HASSFURT

„Was die drauf haben, ist echt gut“

Am Ende der Stadtrallye durch Haßfurts Amtsstuben gab es einen kleinen Empfang im Spitzboden des Landratsamts. Die Schüler informierten sich über das „Dienstleistungsunternehmen“ Landratsamt.
Am Ende der Stadtrallye durch Haßfurts Amtsstuben gab es einen kleinen Empfang im Spitzboden des Landratsamts. Die Schüler informierten sich über das „Dienstleistungsunternehmen“ Landratsamt. Foto: FOTO G. Schneider

(gs) „Lernen aus Büchern ist Lernen zweiter Klasse“, sagte der neue Leiter der Albrecht-Dürer-Volksschule, Stefan Bauer, zum Abschluss der Stadtrallye am Dienstag im Landratsamt. Zusammen mit ihrer Schulsozialarbeiterin Dagmar Keenan sowie den Lehrern Stefan Schmitt und Fritz-Josef Hahn hatten die Schülerinnen und Schüler der Praxisklassen 8 und 9 die letzte Etappe ihres Weges durch Ämter, Institutionen und Stellen geschafft. Im vergangenen Jahr führte die Stadtrallye sie zu Haßfurts Bürgermeister Rudi Eck, zur Arbeitsagentur, zur Caritas und zum Roten Kreuz, jetzt galt es das Jugendamt, die Abteilung Verkehrswesen und den Schulzweckverband im Landratsamt ausfindig zu machen.

Natürlich nicht einfach so, sondern ausgerüstet mit einem Fragekatalog, bei dem es galt, die Antworten entweder selbst zu finden oder an verschiedenen Stellen eben nachzufragen. Es hieß, Ansprechpartner zu finden, Aufgabengebiete zu unterscheiden und Zuständigkeiten zu ergründen.

Am Ende wurden die Schüler im Landratsamt von Geschäftsleiter Horst Hofmann empfangen, der gleichzeitig Geschäftsführer des Schulzweckverbands ist. Hofmann informierte die Schülern nochmals über das Landratsamt. Längst sei es keine Behörde mehr, zu der der Bürger als Bittsteller komme, sondern ein modernes Dienstleistungsunternehmen, mit Hunderten von Leistungen im Angebot.

„Wir helfen den Menschen, mit bestimmten Problemen fertig zu werden und stellen nicht nur Führerscheine aus“, so Hofmann. Mehr als die Hälfte des Haushalts werde heute für soziale Leistungen ausgegeben. Erstaunt waren die Schüler, dass rund 40 000 bis 50 000 Bürger im Jahr in das Landratsamt kommen.

Gefragt ist Aktualität, wie Hofmann am aktuellen Beispiel, der Verschrottungsprämie, ausführte. Hier sei das Landratsamt ausführendes Organ des Staatswillens. Und nach den Zulassungszahlen im Landkreis Haßberge wäre die Verschrottungsprämie wohl keine schlechte Idee. Gegenüber dem Jahr 2007 wurden im Landkreis im vergangenen Jahr zehn Prozent, im Dezember sogar 35 Prozent weniger Autos zugelassen, erklärte Hofmann.

Als eine wesentliche Aufgabe schilderte er die Jugendhilfe und da vor allem die Berufsförderung. Förderung bedeute auch fordern, sagte er. Deshalb empfahl er seinen jungen Gästen, sich gerade bei Bewerbungen ins Zeug zu legen.

Für die Schüler gab es am Ende noch eine Überraschung: Diejenigen, die sich bei Beantwortung der Fragen des Stadtrallye-Katalogs besonders angestrengt hatten, erhielten Freikarten für das Erlebnis-Schwimmbad. Letztendlich waren aber alle Besucher irgendwie Gewinner. Schließlich hatten sie ihre Berührungsängste abgelegt und die wichtige Erkenntnis gewonnen, dass es Stellen gibt, an denen geholfen wird. Schüler Tino brachte es auf einen Punkt: „Was die im Landratsamt so drauf haben, ist echt gut.“

Schlagworte

Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!