Kreis Haßberge

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Blühfläche ist

Wer einen Blühstreifen mit heimischen Wildstauden haben möchte, sollte demnächst an die Aussaat denken.
Wer einen Blühstreifen mit heimischen Wildstauden haben möchte, sollte demnächst an die Aussaat denken. Foto: Johannes Bayer

Der April ist ein guter Zeitpunkt, um eine Blühwiese anzulegen, schreibt das Landrartsamt Haßberge in einer Pressemitteilung. „Teilbereiche im Garten, wie beispielsweise ungenutzte, monotone Rasenflächen, lassen sich jetzt einfach in pflegeleichte Blühflächen verwandeln. Dadurch bringt man nicht nur Farbe in den eigenen Garten, sondern unterstützt gleichzeitig die Insekten mit Nahrung und Nistmöglichkeiten“, zitiert das Schreiben die beiden Kreisfachberater Guntram Ulsamer und Johannes Bayer.

Voraussetzung für einen Erfolg sei eine feinkrümelige, offene Bodenfläche, welche durch Fräsen hergestellt werden könne. Das Saatgut werde bei den meisten Mischungen anschließend direkt auf die Fläche gesät und lediglich so angedrückt, dass Bodenkontakt besteht.

Die Auswahl entschiedet: Das Saatgut muss passen

Bei der Auswahl des Saatgutes gibt es jedoch einiges zu beachten, schreibt Moni Göhr, die Pressesprecherin des Landratsamtes Haßberge. Für Privatgärten würden häufig mehrjährige Saatgutmischungen mit verschiedenen Kulturpflanzen verwendet, die für zirka drei bis fünf Jahre im Jahresverlauf ein schönes Bild ergeben und lediglich jährlich im zeitigen Frühjahr gemäht werden sollten. Einjährige Mischungen bestünden hingegen aus schnell wachsenden Blumen mit einer langen Blütezeit, deren Blütenpracht jedoch nur für eine Saison anhalte.

Zur Ansaat größerer Blühflächen empfiehlt das Landratsamt die Verwendung von Mischungen aus heimischen Wildstauden und schwachwachsenden Gräsern, sogenannte Regio-Mischungen, welche auf die jeweiligen Standortansprüche angepasst seien. Bei richtiger Pflege könnten sich die enthaltenen Pflanzen dauerhaft auf der Fläche ansiedeln. In der Regel sei eine zweimal-jährliche Mahd mit mindestens sieben Zentimetern Höhe und Entfernung des Grünschnittes ausreichend. So lassen sich Bereiche im Garten in pflegeleichte Blühwiesen mit heimischen Wiesenpflanzen wie Margeriten, Salbei, Nelken und Storchschnabel verwandeln. Diese bieten den Insekten ein dauerhaftes Nahrungsangebot im Sommer und Nistmöglichkeiten für den Winter, heißt es in der Verlautbarung weiter.

Für weitere Tipps und die Auswahl der richtigen Saatgutmischung steht die Kreisfachberatung für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt, Tel.: (0 95 21) 94 26 18, zur Verfügung. 

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Haßfurt
  • Blumen
  • Frühling
  • Gartenbau
  • Gärten
  • Natur
  • Pflanzen und Pflanzenwelt
  • Privatgärten
  • Winter
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!