Haßfurt

Weltwassertag: „Mein Main muss sauber sein“

Manches Fundstück liegt schon länger in der Mainaue. Nachdem es geborgen ist, kann es über das Recycling wieder zu etwas Neuem werden.
Manches Fundstück liegt schon länger in der Mainaue. Nachdem es geborgen ist, kann es über das Recycling wieder zu etwas Neuem werden. Foto: Thomas Ochs

Seit 2013 ruft das Flussparadies Franken anlässlich des Weltwassertages der Vereinten Nationen am 22. März dazu auf, an Flüssen und Seen Müll einzusammeln. Vereine, Gemeinden und Organisationen sind eingeladen, ihre eigenen Aktionen zu melden. „Wir haben für dieses Jahr schon wieder 15 Gruppen auf unserer Internetseite dargestellt. Von den Neuenseer Wühlmäusen in Michelau bis zum Bündnis für Familien und Senioren in Knetzgau“, freut sich Anne Schmitt, Geschäftsführerin des Flussparadies Franken in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt.

Gemeinden, Angelvereine, Naturschutzgruppen, Wasserwacht, Jugendgruppen und Kanuvereine sind wieder mit dabei und sammeln zum Teil sogar mit Booten vom Wasser aus. Bei den offenen Aktionen sind helfende Gäste willkommen. Um eine kurze Anmeldung vorab für die bessere Planung wird gebeten. Denn nach getaner Arbeit gibt es meist noch eine gemeinsame Brotzeit. Noch bis Mitte März können Aktionen an das Flussparadies Franken gemeldet werden. Informationen und alle Termine unter: muellsammelaktion.flussparadies-franken.de

Am Samstag geht es los

2019 von der LBV Fuchsenwiesenband gesammelter Müll bei Hallstadt.
2019 von der LBV Fuchsenwiesenband gesammelter Müll bei Hallstadt. Foto: Judith Fürst

Den Anfang macht bereits am Samstag, 29. Februar, die LBV-Kindergruppe „Fuchsenwiesenbande“. Der Organisatorin Judith Fürst ist das frühe Datum wichtig, damit die Vögel bei ihrem Brutgeschäft nicht gestört werden. Im März wird an verschiedenen Tagen dann in Stegaurach, Breitengüßbach, Hallstadt, Wiesen, Viereth-Trunstadt, Michelau i. OFr. und Knetzgau gesammelt. Im April sind Gruppen in Kemmern, Lichtenfels, Schwürbitz und Bischberg im Einsatz. Die Bischberger Fischerzunft macht am 18. April den Abschluss. Sie führt ihre Gewässerreinigungsaktion dann bereits zum 40. Male durch.

Von Ölkanistern bis Kinderwagen

Statt Reusen werden die Schelche der Bischberger Fischerzunft auch bei ihrer 40. Gewässerreinigungsaktion wieder viel Müll transportieren.
Statt Reusen werden die Schelche der Bischberger Fischerzunft auch bei ihrer 40. Gewässerreinigungsaktion wieder viel Müll transportieren. Foto: Matthias Kröner/Fischerzunft Bischberg

Das erschreckende dabei ist, wie viel Müll jedes Jahr gefunden wird, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zwar zeigen die Rückmeldungen des vergangenen Jahres, dass in einigen Sammelgebieten die Müllmenge insgesamt geringer als in den Jahren zuvor war. Dafür wurde an anderer Stelle deutlich mehr gefunden. Neben Glasflaschen, Dosen und alle Arten von Plastikmüll bargen die Helfer mancherorts illegal abgeladenes Dämm- und Abdichtungsmaterial, Ölkanister und größere Metallteile. Zu den kuriosen Funden zählten Fahrräder, Campingstühle, Auto- und Traktorreifen, ein Schlauchboot und sogar ein Kinderwagen.

Alle die mitmachen merken unmittelbar, dass sie selbst mit wenig Aufwand etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun können. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um unnötigen Verpackungsmüll ist das ein wichtiges Signal. Glasflaschen und Dosen werden wieder dem Recycling zugeführt. Plastik zerfällt nicht weiter in immer kleinere Teilchen. „Eine Müll-Sammel-Aktion am Fluss schärft den Blick dafür, das alles was wir konsumieren in der Umwelt auftauchen kann. Der Einzelne kann und soll Zeichen setzen, auch wenn die Ursache in der Produktion und einer fehlenden Kreislaufwirtschaft liegt“, ist Anne Schmitt überzeugt.

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