HAßFURT

Was die „Kulinea“ mit dem Brenner zu tun hat

Warum wir das Feuerwerk abschaffen sollten       -  _

Am Brenner, jenem Pass über den östlichen Alpenhauptkamm hinweg, der Tirol mit Südtirol verbindet, wird es weiterhin Lkw-Blockabfertigung geben. Daran hat auch der deutsch-österreichisch-italienische Brenner-Gipfel vor ein paar Tagen nichts geändert. Immer wieder will Österreich am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein nur etwa 250 Brummis abfertigen, weil Tirol unter dem Schwerverkehr erstickt. Auf bayerischer Seite allerdings führt die Blockabfertigung regelmäßig zu kilometerlangen Rückstaus. Und was juckt das den Heimatkreis, abgesehen davon, dass es auch Urlauber von hier nervt, wenn sie zum Baden an die Adria oder zum Skifahren ins Jochtal wollen, aber am Brenner im Stau hängen bleiben?

Folgen für Mensch und Natur

Die heillos überlastete Transitstrecke ist zum Sinnbild für unser aller Verbraucherverhalten geworden, bei dem in unseren Köpfen der Transport von Gütern grenzenlos und am besten kostenlos zu sein hat, damit wir all die Bedürfnisse stillen können, die die moderne Konsumwelt in uns weckt.

Der Brenner hat sich aber auch in ein Symbol dafür verwandelt, wie sehr ein Landstrich unter dem nie enden wollenden Schwerverkehr ächzt, mit all den negativen Folgen für Mensch und Natur, die in keiner Transportrechnung auftauchen, alle Beteiligten auf Dauer aber trotzdem teuer zu stehen kommen.

An diesem Wochenende findet in Zeil die Kulinea 2018 statt, der dritte Marktplatz regionaler Köstlichkeiten. Fränkische Direktvermarkter stellen ihre Erzeugnisse aus, und wer durch die Tuchangerhalle von Stand zu Stand schlendert, darf sich auf Spezialitäten freuen, auf sinnliche Genüsse. Die Besucher der Genussmesse sollten sich aber ganz allgemein Gedanken über ihre Lebensmittel machen. Und dabei den Brenner nicht vergessen. In keinem anderen Bereich scheint unser Güterverkehr so absurd wie in der Lebensmittelbranche. Man male sich aus, welche Berge an Fleisch oder Butter Tag für Tag von Nord nach Süd und ebenso in Gegenrichtung über die Alpen transportiert werden.

Aus der eigenen Region

Die Kulinea dürfte einmal mehr den Beweis dafür erbringen, dass sich die Menschen im Haßbergkreis zu guten Teilen und über alle Jahreszeiten hinweg gewissermaßen aus der eigenen Region ernähren können – wenn sie es nur wollen und wieder mehr Bewusstsein für Lebensmittel aus heimischer Produktion entwickeln. Die Milch muss nicht aus Italien, sie kann vom Bauern nebenan kommen, Erdbeeren gibt es nicht nur in Spanien, sondern auch im Steigerwald – und so weiter und so fort. Vieles, was hier produziert wird, hat ein Biosiegel, und wenn nicht, so haben heimische Wurst, Käse, Brot, Obst oder Wein oftmals eine bessere Ökobilanz als Biologisches, das tausende Kilometer herangekarrt wird.

Vor allem aber stärkt der Kauf von Lebensmitteln aus unserer Region die Region selbst, die Wertschöpfung bleibt vor Ort, wie man sagt, und wandert nicht in Richtung Konzernzentralen weiß-Gott-wo. Freilich darf die Kulinea einfach nur Spaß machen. Im Idealfall aber lehrt sie ihre Besucher, welchen Beitrag ihr Konsumverhalten zum Wohle der Region – und von Mensch und Natur am Brenner – leisten kann.

