WESTHEIM

Wenn die Enkel kommen, ist was los

Zum 90. Geburtstag von Georg Krebs gratulierten stellvertretender Landrat Oskar Ebert (rechts) und Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus. Foto: Christiane Reuther

„Gesund bleiben“, das ist der Wunsch von Georg Krebs. Dafür tut der rüstige Senior aus Westheim auch eine Menge. Sei es nun durch regelmäßige Bewegung oder durch den Kaffeegenuss zu jeder Tages- und Nachtzeit. Körperliche Fitness bewies Georg Krebs jedenfalls am Dienstag, wo er im Kreise seiner Familie seinen 90. Geburtstag feierte. Viele Gratulanten gaben sich die Klinke in die Hand, um den Jubilar hochleben zu lassen. Auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus und Gemeindereferentin Ilse Waldenmeier gratulierten zum Ehrentag.

Georg Krebs erblickte am 10. Dezember 1929 im niederschlesischen Hirschberg im Riesengebirge als eines von sieben Kindern das Licht der Welt. Als Vertriebener kam er im Alter von 16 Jahren mit der Mutter und den Geschwistern zunächst nach Niedersachsen und dann nach Bayern. Der Vater war während der Zeit, als die Familie flüchtete, in Gefangenschaft geraten. Da war es ein großes Glück, dass sich die Familie nach den Kriegswirren wieder in Obereuerheim vereinte.

Im Jahre 1952 hat der Jubilar seine Frau Anni, eine geborene Schröck, geheiratet und ist in deren Heimatort Westheim gezogen. Hier hat Georg Krebs ein Haus von der Großmutter seiner Frau umgebaut und im Jahre 1959 bezogen. Dem jungen Paar wurden Tochter Birgit und Sohn Roland geschenkt. Ein weiterer Sohn ist mit 22 Jahren tödlich verunglückt. Mittlerweile erfreut sich der Jubilar an seinen drei Enkelkindern. Wenn dann auch noch die fünf Urenkelkinder zu Besuch kommen, ist viel los.

Die berufliche Laufbahn, die Georg Krebs in seiner Heimat als Hotelfachmann eingeschlagen hatte, wurde durch die Kriegswirren zerschlagen. So fand er als Kraftfahrer eine Anstellung und war bis zum Eintritt ins Rentenalter über 30 Jahre lang als Busfahrer bei der Firma Kleinhenz in Gerolzhofen tätig.

Die Familie stand immer im Mittelpunkt und so waren auch die gemeinsamen Familienurlaube wichtig, die jahrelang ins gleiche Quartier ins Zillertal führten.

Spaziergänge sind Pflicht

Seit 13 Jahren ist Georg Krebs verwitwet. Er versorgt sich mit Hilfe der Familie aber größtenteils selbstständig. Den Tag beginnt der Jubilar nach eigenen Angaben immer mit einem festen Ritual: „Als Frühstückssendung schaue ich die Panoramabilder im Fernsehen an“. Die sonntäglichen Spaziergänge rund um die Ruine Zabelstein bei Eschenau sind für ihn schon viele Jahre ein absolutes Muss.

Kontakt- und diskussionsfreudig liebt der Jubilar die Geselligkeit und nimmt rege am Dorfgeschehen teil. Deshalb besucht er auch regelmäßig die Veranstaltungen im „Offenen Treff“ in Westheim oder die Heimspiele des TSV Westheim. Als Musikliebhaber ist der 90-Jährige ein großer Fan der böhmischen Musik. (cr)

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