HAßFURT

Warum ist Maria auch die „Patronin Europas“?

Erstmals Mitwirkende beim Mariensingen: Dr. Heinrich Goschenhofer und Rainer Steidel. Foto: Albin Schorn

Über 40 Mitwirkende konnte Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher beim Fränkischen Mariensingen in der Ritterkapelle willkommen heißen und ihnen bei der Begrüßung mit einem herzlichen Vergelt's Gott danken. Die Betrachtungen des Pfarrers – zwischen den Musik- und Gesangsstücken vorgetragen – belegten, dass die Gottesmutter Maria als „Patronin Europas“ mit unserem Kontinent untrennbar verbunden sei. Es fänden sich zahlreiche marianische Wallfahrtsorte. In diese Straße der Wallfahrtsorte gliedere sich auch die Ritterkapelle ein. Die Europaflagge mit einem Kranz von zwölf Sternen gehe ebenso wie die Darstellung Mariens mit einem Strahlenkranz und einer Mondsichel auf die Offenbarung des Johannes im Neuen Testament zurück. Weiterhin sehe die christliche Tradition in der Frau Maria: auserwählt und jungfräulich. Selbst im Koran genieße Maria eine Verehrung. Ihr Name werde im Koran 34 Mal genannt. Eine Gemeinsamkeit gebe es auch mit dem Judentum. Maria sei eine Jüdin gewesen, so der Pfarrer.

Als der Erste Weltkrieg Europa erschütterte, habe Papst Benedikt XV. den Ruf „Maria – Königin des Friedens“ in die Litanei zur Gottesmutter einfügen. So sei Maria auch eine Mahnerin für den Frieden. Wo Frieden herrscht, gölten Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Eschenbacher beendete seine Gedanken mit einem Gebet: „Maria, lenke unsere Schritte auf Wegen des Friedens, der Versöhnung und der Liebe, der Geschwisterlichkeit, des Vertrauens und der Gerechtigkeit. Maria, Mutter Europas, begleite uns dabei mit deiner Fürsprache und deinem Segen.“

Den Initiatoren des Mariensingens Günter Huschka und Johannes Eirich war es auch heuer gelungen, bekannte und beliebte fränkische Volksmusikgruppen als Mitwirkende zu gewinnen. Dies waren die Vasbühler Sängerinnen, der Grettschter Dreigesang, der Chor St. Kilian Haßfurt, die Stadtkapelle Haßfurt und die Haßfurter Stubenmusik. Erstmals bereicherte das Duo Dr. Heinrich Goschenhofer, Violine, und Rainer Steidel, Cello, das Programm mit einem frühbarocken Musikbeitrag.

Das klang immer wieder bei fast allen Vorträgen und im Gemeindegesang überzeugend durch: Anruf, Bitte, Dank und Verehrung für die Hilfe Mariens in persönlichen Notsituationen.

Ein Fazit des Mariensingens: Der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Bezirk Unterfranken mit ihren Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass dieses Mariensingen seit 2013 mit besonderem Niveau und Anspruch schon zu einer festen Tradition in der Kreisstadt geworden ist. Schade, dass nur gut 200 Zuhörer und Gläubige diese 90 Minuten im Gotteshaus miterlebten.

Judith und Michael Weisel musizierten und sangen einfühlsam und mit Andacht. Foto: Albin Schorn

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