HASSFURT

Zwei Notlandungen versucht, dann der tödliche Absturz

Feuerwehrleute waren am vergangenen Dienstagabend vor dem Hauptquartier der österreichischen Elitepolizei Cobra bei Wiener Neustadt im Einsatz. Ein mit zwei Menschen besetztes Sportflugzeug aus Haßfurt war zuvor auf das Gebäude gestürzt.
Feuerwehrleute waren am vergangenen Dienstagabend vor dem Hauptquartier der österreichischen Elitepolizei Cobra bei Wiener Neustadt im Einsatz. Ein mit zwei Menschen besetztes Sportflugzeug aus Haßfurt war zuvor auf das Gebäude gestürzt. Foto: FOTO dpa

(MaS) Eine unglückliche Verkettung von Umständen hat am vergangenen Dienstag zum Absturz eines Haßfurter Leichtflugzeuges vom Typ Corvus Phantom auf die Kaserne der Wiener Elitepolizei-Truppe „Cobra“ geführt. Dies sagte jetzt Ernst Schuch vom österreichischen Landeskriminalamt nach Abschluss der Untersuchungen einer Flugunfall-Kommission.

Bei dem Absturz waren – wie ausführlich berichtet – die beiden Insassen des Fliegers gestorben: Alfred K. (56), der aus Erlangen stammende Gründer der Flugzeug-Firma Ulbi am Haßfurter Flugplatz, sowie der aus dem Raum Bamberg stammende Unternehmer Achim H., der die Maschine steuerte.

Sie hatten auf dem Weg von Haßfurt nach Ungarn im starken Nebel die Orientierung verloren. Wenige Minuten vor dem Absturz hatte der Pilot, so das österreichische Landeskriminalamt, noch versucht, bei Weikersdorf auf einer Wiese notzulanden, was aber scheiterte. Auch am Hornbach-Parkplatz bei Wiener Neustadt (50 Kilometer südlich von Wien) plante er eine Notlandung. Beide Male musste Achim H. den Anflug abbrechen.

Dann versuchte der Pilot das Flugfeld West zu erreichen, verwechselte dabei aber die orangen Blinklichter am Funkmast auf dem Dach der Cobra-Zentrale mit den Lichtsignalen des erhofften Militärflugplatzes. Die Folge: der tödliche Absturz.

Die Witwe des Ulbi-Gründers Alfred K. und Geschäftsführerin des Unternehmens, Angelika K., wandte sich inzwischen in einem offenen Brief auf der Internet-Seite des Unternehmens an Kunden und Freunde des Unternehmens. Darin drückte sie ihr Mitgefühl für die Ehefrau von H. und deren drei Kinder aus.

Sie wolle das Vermächtnis ihres Mannes erfüllen, „der so viel Herzblut in die Firma gelegt hat.“ Angelika K. und der zweite Geschäftsführer zeigten sich in ihrer Erklärung „ermutigt, das Unternehmen fortzuführen und in der Arbeit Trost zu finden“.

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