EBELSBACH

Vorlesen und Lesen fördert von klein auf die Kreativität

Bei der Vorleseaktion wirkten mit Sabine Uehlein, Ministerin Dorothee Bär, Rektorin Angelika Schmitt und Dritte Bürgermeisterin Andreas Hoch (hintere Reihe von links). Foto: Günther Geiling

In der Schulkindbetreuung in Ebelsbach eröffnete ein neuer Leseclub. Hier können ab sofort die Kinder, unterstützt von Lesepatinnen und -paten, gemeinsam lesen, spielen, Geschichten als Theaterstück aufführen oder etwas dazu basteln. Eingerichtet wurde der Leseclub von der „Stiftung Lesen“ mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, betonte, dass die digitale Bildung nicht das gute Buch ersetzen könne. „Vorlesen und Lesen fördert schon von klein auf die Kreativität und unterstützt die persönliche Entwicklung. In den Genuss des Lesens sollten alle Kinder und Jugendlichen kommen, denn Lesen ist nicht nur ein Eintauchen in andere Welten, sondern auch Austausch mit anderen über das Gelesene. Die Leseclubs verbessern Bildungschancen und machen allen Spaß.“

Manche Kinder nähmen aber erst mit der Einschulung zum ersten Male ein Buch in die Hand und auch Kinderärzte berichten davon, dass dies bei ihren Untersuchungen der Fall sei. Aber hier in Ebelsbach werde an der Schule und in der Schulkindbetreuung tolle Arbeit geleistet. An die Kinder gewandt, meinte sie „Kinder genießt dies. Ihr habt nun viele coole Möglichkeiten wie auch Antolin, was ich liebe, aber in meiner Schulzeit nicht hatte.“

„Nur wer lesen kann, hat Chancen auf schulischen und beruflichen Erfolg“, meinte auch Sabine Uehlein von „Stiftung Lesen“. Mit Leseclubs werde insbesondere bildungsbenachteiligten Kindern die Möglichkeit geboten, ihre Lesemotivation zu entdecken. „Ich freue mich, den Leseclub in Ebelsbach in dem deutschlandweiten Netz der über 300 Leseclubs von `Kultur macht stark` willkommen heißen zu können.“ Sie war sichtlich überrascht, wie viele Schüler und Eltern an dieser Feier teilnahmen und dankte für die Unterstützung. „Wir können ihnen nur den Rahmen bieten. Wenn sie das nicht organisieren und ausführen würden, hätte ein solches Projekt keinen Erfolg.“

Der neue Leseclub wurde im Schloss Gleisenau eingerichtet, wo auch die Schulkindbetreuung untergebracht ist. Ihre Leiterin Julia Schätzlein-Sennert, stellte heraus, dass die Schulkindbetreuung mit ihrem Angebot nicht nur helfen wolle, Familie und Beruf besser zu vereinbaren, sondern auch einen Beitrag zur Erziehung der Kinder leiste. Neben den vielen bestehenden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung werde der Leseclub einen entscheidenden und neuartigen Beitrag dazu leisten. „Gemeinsam mit ehrenamtlichen Betreuern schaffen wir mit dem Leseclub für die Kinder einen Raum, in dem sie Lesen lernen, neue Welten entdecken und den eigenen Interessen nachgehen können.“

Rektorin Angelika Schmitt stellte dann allen Beteiligten die Lesepatinnen und Lesepaten Adela Frank, Heike Kaiser, Sonja Fink, Renate Reibiger und Georg Spornraft vor. Dabei betonte sie, dass es für Kinder ungeheuer wichtig sei, eigene Zugänge zum Lesen zu finden. „Mit dem Leseclub haben Kinder aus Ebelsbach und seinen Ortsteilen nun die Gelegenheit erhalten, an einem gemeinsamen Ort Geschichten zu entdecken, ins Gespräch zu kommen und neue Freunde zu finden. Deshalb bin ich der Stiftung Lesen, unserer Partnerinstitution und vor allem unseren ehrenamtlichen Betreuern dankbar, dass sie dies gemeinsam mit der Schule ermöglichen. Denn Lesen soll vor allem Spaß machen.“

Die Kinder Theresa Kaiser, Laura Sennert und Charlotte Bär präsentierten ihren Leseclub mit Gedichten und Lesebeauftragte Müller überreichte Bilder der Schule. Dazu spielte die Bläserklasse unter Leitung von Heimo Bierwirth und auch der Schülerchor sang mit Eva-Maria Fößel.

Staatsministerin Dorothee Bär las dann die Geschichte „Kathi Braun und das Ungeheuer“ und alle Kinder verfolgten die Geschichte und die Illustrationen aufmerksam mit. Danach gab es auch noch Lesungen von Rektorin Angelika Schmitt und Drittem Bürgermeister Andreas Hoch. Die Betreuer des Leseclubs boten außerdem Spiele für die Kinder an und die Erwachsenen konnten sich in den Räumen umsehen.

Die „Stiftung Lesen“ hat viele Dinge wie Sitzsäcke und Sofa, viele schöne Bücher, Spiele und Tiptoi, Bastelmaterial sowie sogar ein Kamishibai und ein Tablet gesponsert. Einmal in der Woche treffen sich die Kinder des Leseclubs am Dienstag von 15 bis 16.30 Uhr in ihrem eigenen Raum im Schloss Gleisenau. Vier Betreuer wollen dort ein bis zwei Lesegruppen betreuen. (gg)

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