KREIS HASSBERGE

Zwangsgelder waren nicht nötig

Daten für die Statistik zu sammeln, das hört sich ähnlich trocken an, wie das, was dann am Ende in Tabellenform herauskommt. Muss aber nicht sein, berichtete Horst Hofmann, Geschäftsführer am Landratsamt und Leiter des so genannten „Zensus 2011“.

60 Interviewer waren für den Zensus unterwegs. Darunter rund auch die Hälfte erwachsene Schüler aus dem Abi-Jahrgang 2011. Und statt der vielleicht ursprünglich befürchteten Skepsis gegenüber den Daten-Erhebern gab es bei vielen Besuchen interessante Gespräche und sie wurden nett aufgenommen. Ein Beispiel: Gar mit Kuchen wurde einem Zensus-Interviewer aufgewartet. Ein anderer berichtete, dass er drei interessante Stunden bei einem älteren Ehepaar verbracht hatte.

Und dies hängt wohl auch damit zusammen, wie auf die Interviewten zugegangen wurde. Die guten Ergebnisse der Befragung seien wohl im Wesentlichen dem „taktvollen und aufmerksamen Auftreten unserer Interviewer zu verdanken“, blickt Hofmann auf die Arbeit der Schüler und zudem aktiven und bereits im Ruhestand befindlichen Amts-Kollegen zurück.

Im Juni 2012 wurden die Zensus-Arbeiten beendet, so Horst Hofmann im Kreisausschuss des Kreistags. Von den 1997 Adressen wurden im ersten Zug 95 Prozent Antworten erreicht. Am Ende blieben acht Fälle übrig, die nicht geklärt werden konnten. Zwar hatte man in 14 Fällen Zwangsgelder verhängt, die allerdings nicht eingezogen wurden. Weil dann in den meisten Fällen der Pflicht auf eine Antwort von den Betroffenen nachgekommen wurde. „Die Haßbergler sind halt brave Leut'“, lautete dazu das Statement von Rita Stäblein von den Bündnisgrünen. Die zugleich zu den Kosten nachfragte.

Für seine Aufwendungen (mehr als 100 000 Euro) – vor allem Personalkosten – erhält der Landkreis Erstattungen. Rund 70 Prozent davon habe man bereits erhalten, berichtete Hofmann weiter.

Hofmanns Fazit: „Der Zensus ist bei uns sehr gut gelaufen.“ Es habe nur wenige Streitfälle gegeben, Zensusstelle und Interviewer hätten wohl in den Gesprächen viel Verständnis für die Umfrage erwecken können. Und so sammelt mancher junge Interviewer nicht nur Daten, sondern in Gesprächen mit den Menschen gute persönliche Erlebnisse, wie Horst Hofmann berichtete.

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