RÜGHEIM

Zustand der Rügheimer Kapellgasse erhitzt Gemüter in Rügheim

Hohe Bürgerbeteiligung bei der Bürgerversammlung in Rügheim, hier bei der Ortseinsicht in der Kapellgasse. Foto: Martin Schweiger

Der schlechte Zustand der Kapellgasse, die von der Hauptstraße aus ins Neubaugebiet führt, war eines der Themen der Bürgerversammlung. Die Fahrbahn ist uneben und mit Löchern übersät. Bei Regen staut sich das Wasser auf der Straße. Ein Gehsteig fehlt. Hinzu kommt, dass die alten Akazienbäume bei Sturm oder Gewitterregen Äste und Laub abwerfen. Bürgermeister Wolfgang Borst verwies darauf, dass die Straße wegen des schlechten Unterbaus komplett saniert werden müsse.

Nach dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge, die die Bürger früher zu zahlen hatten, fehlten jedoch derzeit die Mittel. Bis heute habe er beispielsweise vom Staat keinen Cent für die Sanierung der Hauptstraße in Hofheim erhalten, so Borst. Möglich sei, als eine Erstmaßnahme, die Löcher mit Feinschichtasphalt zu schließen. Für eine Komplettsanierung benötige die Stadt jedoch zuerst eine Finanzierungszusage des Staats.

Rolf Hirschlein monierte, dass die Akazien, die der Straße einen Allee-Charakter verleihen, gefährlich seien. Bei Gewitter oder Starkregen würden Äste herabfallen. Borst erwiderte, dass die Bäume nicht vorschnell gefällt werden könnten. Zunächst soll Revierförster Bernhard Streck die Bäume begutachten.

Zum Thema Kläranlage sagte Borst, dass die Hofheimer Kläranlage auf Faulung umgestellt werde. Danach könnte über eine Rohrleitung Rügheim mit Hofheim verbunden werden. Bis dies geschieht, würden noch fünf Jahre ins Land gehen. Ein Bürger stieß sich am Vorgehen des Bayernwerks bei der Erdverkabelung. Ohne Voranmeldung stehe ein Bagger da und grabe ein Loch, ohne dass ein Warnschild aufgestellt werde. Borst informierte, dass die Stadt ebenfalls nicht wisse, wo Arbeiten durchgeführt würden. Ob der Wasserpreis wegen der Renovierungsarbeiten in der Kläranlage steigen würde, wollte ein weiterer Bürger wissen. Borst erwiderte, dass er darüber noch keine verlässliche Auskunft gebe könne. Er selbst favorisiere das „Contracting-System“ bei dem der Wasserpreis für die Bürger gleich bleibt und die Kosten über die dann niedrigeren laufenden Betriebskosten abgezahlt werden, ohne dass Zahlungsbescheide an die Bürger verschickt werden müssen.

Ein Hauptstraßen-Bewohner beklagte den „Grand-Prix von 4.30 Uhr früh bis 21 Uhr abends“ und wünschte sich eine Verkehrsberuhigung. Borst sagte, dass demnächst eventuell doch Zebrastreifen und feste Blitzanlagen eingeführt würden. Eine Diskussion hierüber laufe derzeit im Landtag. In der Hauptstraße solle nach Angaben von Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt im kommenden Jahr Flüsterasphalt eingebaut werden.

Das Problem sei, dass Straßenbaufirmen derzeit voll ausgelastet seien. Die Plakatierung mit Werbeschildern nimmt Überhand. Viele Schilder würden nicht entfernt. Borst sagte, dass er den Bau- oder Grüntrupp damit beauftragen werde, diese Schilder zu entfernen und den Veranstaltern eine Rechnung für die Entsorgung zu schicken.

Auch der Zustand der Straßen im Bereich Spielplatz und Landhotel sei schlecht, sagten einige der rund 40 Anwesenden. Borst sagte, dass der Feinschichtasphalt, der lange nicht lieferbar war, demnächst eintreffe und dann die Löcher vom Bautrupp geschlossen würden.

Der Schüttbau geht am 6. Oktober 2019 in das Eigentum der Stadt über. Die Buchungen laufen bereits jetzt über das Sekretariat der Stadt Hofheim und nähmen zu, so Borst. Das historische Gebäude solle in Zukunft auch für andere Veranstaltungen wie Hochzeiten vermietet werden. Bis ins Jahr 2021 lägen schon Buchungen vor. Das Team müsse um bis zu drei Damen vergrößert werden. Ein neuer Hausmeister wurde bereits eingestellt. Fördermittel vom Staat gebe es keine. Unter dem Strich sei der Schüttbau ein Minusgeschäft für die Stadt, sagte Borst. (msch)

Siegfried Burger (von links) sowie Bürgermeister Wolfgang Borst und zweiter Bürgermeister Reinhold Giebfried begutachten... Foto: Schweiger

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