Eltmann

Weisbrunn soll aus dem Mobilfunkloch

2: Die Zeit als weißer Fleck im Mobilfunknetz soll für Weisbrunn baldmöglichst vorbei sein. Etwa an dem Platz am Aicher Weg, von dem aus dieses Bild entstand, soll auf einem städtischen Grundstück ein Mobilfunkmast gebaut werden.
2: Die Zeit als weißer Fleck im Mobilfunknetz soll für Weisbrunn baldmöglichst vorbei sein. Etwa an dem Platz am Aicher Weg, von dem aus dieses Bild entstand, soll auf einem städtischen Grundstück ein Mobilfunkmast gebaut werden. Foto: Sabine Weinbeer

In Weisbrunn dürfte die Jugend diese Nachricht aus der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Eltmann mit Begeisterung aufnehmen: Telefonica Deutschland plant einen Mobilfunkmast für Weisbrunn zu errichten und die Stadt bietet als Standort das Grundstück am Wasserhochbehälter an. Damit dürfte eine flächendeckende Versorgung von Weisbrunn gewährleistet sein.

Die Jugend lebt gern in Weisbrunn, sowohl bei der Feuerwehr als auch im Musikverein ist Nachwuchsmangel ein Fremdwort. Was jedoch in jeder Bürgerversammlung angesprochen wird, ist die praktisch nicht vorhandene Mobilfunkversorgung. Nur an wenigen exponierten Plätzchen im Ort kann man mit dem Handy telefonieren – und dann auf keinen Fall zwei Schritte gehen, sonst ist die Verbindung weg.

Das soll sich nun ändern. Telefonica Germany hatte entsprechend den Regelungen zunächst bei der Stadt nach einem Standort angefragt, bevor sie auf private Grundstückseigentümer zugegangen wäre. Für O2 soll der Mast entstehen, Bürgermeister Michael Ziegler hatte sich jedoch gleich vergewissert, dass auch andere Anbieter den Mast nutzen könnten. Der Standort am Wasserhochbehälter erschien auch dem Weisbrunner Stadtrat Jürgen Malinowski als ideal, weil von dort die Talsenke gut überschaut werden kann.

"Park und Ride" an Schulstraße

In kleinen Schritten versucht die Stadt die Verkehrssituation rund um das Schulzentrum besser zu organisieren. Zu dem Thema hatte jetzt auch der Leiter der Georg-Göpfert-Mittelschule Raimund Willert Vorschläge unterbreitet. Nach den Erfahrungen der Lehrkräfte wird die Schulstraße unterhalb der Mittelschule "zunehmend als Park- und Ride-Parkplatz missbraucht", für die Lehrkräfte und Anwohner fehlt dann der Parkraum.

Mit Einschränkungen während der Schulzeiten will der Bauausschuss versuchen, diese Situation zu verbessern. Zum Schulumfeld wies Bürgermeister Michael Ziegler darauf hin, dass im Nachgang der letzten Bauausschuss-Sitzung am Busparkplatz unterhalb des Schulzentrums bereits eine kleine Baumaßnahme stattgefunden habe. Günther Hofmann hatte auf Setzungen zwischen Parkplatz und Straße hingewiesen, wodurch ausfahrende Busse immer wieder aufsitzen würden. In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Straßenbaufirma habe man zunächst die einfachste Lösung umgesetzt, wie sie im Bauausschuss favorisiert worden war. "Das ist zwar nur vorübergehend, aber eine Zeit lang wird es sicher halten", so Klaus Pfuhlmann vom Bauamt.

Regenrückhaltebecken einzäunen?

Muss man Regenrückhaltebecken einzäunen und wenn ja, wie hoch? Das wollten Bürgermeister, Verwaltung und Stadtrat wissen, nachdem in letzter Zeit sowohl am Baugebiet "Sandwühl" in Limbach als auch "Am Hahn II" neue Rückhaltebecken entstanden sind. Nachfragen bei der Bayerischen Versicherungskammer und von einer Fachkraft für Arbeitsschutz ergaben, dass es eine grundsätzliche Verpflichtung zwar nicht gibt, eine Einzäunung im Einzelfall aber durchaus sinnvoll wäre. Da ein Regenrückhaltebecken ja meist fast leer ist und nur bei Starkregen für einige Zeit einen höheren Wasserstand aufweist, war sich der Bauausschuss einig, dass ein Zaun von maximal 1,25 Metern Höhe genüge. Die Verwaltung soll nun zwei Angebote einholen.

Noch läuft die Erschließung des neuen Baugebiets "Am Hahn II" hoch über Eltmann nach Zeitplan, die Haupterschließungsstraße einschließlich Straßenbeleuchtung ist bereits fertig, die Stichstraße weiter unten ist in Arbeit. Vorsorglich informierte die Firma die Stadt jedoch, dass natürlich durch die Situation mit Corona Verzögerungen auftreten können, sei es durch Lieferengpässe oder durch Quarantäne von Mitarbeitern. "Momentan läuft alles noch normal", erklärte Bürgermeister Ziegler dazu.

Eine Menge Bauanträge hatten sich seit der letzten Sitzung angesammelt. Die Bauplan-Einsicht dauerte etwas länger, weil natürlich auch dabei im Gremium auf den gebotenen Sicherheitsabstand geachtet wurde. Aus diesem Grund entfielen diesmal auch die Besichtigungen, weil dafür sonst Fahrgemeinschaften gebildet werden.

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