HOFHEIM

Warum ein Projekt der Hofheimer Allianz gefördert wird

Am Sonntag trafen sich 25 Mitwirkende aus unterschiedlichen Gemeinden des Hofheimer Lands in Hofheim. Foto: Kerstin Brückner

Am Sonntag, 21. Juli, trafen sich 25 Mitwirkende aus unterschiedlichen Gemeinden des Hofheimer Lands in Hofheim, teilt Kerstin Brückner von der Koordinationsstelle Neubürger der Gemeindeallianz Hofheimer Land mit. Anlass des halbtägigen Workshops war die Einbindung einer erweiterten Zielgruppe in das Projekt „Integration neu denken“, ein Programm der Robert Bosch Stiftung, für das die Gemeindeallianz Hofheimer Land im Frühjahr eine Förderzusage erhalten hat.

Bereits am Vortag des Workshops hatte sich die Mehrzahl der Teilnehmer als Auftakt zu einem interkulturellen Picknick von 16 bis 20 Uhr am Nassacher See getroffen. Bei Gesprächen und mitgebrachten Leckereien konnte ein erstes Kennenlernen untereinander sowie der Berater Luisa Seiler und Fabian Thun von der Organisation „Singa“ Deutschland aus Berlin stattfinden.

Nach einer Vorstellungsrunde, bei der jeder einen bisher unbekannten Gesprächspartner vorstellte, ging es am Sonntag nicht nur um die persönlichen Wünsche bezüglich des gemeinsamen Zusammenlebens, sondern auch um die Wünsche des eigenen Umfeldes, von Familie über Nachbarn zu Vereinen und Schule.

Auf Klebezetteln notierten die Teilnehmer Anliegen, die an der Pinnwand gesammelt und nach Themen geordnet wurden. Überraschende Einsichten wie zum Beispiel der Wunsch, die vor Ort gesprochenen Varianten des Fränkischen besser zu verstehen, oder die Angst und Unsicherheit von Neubürgern, etwas falsch zu machen und einheimischen Gesprächspartnern Fragen zu stellen, wurden gewonnen. Auch der Wunsch nach Austausch auf Augenhöhe, wie das gegenseitige Erzählen von Geschichten, nach Akzeptanz und Wertschätzung kamen zur Sprache. Andererseits wurde festgestellt, dass in Teilen der Bevölkerung der Wunsch nach wenig Veränderung vorherrscht. Neu zugezogene Bürger sollen sich an bestehende Strukturen und Gewohnheiten anpassen, die ihnen oft unbekannt sind.

Nach der Mittagspause wurde aus den vielen Anregungen und neuen Ideen ein Themenbaum erstellt, aus dem die Teilnehmer über das Schema „Ursache – Problem – Auswirkungen“ eine reiche Auswahl an Lösungen finden konnten. Ziel des Workshops war es, nicht ohne konkretes Ziel auseinanderzugehen. So wurde zunächst für die Umsetzung der Idee der „dörflichen Begegnungsräume“ ein Organisationstreffen in Friesenhausen für den 6. September vereinbart.

Die Projektgruppe lädt weitere Mitdenker und an der Umsetzung interessierte Bürger – gern auch Neuzugezogene – innerhalb der Hofheimer Gemeindeallianz ein. Informationen zum Projekt erhalten Interessierte bei Kerstin Brückner: Kerstin.brueckner@hofheimer-land.de oder Tel. (0 95 23) 5 03 37 25. (wos)

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