Ebelsbach

CSU-Antrag zum "Herrenwald": Alternatives Bauland

„Wir beantragen die Planungen zum Baugebiet am Herrenwald mit sofortiger Wirkung zurückzustellen. Stattdessen schlagen wir vor, alternative Baugebiete zu erschließen und mit einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept die Weichen für eine kontinuierliche Innenentwicklung von Ebelsbach zu stellen.“ So lautete ein Antrag, der von der CSU-Fraktion beim Gemeinderat eingereicht wurde.

Nach ausgiebiger Diskussion in der jüngsten Ratssitzung wurde darüber aber nicht beschlossen, sondern bei zwei Gegenstimmen eine Vertagung vorgenommen.

CSU-Fraktionsvorsitzender Roland Metzner erinnerte an die Gespräche des Bürgerbegehrens mit der Gemeinde und den Fraktionsvorsitzenden, die offenbar in eine Sackgasse führten. Eine Westanbindung an das Gewerbegebiet „an der Lohwiese“ oder gar die ehemalige B 26 sei derzeit unabhängig von Naturschutzgründen alleine aus finanziellen Gründen keine wirkliche Option, solange der Bereich zwischen dem Gewerbegebiet und dem geplanten Baugebiet nicht auch erschlossen werde.

Konzept vorgestellt

Deswegen stellte man ein Konzept mit konkreten Vorschlägen vor. Darin waren enthalten: die Nutzung der vorhandenen Bauplätze entlang der „Schützenstraße“, Schaffung eines Baugebietes an der „Maingasse“, Beplanung des Schlossareals in der Dorfmitte von Ebelsbach mit Eigentumswohnungen und Reihenhäusern (insgesamt 40 Wohnungen), Anbindung der „Weingartenstraße“ an das Gewebegebiet an der „Lohwiese“, Erweiterung des Flächennutzungsplanes „am Schönberg“ und zusätzliche Baugebiete in allen Ortsteilen.

Dieses Konzept biete die Vorteile, dass sich die Ortschaft kontinuierlich von innen heraus entwickle, der Altort belebt werde, durch Beplanung des Schlossareals eine neue Dorfmitte entstehe und durch seniorengerechtes Wohnen im Ortskern Wohnraum „auf dem Berg“ frei mache, so die CSU.

Viele Wortmeldungen

Bürgermeister Martin Horn nahm dann zu den Vorschlägen Stellung, zeigte sich aber derzeit nicht bereit, das Vorhaben „am Herrenwald“ aufzugeben, weil man hier kurzfristig erschließen könne, was bei den Lückenschlüssen nicht der Fall sei.

Es kamen viele Wortmeldungen. Tobias Ziegler sah in dem Antrag und den Vorschlägen absolut keine Alternative, weswegen man die Diskussion zum Abschluss bringen sollte. Markus Reinwand war der Altort wichtig, in dem etwas bewegt werden müsste. Dem schloss sich auch Helmut Schöpplein an. Andreas Hoch fand zwar auch gute Dinge dabei und schöne Gedanken, aber nichts Greifbares.

Patricia Mück waren noch zu viele Sachen unklar, wie die rechtliche Klärung oder auch der Ausgang der Grundstückverhandlungen für die Bauparzellen „am Herrenwald“, deren Ausgang man abwarten sollte.

Geschäftsleiter Matthias Klauda versuchte den Kompromiss. „Ein solcher Antrag muss ja nur behandelt, es muss nicht abgestimmt und er kann zurückgestellt oder vertagt werden.“ Dies brachte dann Bürgermeister Horn zur Abstimmung, und bei zwei Gegenstimmen wurde die Abstimmung vertagt.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Haßberge und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Ebelsbach
Bauland
Bürgermeister und Oberbürgermeister
CSU
Eigentumswohnungen
Martin Horn
Ortsteil
Stadträte und Gemeinderäte
Wohnbereiche
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!