am RMG – modern, sozial, innovativ, global“ vorgelegt. Geschrieben wurde der Bericht von Schülern eines P-Seminars unter Leitung von Marco Hartmann. Dabei erhielten die Schüler Unterstützung von Dr. Martin Hellwig vom Institut für Nachhaltigkeitsbildung (IfN), heißt es in eine Mitteilung der Schule.

Ziel des Modellprojekts, das vom IfN in Münster koordiniert wird, ist es, Rahmenbedingungen und Kriterien für die schulische Nachhaltigkeitsberichterstattung näher zu beleuchten. Die Schüler des P-Seminars „Nachhaltigkeit“ hatten gemeinsam mit dem Institut für Nachhaltigkeitsbildung untersucht, wie nachhaltig das Regiomontanus-Gymnasium ist.

Bei der Analyse des Gebäudes durch Gespräche mit dem Schulzweckverband, der Schulleitung, den Architekten des Umbaus und anderen Akteuren der Schulfamilie, aber auch durch detaillierte Erfassung des Schullebens konnten die Schüler den Nachhaltigkeitsgedanken in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Sozialleben herausarbeiten. Die Erkenntnisse der Untersuchungen wurden zusammengefasst und systematisiert. So konnten die Analysten einen detaillierten Bericht erhalten, der aufzeigt, wie nachhaltig das RMG-Haßfurt ist.

Nach Abschluss der Untersuchung lobte Dr. Martin Hellwig die nachhaltigen Strukturen an der Schule: „Das RMG arbeitet in vielerlei Hinsicht im Sinne der Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Sanierung der Schule, das soziale Engagement, das interkulturelle Lernen im Rahmen von Fahrten und Partnerschaften, nachhaltigkeitsbezogene Projektseminare wie der Schulgartenbau sind hier exemplarisch zu nennen. In diesen Bereichen ist am RMG Haßfurt im Vergleich eine sehr gute Entwicklung erkennbar.“ Gerade die Vielfalt der verschiedenen Projekte, Wahlfächer, Seminare oder Fahrten war beeindruckend. Als Beispiele nannte Hellwig hier die Schülerfirma „S-Crew“, die Schülerlotsen, die Tutoren, die Streitschlichter, die Schulsanitäter, die Projektgruppen Robotik und Jugend forscht. Aufgrund der Ausrichtung wies deshalb das IfN dem RMG die Begriffe „modern, sozial, innovativ, global“ zu.

Natürlich konnten die Schüler in dem Projektzeitraum nur einen Ausschnitt der nachhaltigkeitsbezogenen Arbeit an der Schule beleuchten. Daher sei es das Ziel, so die Schule, weitere Projekte einzubinden und weitere schulische Mitstreiter für den Prozess der Nachhaltigkeitsentwicklung zu gewinnen. „Die innovative, offene und freundliche Atmosphäre an der Schule erleichtert diese Prozesse ungemein, da unter anderem der respektvolle Umgang mit der Perspektivenvielfalt einer nachhaltigen Entwicklung gefördert werden soll“, so Hellwig weiter.

So seien auch zukünftig Projekte geplant, die den Nachhaltigkeitsgedanken weiter aufgreifen. Gerade im Bereich der Ökologie seien Schülergruppen sehr engagiert, wichtige Entwicklungen wie Wasserspender, Mülltrennung oder eine effizientere Nutzung der Energie voranzutreiben.

Die Teilnehmer des P-Seminars erhielten zum Abschluss des Projekts ein Zertifikat. Der Schulleiter Max Bauer nahm den Bericht erfreut entgegen. Inzwischen hat sich bereits ein neues P-Seminar gebildet, das den Bericht fortschreiben wird.

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