Hammelburg

Nahverkehr war Thema einer Online-Konferenz mit MdB Rottmann

MdB Dr. Manuela Rottmann (Grüne) machte in einer knapp zweistündigen Online-Konferenz zum Thema, wie Nahverkehr auch im ländlichen Raum besser funktionieren könnte. Zu Gast war Cem Özdemir, seit 2018 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur im Bundestag. Mehr als 80 Interessierte loggten sich am Montag ein, um sich mit den beiden Abgeordneten über mögliche Optionen einer Verkehrswende auszutauschen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Büros der Abgeordneten hervor.

Rottmann verdeutlichte am Beispiel des Landkreises Haßberge die Abhängigkeit vom eigenen Auto. Die Zahl der privaten Fahrzeuge im Landkreis habe sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Bei der Erreichbarkeit eines alltagstauglichen Grundangebots von Bus und Bahn belege der Landkreis Haßberge in der bundesweiten Statistik den 379. Rang von 401 Landkreisen.

Nachhaltige Mobilität sei für Deutschland ein „riesiger Zukunftsmarkt“, eröffnete Cem Özdemir seine Ausführung. Der Verkehrsexperte habe an der jüngst beschlossenen Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes mitgewirkt, seinen Optimismus schöpfe er auch aus dem Koalitionsvertrag, den die Grünen mit der CDU in Baden-Württemberg verhandelt hätten. Mit der darin verankerten Nahverkehrsabgabe stehe perspektivisch mehr Geld für den Ausbau des Nahverkehrs zur Verfügung.

Unter den Diskussionsteilnehmern bestand Einigkeit darüber, dass das ÖPNV-Angebot in der Region unzureichend sei. Diskutiert wurde auch die Frage, warum das derzeit vorhandene Angebot vergleichsweise wenig in Anspruch genommen werde. Es sei ein breiteres Angebot im Nahverkehr nötig, damit sich die Menschen auch darauf einlassen, so Manuela Rottmann. Es müssten zusätzliche Anreize geschaffen werden wie Car-Sharing oder das Angebot von Leih-Rädern. 

Mit Verboten ließe sich im Bereich des Nahverkehrs nichts erreichen, ist Özdemir überzeugt. Man müsse Alternativen zum Auto anbieten, diese attraktiv gestalten und die notwendigen Ressourcen dafür zur Verfügung stellen. Dies könne durch eine Umschichtung innerhalb des Verkehrs-Etats gelingen.

Wichtig für Manuela Rottmann genauso wie für Cem Özdemir sei es, den Kommunen im Bereich der Verkehrsregelung eine stärkere Verantwortung zukommen zu lassen. Darüber hinaus sollten die Bürger vor Ort bei den Entscheidungsträgern für ihre Anliegen kämpfen. Bürgerbeteiligung spiele bei der Verkehrswende eine zentrale Rolle, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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