Was die „Kulinea“ mit dem Brenner zu tun hat       -  Am Brenner, jenem Pass über den östlichen Alpenhauptkamm hinweg, der Tirol mit Südtirol verbindet, wird es weiterhin Lkw-Blockabfertigung geben. Daran hat auch der deutsch-österreichisch-italienische Brenner-Gipfel vor ein paar Tagen nichts geändert. Immer wieder will Österreich am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein nur etwa 250 Brummis abfertigen, weil Tirol unter dem Schwerverkehr erstickt. Auf bayerischer Seite allerdings führt die Blockabfertigung regelmäßig zu kilometerlangen Rückstaus. Und was juckt das den Heimatkreis, abgesehen davon, dass es auch Urlauber von hier nervt, wenn sie zum Baden an die Adria oder zum Skifahren ins Jochtal wollen, aber am Brenner im Stau hängen bleiben? Die heillos überlastete Transitstrecke ist zum Sinnbild für unser aller Verbraucherverhalten geworden, bei dem in unseren Köpfen der Transport von Gütern grenzenlos und am besten kostenlos zu sein hat, damit wir all die Bedürfnisse stillen können, die die moderne Konsumwelt in uns weckt. Der Brenner hat sich aber auch in ein Symbol dafür verwandelt, wie sehr ein Landstrich unter dem nie enden wollenden Schwerverkehr ächzt, mit all den negativen Folgen für Mensch und Natur, die in keiner Transportrechnung auftauchen, alle Beteiligten auf Dauer aber trotzdem teuer zu stehen kommen. An diesem Wochenende findet in Zeil die Kulinea 2018 statt, der dritte Marktplatz regionaler Köstlichkeiten. Fränkische Direktvermarkter stellen ihre Erzeugnisse aus, und wer durch die Tuchangerhalle von Stand zu Stand schlendert, darf sich auf Spezialitäten freuen, auf sinnliche Genüsse. Die Besucher der Genussmesse sollten sich aber ganz allgemein Gedanken über ihre Lebensmittel machen. Und dabei den Brenner nicht vergessen. In keinem anderen Bereich scheint unser Güterverkehr so absurd wie in der Lebensmittelbranche. Man male sich aus, welche Berge an Fleisch oder Butter Tag für Tag von Nord nach Süd und ebenso in Gegenrichtung über die Alpen transportiert werden. Die Kulinea dürfte einmal mehr den Beweis dafür erbringen, dass sich die Menschen im Haßbergkreis zu guten Teilen und über alle Jahreszeiten hinweg gewissermaßen aus der eigenen Region ernähren können – wenn sie es nur wollen und wieder mehr Bewusstsein für Lebensmittel aus heimischer Produktion entwickeln. Die Milch muss nicht aus Italien, sie kann vom Bauern nebenan kommen, Erdbeeren gibt es nicht nur in Spanien, sondern auch im Steigerwald – und so weiter und so fort. Vieles, was hier produziert wird, hat ein Biosiegel, und wenn nicht, so haben heimische Wurst, Käse, Brot, Obst oder Wein oftmals eine bessere Ökobilanz als Biologisches, das tausende Kilometer herangekarrt wird. Vor allem aber stärkt der Kauf von Lebensmitteln aus unserer Region die Region selbst, die Wertschöpfung bleibt vor Ort, wie man sagt, und wandert nicht in Richtung Konzernzentralen weiß-Gott-wo. Freilich darf die Kulinea einfach nur Spaß machen. Im Idealfall aber lehrt sie ihre Besucher, welchen Beitrag ihr Konsumverhalten zum Wohle der Region – und von Mensch und Natur am Brenner – leisten kann.
Am Brenner, jenem Pass über den östlichen Alpenhauptkamm hinweg, der Tirol mit Südtirol verbindet, wird es weiterhin Lkw-Blockabfertigung geben. Daran hat auch der deutsch-österreichisch-italienische Brenner-Gipfel vor ein paar Tagen nichts geändert. Immer wieder will Österreich am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein nur etwa 250 Brummis abfertigen, weil Tirol unter dem Schwerverkehr erstickt. Auf bayerischer Seite allerdings führt die Blockabfertigung regelmäßig zu kilometerlangen Rückstaus. Und was juckt das den Heimatkreis, abgesehen davon, dass es auch Urlauber von hier nervt, wenn sie zum Baden an die Adria oder zum Skifahren ins Jochtal wollen, aber am Brenner im Stau hängen bleiben? Die heillos überlastete Transitstrecke ist zum Sinnbild für unser aller Verbraucherverhalten geworden, bei dem in unseren Köpfen der Transport von Gütern grenzenlos und am besten kostenlos zu sein hat, damit wir all die Bedürfnisse stillen können, die die moderne Konsumwelt in uns weckt. Der Brenner hat sich aber auch in ein Symbol dafür verwandelt, wie sehr ein Landstrich unter dem nie enden wollenden Schwerverkehr ächzt, mit all den negativen Folgen für Mensch und Natur, die in keiner Transportrechnung auftauchen, alle Beteiligten auf Dauer aber trotzdem teuer zu stehen kommen. An diesem Wochenende findet in Zeil die Kulinea 2018 statt, der dritte Marktplatz regionaler Köstlichkeiten. Fränkische Direktvermarkter stellen ihre Erzeugnisse aus, und wer durch die Tuchangerhalle von Stand zu Stand schlendert, darf sich auf Spezialitäten freuen, auf sinnliche Genüsse. Die Besucher der Genussmesse sollten sich aber ganz allgemein Gedanken über ihre Lebensmittel machen. Und dabei den Brenner nicht vergessen. In keinem anderen Bereich scheint unser Güterverkehr so absurd wie in der Lebensmittelbranche. Man male sich aus, welche Berge an Fleisch oder Butter Tag für Tag von Nord nach Süd und ebenso in Gegenrichtung über die Alpen transportiert werden. Die Kulinea dürfte einmal mehr den Beweis dafür erbringen, dass sich die Menschen im Haßbergkreis zu guten Teilen und über alle Jahreszeiten hinweg gewissermaßen aus der eigenen Region ernähren können – wenn sie es nur wollen und wieder mehr Bewusstsein für Lebensmittel aus heimischer Produktion entwickeln. Die Milch muss nicht aus Italien, sie kann vom Bauern nebenan kommen, Erdbeeren gibt es nicht nur in Spanien, sondern auch im Steigerwald – und so weiter und so fort. Vieles, was hier produziert wird, hat ein Biosiegel, und wenn nicht, so haben heimische Wurst, Käse, Brot, Obst oder Wein oftmals eine bessere Ökobilanz als Biologisches, das tausende Kilometer herangekarrt wird. Vor allem aber stärkt der Kauf von Lebensmitteln aus unserer Region die Region selbst, die Wertschöpfung bleibt vor Ort, wie man sagt, und wandert nicht in Richtung Konzernzentralen weiß-Gott-wo. Freilich darf die Kulinea einfach nur Spaß machen. Im Idealfall aber lehrt sie ihre Besucher, welchen Beitrag ihr Konsumverhalten zum Wohle der Region – und von Mensch und Natur am Brenner – leisten kann.

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