KNETZGAU

Wohnprojekt: Knetzgaus Grüne wollen nicht bis zur Wahl warten

Im Bereich des Knetzgauer Bauhofes könnten sich die Grünen ein Projekt zum seniorengerechten Wohnen sehr gut vorstellen. Das brachte Bürgermeisterkandidat Benjamin Schraven (rechts) beim Rundgang mit potenziellen Investoren zum Gespräch. Foto: Peter Werner

Die Nominierung von Benjamin Schraven zum Bürgermeisterkandidaten von Bündnis 90/ Die Grünen Mitte Oktober hat im politischen Leben der Gemeinde Knetzgau für einigen Wirbel gesorgt. Das zumindest stellen die Knetzgauer Grünen in einer Pressemitteilung fest.

Und die Themen, die Schraven und die Grünen in ihrem Wahlprogramm aufgegriffen haben, kommen der Verlautbarung zufolge gut in der Gemeinde an.

Positive Resonanz bei Vereinen und Verwaltung

„Wir waren echt überrascht, wie positiv die Resonanz bei den Vereinen, bei der Gemeindeverwaltung und sogar auch bei anderen Parteien ist. Unsere Themen haben offenkundig einen Nerv getroffen“, zitiert das Papier Schraven, der selber parteilos ist. Vor allem die Unterstützung der örtlichen Vereine, die Förderung seniorengerechten Wohnens und die Beseitigung der in den Augen der Grünen schwerwiegenden Mängel bei Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Knetzgauer Politik seien Kernanliegen des frischgebackenen Bürgermeisterkandidaten.

Den Ausgang der im März 2020 stattfindenden Kommunalwahlen wollen die Knetzgauer Grünen dabei gar nicht erst abwarten und wichtige Projekte schon jetzt anstoßen. „Anfangen möchten wir mit einem innovativen Projekt zum seniorengerechten Wohnen. Da haben wir nachwievor einen großen Bedarf“, erklärt Gemeinderat Peter Werner in dem Papier an die Medien. Um verschiedene Grundstücke in Knetzgau mal auf ihre grundsätzliche Eignung für Anlagen des seniorengerechten Wohnens hin zu überprüfen, haben Werner und Schraven mit Vertretern potentieller Investoren einen Dorfrundgang unternommen.

Interesse der Investoren „ist hoch“

Das Interesse von Investoren in diesem Bereich ist grundsätzlich sehr hoch, stellt Peter Werner fest. Sowohl Werner als auch Schraven betonen aber, dass eine solche Anlage auch zu einer Belebung des Ortes beitragen müsse – etwa durch für die Allgemeinheit zugängliche Geschäfte oder ein gastronomisches Angebot. Zudem könne ein solches Objekt nur unter größtmöglicher Beteiligung der Knetzgauer Bürger erfolgreich realisiert werden.

In diesem Sinne möchte der grüne Ortsverband im Januar im Pfarrsaal Knetzgau Bürger einladen, um gemeinsam mit Immobilienprofis über das Projekt ,Seniorengerechtes Wohnen in Knetzgau‘ zu diskutieren. Bei dem gesamten Projekt sollen von Anfang bis Ende die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. „Ja, wir wollen in Knetzgau mehr Demokratie wagen“, sagt dazu mit einem Augenzwinkern Bürgermeisterkandidat Schraven in Anspielung auf das bekannte Willy-Brandt-Zitat.

Zeiten ohne Bürgerbeteiligung „ist vorbei“

Er fügt hinzu, dass die Zeiten, in denen die Leute bei solchen Projekten einfach vor vollendete Tatsachen gestellt worden sind, nun vorbei seien. „Wenn die Leute das als ihr Projekt sehen und voll mitziehen, dann ist das deutlich mehr wert als selbstherrliche Zeitungs- oder Facebook-Fotos von Lokalpolitikern bei Spatenstichen oder Einweihungen“, zitiert die Pressemitteilung Schraven abschließend.

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