ZELL

Wo das Castrum Ebersperc dereinst die Bistumsgrenze sicherte

Eine neue Tafel auf dem Zeller Schlossberg erinnert an die Historie der Burg Ebersberg. Anna-Lena Werb, Abt-Degen-Weintal-Prinzessin, studierte die Informationen bei der Enthüllung ganz genau. Foto: Christiane Reuther

Mit Feuerschalen und Fackeln illuminiert, erhielt am Donnerstagnachmittag das Plateau des Zeller Schlossberges, hoch über der Ortschaft Zell am Ebersberg gelegen, in ein mittelalterliches Ambiente. Anlass war eine neue Infotafel, die im Beisein von zahlreichen Gästen vorgestellt wurde. Das Trio Franz Huber, Gerhard Ullrich und Hugo Hümpfner sorgte für die musikalische Umrahmung.

Die Tafel erinnert an die Geschichte der Burg Ebersberg, die einst Castrum Ebersperc hieß. Die Burganlage befand sich als stattliches Bauwerk am nördlichen Rand des Naturparks Steigerwald und wurde im Jahre 1115 von Bischof Otto I von Bamberg erbaut oder zumindest erworben. So erklärte es Mark Werner vom Historischen Verein Landkreis Haßberge den Gästen.

Doch zuvor sprach Sandra Baritsch, Geschäftsführerin vom Naturpark Steigerwald, allen Beteiligten ihren Dank aus. Sie freute sich, dass durch die Aufstellung einer Infotafel das Wanderkonzept der 5-Sterne- Gemeinden umgesetzt werden konnte. So wurde laut Baritsch Historie, Natur und Kultur unter einen Hut gebracht. Die Tafel weist nicht nur auf die Geschichte der Burg und des Steigerwaldes hin. Von ihrem Standort aus habe man auch eine wunderbare Aussicht auf Steigerwald und die Haßberge, wie Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus bemerkte. Die Tafel ist seiner Meinung nach ein wichtiger Beitrag zum sanften Tourismus, der an Bedeutung gewinne. Für den Bürgermeisters ist wichtig, die Landschaft und Natur so zu bewahren, wie sie von den Vorfahren weitergegeben wurde. Als Sprecher der 5-Sterne-Gemeinden brachte Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein seine Verbundenheit zum Ausdruck. Mit der Tafel werde ein positiver Akzent gesetzt, wie sich die Lebensregion als Wanderregion weiter entwickle und gestärkt werde. Ein besonderer Dank galt den Wanderwarten, allen voran Udo Rhein, dem Hauptwanderwart des Steigerwaldclubs. Auf seine Initiative hin wurde die Tafel errichtet. Besonders freute sich Rhein, dass nach beinahe 400 Jahren in Person der Abt-Degen-Weintal-Prinzessin Anna-Lena Werb wieder einmal eine Hoheit auf dem Schlossberg weilte, wo ehemals eine Amtsburg stand, die als Sitz der Verwaltung und Sicherung der nördlichen Bistumsbesitzungen diente.

Ein Dank galt auch den „Burgherren“, der Familie Richard und Florian Mühlfelder aus Zell, die ihre Weinberge am Schlossberg bewirtschaften und den Gästen eine Kostprobe aus deren Ertrag reichten.

Eine neue Infotafel auf dem Zeller Schlossberg weist auf die Geschichte der Burg Ebersberg hin. Darüber freuen sich (von... Foto: Christiane Reuther

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