KNETZGAU

Wer für die Grünen in den Knetzgauer Gemeinderat will

Gemeinsam stark machen für Knetzgau und alle Ortsteile, wollen sich die Bewerber von Bündnis 90/Die Grünen für den Gemeinderat. Mit auf dem Foto Kreisvorstandsmitglied Harald Kuhn (links) und die Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Rita Stäblein (Zweite von links). Foto: Christian Licha

„Wir machen uns stark für alle Bürger der Gemeinde Knetzgau, weil wir hier leben“, lautete das klare Bekenntnis von Gemeinderat Peter Werner bei der Nominierung der Gemeinderatskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen am Dienstag im FC-Sportheim. Die zwölf anwesenden Wahlberechtigten sprachen sich einstimmig für den Listenvorschlag aus.

Bürgermeisterkandidat Benjamin Schraven zeigte sich stolz, von der Liste mitgetragen zu werden und versprach vollen Einsatz zum Wohle aller Bürger. Beruflich verhindert, war der wissenschaftliche Mitarbeiter im Deutschen Institut für Entwicklungspolitik der Versammlung per Videokonferenz zugeschaltet. Wie es einem Bürgermeisterkandidaten gebührt, führt der 41-jährige Schraven die Liste der Gemeinderatskandidaten auf Platz 1 an. Danach folgt auf Platz 2 der momentan noch einzige Gemeinderat der Grünen, Peter Werner aus Westheim. Der 56-jährige Fachinformatiker, der die letzten vier Jahre seine kranke Mutter rund um die Uhr gepflegt hat, ist ein entschiedener Gegner des „Inseldenkens“, das seiner Aussage nach im amtierenden Gemeinderat herrscht. Er versteht sich als Vertreter aller acht Ortschaften und möchte, dass in Zukunft für alle knapp 7000 Einwohner an einem Strang gezogen wird.

Hoch gesteckte Ziele

Mit Nina Köberich aus Westheim steht eine Frau auf Platz 3. Die Realschullehrerin ist „recht grün aufgewachsen“, was sich auch in ihrem Hobby als leidenschaftliche Gärtnerin widerspiegelt. Besonders das Vorwärtskommen der Ortsteile liegt der jungen Bewerberin am Herzen. Stefan Lindner aus Unterschwappach kandidiert auf Platz 4 und möchte, dass es endlich auch wieder einen Gemeinderat aus seinem Ortsteil gibt. Schon jetzt lenkt der 43-jährige Familienvater die Geschicke des Dorfes am Bürgerstammtisch mit. Außerdem ist der Qualitätsmanager seit 20 Jahren in der Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins vertreten. Auf dem prominenten letzten Platz 20 steht mit Herman de Vries eine Persönlichkeit, die auch zum Beispiel beim letzten „Friday for Future“ in Haßfurt eine eindrucksvolle Rede hielt. Der 88-jährige gebürtige Niederländer lebt bereits seit knapp 50 Jahren in Eschenau.

„Wir wollen mit vier plus x Gemeinderäten vertreten sein“, gab Peter Werner das Ziel für die Wahl am 15. März bekannt. Bewusst habe man auf den vorderen Plätzen jüngere Kandidaten positioniert. Die Liste sei mit ihrer Mischung durch alle Ortsteile, Alters- und Berufsgruppen eine starke Mannschaft, die besonders auf Nachhaltigkeit Wert lege.

Kreisvorstandsmitglied Harald Kuhn und die Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Rita Stäblein, zeigten sich ebenfalls optimistisch, auf Kreisebene ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Mit Kreisrat Matthias Lewin auf Platz 2 und Peter Werner auf Platz 8 habe man zwei Bewerber für Knetzgau auf der Kreistagsliste stehen.

Ein Thema, dass sich die Knetzgauer Grünen auf die Fahnen geschrieben haben, ist das „Seniorengerechte Wohnen mit Ortskernbelebung“. Zu diesem Thema gibt es am Dienstag, 28. Januar um 19 Uhr im Pfarrsaal in Knetzgau eine Infoveranstaltung. Neben der Geschäftsführung eines Investors wird Andreas Krahl, der Senioren- und Pflegepolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag dabei sein.

Die Kandidaten

1. Benjamin Schraven, 2. Peter Werner, 3. Nina Köberich, 4. Stefan Lindner, 5. Michael Werner, 6. Christoph Beckenbauer, 7. Tatjana Gorzny, 8. Thomas Bauer, 9. Christina Männling, 10. Matthias Lewin, 11. Andrea Werner, 12. Jochen Ambros, 13. Margit Ehehalt-Lewin, 14. Markus Gebhardt, 15. Christina Ambros, 16. Leander Männling, 17. Alexander Klauer, 18. Matthias Schüßler, 19. Michael Griebel, 20. Herman de Vries. Ersatzkandidat ist Michael Schnös.

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