Maroldsweisach

Bürgermeister dementiert Gerüchte um Industriegebiet

Die entsprechende Abfahrt wurde bereits gebaut – doch es geht schon seit geraumer Zeit nicht weiter. Inzwischen kursieren wilde Gerüchte in der Marktgemeinde Maroldsweisach bezüglich des geplanten Industriegebietes, auf dem sich ein Einkaufsmarkt und eine Tankstelle ansiedeln sollen. Was den Einkaufsmarkt betrifft, sind noch einige Unterlagen nachzureichen. Für die Tankstelle mit Waschplätzen wurde der Bauantrag in der Gemeinderatssitzung abgesegnet.
Foto: Stefanie Brantner | Die entsprechende Abfahrt wurde bereits gebaut – doch es geht schon seit geraumer Zeit nicht weiter. Inzwischen kursieren wilde Gerüchte in der Marktgemeinde Maroldsweisach bezüglich des geplanten ...

Von Investor abgesprungen bis hin zum Feldhamster, der das Baugelände besiedelt, ranken sich die Gerüchte in der Marktgemeinde bezüglich des geplanten Industriegebietes, auf dem sich ein Einkaufsmarkt und eine Tankstelle ansiedeln sollen.

Das sei Unsinn, dementierte in der Gemeinderatssitzung Bürgermeister Wolfram Thein. Wie zum Beleg, wurde der Bauantrag für die geplante Tankstelle, mit drei Waschplätzen, abgesegnet. Nach Fertigstellung können hier an einer Tankstelle, mit Kartenbetrieb, rund um die Uhr alle gängigen Kraftstoffarten bezogen werden. Für Elektroautos soll in naher Zukunft eine Auflademöglichkeit installiert werden. Allerdings an anderer Stelle und unter der Regie der Gemeinde, ließ Thein wissen.

Was den Einkaufsmarkt betreffe, so habe man den Bauantrag ja bereits im Januar behandelt. Er liege beim Landratsamt. Allerdings seien noch Unterlagen nachzureichen. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung würden die Erdarbeiten vergeben und dann könne es auch schon bald losgehen, so Thein.

In der Sitzung ging es auch um eine Grundsatzentscheidung zu Freiflächen-Fotovoltaikanlagen. Darüber hatte der Bauausschuss beraten und den Beschluss gefasst, dass die Gemeinde eine Begrenzung auf 15 Prozent der Gemarkungsfläche und fünf Prozent der Gemeindefläche als Obergrenze festlegt. Dieser Beschluss wurde nun im Gemeinderat diskutiert. Die Ansichten gingen jedoch weit auseinander. Während einige die Fläche als zu knapp bemessen ansahen, wollten andere, die Fläche noch vergrößert wissen.

Thein erklärte, dass die Festlegung eines Prozentsatzes eine Art Leitfaden für die Verwaltung darstelle. Bei Anträgen, die sich auf besonders geeignete Flächen bezögen, werde man im Rahmen einer Einzelfallprüfung im Gremium entscheiden, sollte die Flächenbegrenzung bereits erreicht sein. Es sei aber wichtig, eine Begrenzung festzulegen, da man mit vielen Anträgen rechne. Die Module seien wesentlich günstiger geworden und somit sei dieser Sektor für Investoren attraktiv. Man wolle und brauche den Energiemix, müsse dabei aber auch das Landschaftsbild und den Tourismus berücksichtigen.

Mit einer Gegenstimme wurde folgender Beschluss gefällt: Die vom Bau- und Umweltausschuss vorgeschlagene Höchstgrenze für die Errichtung von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen in Höhe von fünf Prozent bezogen auf die in Frage kommende Gesamtfläche des Marktgemeindegebietes beziehungsweise 15 Prozent der in Frage kommenden Gesamtfläche je Gemarkung wird, wie vom Bauausschuss vorgeschlagen, vom Gemeinderat festgelegt. Zudem wird vorab eine Umweltverträglichkeitsprüfung für jedes Vorhaben durch die Verwaltung in Auftrag gegeben. Die Kosten muss der Vorhabensträger übernehmen. (bra)

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