HAßFURT

Warum der Magen über den Mund verkleinert wird

Tamer Mahmoud referiert am 30. September, ab 19.30 Uhr im Ärztehaus 1 über das Thema „Adipositas – wie kann die Endoskopie mir helfen?“ Foto: Michael Wagenhäuser

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (Vhs) bieten die Haßberg-Kliniken auch in diesem Herbst wieder eine Reihe mit kostenlosen Gesundheitsvorträgen im Konferenzhaus des Ärztehauses 1, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. Den Auftakt der Reihe im Herbst bildet am Montag, 30. September, ab 19.30 Uhr ein Vortrag mit Tamer Mahmoud. Der Chefarzt der Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie im Haus Haßfurt der Haßberg-Klinken widmet sich dem Thema „Adipositas – wie kann die Endoskopie mir helfen?“.

Ein Body-Mass-Index von über 40 – bringt die Formel, in der Größe und Gewicht miteinander korreliert werden, Ergebnisse über diesem Wert, dann redet man im medizinischen Sinne von adipösen oder stark übergewichtigen Patienten. In Deutschland nimmt der Anteil an Fettleibigen seit Jahren deutlich zu. Eine 1,80 Meter große Person würde in diesem Fall mindestens 130 Kilo auf die Waage bringen.

Wer sich in diesen Sphären bewegt, ist nicht nur überdurchschnittlich dick. „Die Patienten sind auch deutlich anfälliger für Herzinfarkt, Diabetes oder andere Erkrankungen“, erklärt Tamer Mahmoud, heißt es weiter in der Verlautbarung. Der Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Infektiologie ist seit Januar dieses Jahres Chefarzt der Gastroenterologie am Haus Haßfurt der Haßberg-Klinken.

Oft führen Diäten und Ernährungsumstellungen bei von Fettleibigkeit Betroffenen nicht zum Abnehmen. In diesen Fällen bleibt dann meist nur noch eine Magenverkleinerung. Ein operativer Eingriff, der Linderung bringen kann, aber neben den Schmerzen nach der Operation auch noch andere Risiken birgt. „Bei übergewichtigen Patienten gibt es sehr oft Probleme mit der Wundheilung“, erläutert Tamer Mahmoud. In den vorhandenen Fettpolstern entstehen leicht Infektionen. „Außerdem bleibt natürlich eine Narbe zurück.“

In seinem Gesundheitsvortrag im Rahmen der gemeinsamen Reihe von Volkshochschule und Haßberg-Kliniken wird der Mediziner am Montag, 30. September, im Konferenzraum im Ärztehaus 1 erklären, wie sowohl Infektionen als auch Narben und weitgehend Schmerzen für die Patienten vermieden werden können. Er stellt eine Operationsmethode vor, die ab Januar 2020 auch in den Haßberg-Kliniken angeboten wird – eine endoskopische Magenverkleinerung. Der Eingriff erfolgt dann nicht mehr über einen Schnitt am Bauch, sondern es wird – ähnlich wie bei einer Spiegelung – ein Schlauch über den Mund in den Magen eingeführt und über diesen operiert. „Wir können mit dieser Methode die klassische Magenverkleinerung, bei der ein Teil des Magens eingefaltet und zugenäht wird, genauso durchführen wie das Einbringen eines Magenballons, der das Volumen des Magens für sechs oder zwölf Monate verringert“, erläutert Tamer Mahmoud das neue Verfahren, mit dem sich die Haßberg-Kliniken ein weiteres Spezialgebiet erschließen. Eines, auch das macht der Chefarzt klar, das „nur die allerletzte Option ist, wenn andere Therapien nicht den gewünschten Erfolg bringen“.

Anmeldungen zum Vortrag von Tamer Mahmoud sind nötig unter Tel. (0 95 21) 94 200 oder www.vhs-hassberge.de nötig. (wos)

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