GLEISENAU

Wie der Dekan doch nochmal zum „einfachen Pfarrer“ wurde

Dekanin Stefanie Ott-Frühwald bei der Entpflichtung von Pfarrer Volkmar Gregori mit Ehefrau Roswitha.
Dekanin Stefanie Ott-Frühwald bei der Entpflichtung von Pfarrer Volkmar Gregori mit Ehefrau Roswitha. Foto: Günther Geiling

„Sie sind vor fünf Jahren ins Pfarramt nach Gleisenau gekommen, haben seit dieser Zeit viel angestoßen und bewegt und waren mit Leib und Seele Pfarrer. Der Gottesdienst war für Sie das Zentrum und mit besonderer Freude haben Sie Ihre Predigten vorbereitet“. Das betonte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald bei der Entpflichtung von Pfarrer Volkmar Gregori vor zahlreichen Ehrengästen und Gemeindemitgliedern beim Festnachmittag in der Kirche, welche die zahlreichen Ehrengäste und Gemeindemitgliedern kaum fassen konnte.

Ein Festzug bewegte sich mit den Ehrengästen vom Pfarrhaus durch Gleisenau zur Kirche. Darunter waren mehr als 30 evangelische Pfarrerinnen, Pfarrer und Dekane, katholische Priester aus dem Bereich der Kirchengemeinde, viele Ehrengäste, aber auch zahlreiche Gäste aus den früheren Kirchengemeinden Ludwigsstadt, Tauperlitz, Hof und Aschaffenburg. Der Kirchenchor sowie Ingbert Sollmann an der Orgel sorgten für die musikalische Umrahmung und der Posaunenchor Gleisenau eröffnete den Gottesdienst mit einer „Fanfare“.

In seiner Abschiedspredigt lud Pfarrer Volkmar Gregori dazu ein, mit ihm zurückzublicken, das Heute zu bedenken, nach vorne zu schauen und in allem Jesus als den guten Hirten nicht aus den Augen zu verlieren.

Nach Stationen beim Lehrvikariat in Mistelgau, als Pfarrer in Tauperlitz und Hof folgte die Berufung zum Dekan in Ludwigsstadt sowie später Aschaffenburg. Nach 23 Jahren als Dekan habe er dann noch einmal eine Pfarrstelle übernehmen wollen, „wo ich vor allem das tun konnte, was ich so gerne tat: viele Gottesdienste feiern und mit anderen zusammen die Bibel lesen“. Auf diese Weise sei er 2014 nach Gleisenau gekommen. „Höhepunkte der Gleisenauer Jahren waren neben den Gottesdiensten die Gemeindeseminare und Glaubenskurse. Unvergesslich sind die Fülle und die Unterschiedlichkeit all dessen, was wir 2017 im Rahmen des Jubiläums 500 Jahre Reformation unternommen haben.“ Er blickte aber auch auf das Heute und darauf, wie sich das Leben, das Land und die Kirchen verändert haben – natürlich ließ er auch einen Blick auf das „Morgen“ schweifen.

Dekanin Stefanie Ott-Frühwald nahm dann die Entpflichtung von Pfarrer Volkmar Gregori vor mit den Worten, dass nun für ihn eine neue Lebensphase eintrete. Er bleibe aber ordinierter Pfarrer der Kirche und dazu berufen, zu predigen, zu taufen und die Feier des heiligen Abendmahls zu leiten. In den Dank bezog sie auch Ehefrau Roswitha Gregori mit ein.

Dankesworte sprachen stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Bürgermeister Walter Ziegler, der katholische Pfarrer Dr. Mathias Rusin und die katholische Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Reinwand, und Professor Ries für den „Freundeskreis der Gregorianer“, ehe Vertrauensfrau Silka Dörr sich namens des Kirchenvorstandes für eine souveräne Arbeit in der Gemeinde bedankte und dem Ehepaar Gregori für den neuen Lebensabschnitt viel Freude mit den Enkelkindern und schöne Lauf- und Wanderstrecken wünschte.

Zum Abschluss bedankte sich das Ehepaar Gregori gemeinsam bei allen Gästen und Begleitern des Lebensweges für die netten Abschiedsworte, Pfarrer Volkmar Gregori ließ dabei auch seine Ehefrau Roswitha nicht unerwähnt. „Gerade in Krisenzeiten warst du für mich Anker, Leuchtfeuer und auch Lehrmeisterin.“ Er hob aber stellvertretend auch einige Mitarbeiter in der Kirchengemeinde hervor: Herbert Hofmann (59 Jahre Leiter von Kirchen- und Posaunenchor), Christl und Herbert Käb (Säulen der Kirchengemeinde seit Jahrzehnten), Renate Derra (25 Jahre Pfarramtssekretärin), Ingbert Sollmann (45 Jahre Orgelspieler). (gg)

Die riesige Schar von evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern sowie katholischen Geistlichen beim Einzug in die Kirche.
Die riesige Schar von evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern sowie katholischen Geistlichen beim Einzug in die Kirche. Foto: Günther Geiling

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