BURGPREPPACH

Wie den Festbesuchern in Burgpreppach ordentlich eingeheizt wurde

Ein grandioses Spektakel auch heuer wieder die Feuerschau. Foto: Steffi Brantner

Der Kombination aus traditioneller Kirchweih und Mittelaltermarkt gaben viele anfangs wenig Chancen, sich zu etablieren. Nun da man auf sechs erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, sind die Zweifler weitgehend verstummt. Denn dass man in der Marktgemeinde Autoscooter fahren kann oder sich am Schießstand beweisen, mit Pfeil und Bogen Drachen erlegen, Rittern beim Kampf zusehen und dabei den Klängen von Dudelsack und Trommel, den Evergreens der Fahrgeschäft oder den schmissigen Arrangements der Blasmusik ausgesetzt wird, hat für viele Besucher genau den Reiz, der sie jedes Jahr Anfang Oktober nach Burgpreppach treibt.

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Mittelaltermarkt

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So auch heuer wieder. Einzig der Freitag gestaltete sich – schon wegen der feuchten Witterung – als etwas besucherarm. Am Donnerstag, Samstag und Sonntag hingegen drängten sich die Menschen im Festzelt wie vor dem Schloss und im Gutshof. Kulinarische Besonderheiten fanden reißenden Absatz, Musikanten, Gaukler und Handwerker hatten immer viel Publikum. Ein ganz besonderes Highlight war auch heuer die fulminante Feuerschau am See. Nicht wenige harrten ihretwegen bis in die Abendstunden auf dem Markt aus, vor allem die Kinder wollten den Feuerzauber nicht versäumen und wurden nicht enttäuscht.

Die Stimmung war überall gut. Während im Festzelt am Samstagabend die „Schwappier Gässlesgeicher“ mächtig für Stimmung sorgten, wurde im Gutshof am Lagerfeuer gesungen und mancher Schwank aus dem Leben machte bis spät in die Nacht an der Taverne die Runde. Nicht alle dürften somit am Sonntagmorgen rechtzeitig aus den Federn gekommen sein, um sich dem Umzug mit Erntekrone zu den beiden Kirchen anzuschließen, der erst vor wenigen Jahren wieder ins Leben gerufen worden war.

Alle Attraktionen rund um Kirchweih und Mittelaltermarkt zu benennen, würde den Rahmen sprengen, denn in jedem Jahr beteiligt sich auch der TSV mit Fußballspielen, Plattenparty und natürlich kulinarischen Spezialitäten an der Kirchweih. Etwas Besonderes findet sich auch immer bei der Tankstelle „Just Stop“ auf der Speisekarte. Außerdem wartet das Nostalgiemuseum mit einer Ausstellung auf und im Schloss wurden Waffen aus der Zeit des Schlossbaus – also um 1700 – gezeigt. So gab es auch heuer wieder für wirklich jede Generation etwas zu erleben, zu bestaunen oder zu unternehmen. Zudem gelang es wieder, Händler und Handwerker aus den unterschiedlichsten Sparten zu verpflichten. Am Samstag kamen hier noch diverse Flohmarktstände hinzu, so dass kaum ein Besucher mit leeren Händen die Heimfahrt antrat. Einzig der einsetzende Regen am Sonntagabend trübte bei den Händlern etwas die Stimmung, galt es doch nun, nasse Zelte einzulegen. Trotzdem wird man wohl den meisten von ihnen im kommenden Jahr wieder begegnen, denn auch für die Markttreibenden, die Lagerleute, Handwerker, die Schausteller, Gaukler und Musiker ist die Teilnahme an der Kirchweih in Burgpreppach schon fast zur Tradition geworden.

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Auch in früheren Zeiten war ein Markt nie nur Podium für Handel und Verkauf, sondern ein solcher Markt lockte auch immer Gaukler, Possenreißer und Musiker zum Marktgeschehen. Die Stelzenläufer sorgten für Unterhaltung und schöne Fotomotive. Foto: Steffi Brantner
Stimmung herrschte am Samstagabend im Festzelt, als die „Schwapppier Gässlesgeicher” den Besuchern mächtig einheizten. Foto: Steffi Brantner
Mittelalter und Neuzeit mischten sich. Die Besucher konnten vom Autoscooter, zum nur wenige Meter entfernten, Lagerfeuer im Gutshof wechseln und ins Mittelalter eintauchen. Foto: Steffi Brantner
Nach dem Bieranstich durch Bürgermeister Hermann Niediek am Samstag gab es im Festzelt kein Halten mehr. Göger und Haxen fanden zur Musik der „Schlossberger Hohnhausen” reißenden Absatz. Foto: Steffi Brantner

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