THERES

Wer hat das Marterle bei Horhausen zerstört?

Die Gemeinde Theres wird Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, weil das spätbarocke Marterle aus dem 18. Jahrhundert in ... Foto: Ulrike Langer

Die Gemeinde Theres wird Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, da das spätbarocke Marterle aus dem 18. Jahrhundert in den Kammerwiesen bei Horhausen offensichtlich mutwillig zerstört wurde. Gleichzeitig stellt sie demjenigen 500 Euro Belohnung in Aussicht, der Hinweise geben kann, die zur Aufklärung der Tat führen. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend.

Wie der amtierende Bürgermeister Manfred Rott mitteilte, sei der Aufsatz des Bildstocks abgebrochen worden und nicht von selber herabgefallen. Er war erst 2013 für 3800 Euro auch mit privaten Spenden restauriert worden und ist für die Bürger von Horhausen deswegen von großer Bedeutung, da dort neue Feldgeschworene in das Siebenergeheimnis eingeführt werden.

Was Rott weiterhin beunruhigt, ist die Tatsache, dass nicht alle Hunde in der Gemeinde ordnungsgemäß angeleint sind, und dass es bereits mehrere Bissattacken gegeben hat. So sei ein großer Hund in Obertheres ohne Leine und ohne die Begleitung seines Besitzers im Ort herumgelaufen. Zudem habe in Untertheres ein Hund bei einem Kampf mit einem anderen Hund dem Gegner ein Bein abgebissen. Und eine Joggerin sei in Untertheres von einem Tier gebissen worden. „Manche Hundehalter sind völlig uneinsichtig“, sagte Manfred Rott. „Sie sagen: ,Dazu habe ich eine Versicherung‘, was überhaupt nicht akzeptabel ist, wenn andere zu Schaden kommen.“ Rott schlage vor, zu prüfen, welche Maßnahmen die Gemeinde ergreifen könne.

Der BRK-Kreisverband muss aufgrund von Beanstandungen durch das Gewerbeaufsichtsamt die Rettungswache Haßfurt für 1,113 Millionen Euro umbauen beziehungsweise neu aufteilen und erweitern. Die derzeit genutzten Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorgaben insbesondere in Bezug auf die Hygienestandards. Wie Manfred Rott mitteilte, habe der Kreisverband daher den Antrag an die Gemeinde Theres um einen Zuschuss in Höhe von fünf Euro pro Einwohner als Beteiligung an den Kosten gebeten. Weil die Rettungswache Haßfurt einen erheblichen Teil zur Notfallversorgung auch in der Gemeinde Theres beiträgt, stimmte der Gemeinderat dem einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 13 540 Euro zu.

Die Zusammenarbeit in der Allianz Main & Haßberge wird immer intensiver. So wurden die jährlich vorgeschriebene Spielplatzhauptinspektion und die Prüfung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel ausgeschrieben und vergeben. Dadurch, so Rott, würden Kosten eingespart. Seit August hätten die beteiligten Kommunen auch eine gemeinsame Fachkraft für Arbeitssicherheit. Geplant sei noch die gemeinsame Vergabe der arbeitsmedizinischen Betreuung der Kommunen. Für das Projekt „Mitfahrbänke“ sei mittlerweile eine Förderung von 35 638 Euro bewilligt worden, so dass nun zügig mit der Umsetzung begonnen werden solle. Für das Projekt „Aus- und Weitsichten“ habe man die Meisterschule für Schreinerhandwerk in Ebern als Kooperationspartner gewonnen. „Derzeit entwerfen Schüler bis Anfang November Modelle für die Gestaltung der Aussichtspunkte“, sagte Rott. Zusätzlich sollten die Aussichtspunkte mit Panoramatafeln ausgestattet werden. Außerdem organisiere die Allianz Motorsäge-Kurse für die Bauhofmitarbeiter und die Feuerwehren.

Drei Bauanträge wurden teils mit Auflagen an das Landratsamt zur Genehmigung weitergeleitet.

Zum Schluss erläuterte Manfred Rott, dass die Anträge der SUBT auf Reaktivierung des Bahnhalts in Obertheres und auf nachhaltige Bewirtschaftung des Gemeindewalds noch nicht hätten behandelt werden können. Hier bestehe noch Klärungsbedarf bestehe.

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