AIDHAUSEN

Wie Aidhausen seine Baulücken schließt

Die Planungen zur Neugestaltung des Happertshäuser Kirchenumfeldes mit der ehemaligen Schule und der Sanierung der alten Schmiede (im Bild rechts) läuft im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme seit dem Jahr 2016. Unser Bild entstand im Oktober des vergangenen Jahres. Foto: Ulrich Kind

Einen Schritt weiter ist die Gemeinde Aidhausen mit dem innerörtlichen Lückenschluss bei unbebauten Grundstücken im Innenbereich von Aidhausen und Nassach. Damit soll auch die Siedlungserweiterung in Neubaugebieten reduziert werden – nach dem Motto „Innen statt Außen“. Mit der jeweiligen Aufstellung eines Bebauungsplanes werde für diese bisher unbebauten Grundstücke, die in privater Hand sind, Baurecht geschaffen, so Bürgermeister Dieter Möhring in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag.

In Aidhausen betrifft es eine südlich gelegene Ortsrandlage „Im Götzengrund“. Hier könnten mit einer Anliegerstraße sechs bis acht mögliche Bauparzellen erschlossen werden. Bei den ersten vier Bauparzellen sollte das Baufeld, also der jeweilige bebauungsfähige Bereich innerhalb der Grundstücksfläche, um zwei Meter in der Tiefe vergrößert werden, so der Vorschlag von Bürgermeister Möhring. Dem wurde auch vom Gemeinderat zugestimmt.

Ausbau erst mittelfristig

Eine Kompletterschließung mit fertigem Straßenausbau werde für die ersten zwei bis drei Jahre nicht möglich sein, so Möhring. Dies werde den Häuslebauern von Anfang an noch mitgeteilt. Das anfallende Oberflächenwasser werde den Planungen des Wasserwirtschaftsamtes nach in einem offenen Graben im hinteren Grundstücksbereich zur Flur hin zu einem Bachlauf abgeleitet.

Für diese Neuerschließung des Baugebietes habe die Verwaltung einen vorläufigen fiktiven Umlagebetrag in Höhe von rund 18 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Die genaue Kostenkalkulation könne erst nach Abschluss der Arbeiten berechnet werden.

In Nassach betrifft es das geplante Bebauungsgebiet „Brunnfluß“ im nordöstlichen Ortsbereich mit zwei möglichen Bauparzellen. Auch hier sei eine geringfügige Verlängerung des Baufeldes innerhalb des Grundstückes angedacht. Damit hätten Bauwillige größeren Gestaltungsspielraum. Der Bebauungsplan wird dort als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Das nebenan liegende Damwildgehege dürfte keine Probleme bereiten, so der Gemeindechef. Der weitere Weg sei nun die öffentliche Auslegung, verbunden mit der Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange.

Damit das Geld fließt

Des weiteren stand für Happertshausen die Abgabe der routinemäßigen Bedarfsmitteilung bei der Regierung für die zustehenden 80 Prozent Fördermittel für die kommenden Jahre 2020 bis 2023 auf der Tagesordnung. Es betrifft die geplante Neugestaltung des Kirchenumfeldes mit ehemaliger Schule und der Sanierung der alten Schmiede und läuft im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme seit dem Jahr 2016. Dem Förderantrag wurde einstimmig zugestimmt.

Abschließend informierte Bürgermeister Möhring an ein denkwürdiges Jubiläum im Jahr 2020. Vor 100 Jahren ist nach einer Volksabstimmung der Gemeindeteil Nassach als Enklave vom Herzogtum Coburg-Sachsen-Gotha nach Bayern gewechselt. Am 24. Juli 2020 soll dieses Ereignis in Nassach würdig begangen werden.

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