Haßfurt

„Das muss bezahlen, wer bestellt“

In Limbach baut das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt derzeit die neue Brücke zum Schleusengebäude und zum Sportgelände...
| In Limbach baut das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt derzeit die neue Brücke zum Schleusengebäude und zum Sportgelände...

Eingangs der Stadtratssitzung wurden die Ratsmitglieder von der Leiterin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg, Baudirektorin Mareike Bodsch, über den weiteren Ausbau des Maines ab Limbach informiert. Die Schleusen Knetzgau und Ottendorf sind die letzten noch nicht neu ausgebauten Staustufen im Verlaufe des Mainausbaus, hierfür läuft jetzt das Planfeststellungsverfahren. In Limbach wird lediglich noch der Vorhafen ausgebaut, die Arbeiten an der Schleuse sind bereits abgeschlossen. Begonnen hat hier jedoch der Bau der neuen Brücke über das Schleusenbecken, die auch zum Sportgelände führt.

Die Baudirektorin zeigte auf, welche Bedeutung der Main als Wasserstraße auch als Verbindung zwischen Nordsee und Donau hat. Die Umweltbilanz der Binnenschifffahrt sei hervorragend. So ersetzt ein Güterschiff 82 Lkw oder 42 Tankwaggons der Bahn und verbraucht dabei weniger als ein Viertel der Energie, die ein Lkw pro Tonne benötigt. Stark zunehmend sei der Personenverkehr, vor allem bei den Flusskreuzfahrten erwarte man noch weiterhin steigende Zahlen.

Zum Zeitrahmen erklärte sie, dass das Planfeststellungsverfahren wohl 18 Monate dauern werde, im Jahr 2021 soll der gesamte Mainausbau abgeschlossen sein.

Mehrfach hatte die Stadt Eltmann Anlauf genommen, im Zuge des Ausbaus auch eine Schiffsanlegestelle zu erhalten. Doch solche touristischen Einrichtungen werde der Staat nicht finanzieren, erklärte die Amtsleiterin kategorisch: „Das muss bezahlen, wer bestellt“, antwortete Mareike Bodsch auf die Anfrage von Hans-Georg Häfner.

17 Seiten umfasste die Vorlage zur Behandlung der Anregungen und Einwände zum Bebauungsplan „Sondergebiet ELT-Auen“. Die meisten Einwände kamen erwartungsgemäß von der Gemeinde Ebelsbach. Sie wurden jedoch allesamt durch Gutachten beziehungsweise die Stellungnahmen der Fachbehörden widerlegt. So lautet der Tenor der landesplanerischen Beurteilung, dass Eltmann Nachholbedarf in Sachen Lebensmittel-Einzelhandel und keine Alternativstandorte in größerer Stadtnähe hat. Dass sich in Ebelsbach die Flächen konzentrierten, sei eher eine Fehlentwicklung dort. Das Verhältnis liegt derzeit bei 300 Quadratmetern in Eltmann zu 4340 Quadratmetern in Ebelsbach. Die Abwägungen zu den Einwänden wurden allesamt einstimmig beschlossen, so dass das Verfahren jetzt seinen weiteren Gang gehen kann. In den „ELT-Auen“ auf dem Gelände der früheren Kistenfabrik Rebhan will ein Bauträger für einen Lebensmittel-Vollsortimenter und einen Discounter (Edeka und Aldi) bauen.

Zugestimmt wurde vom Stadtrat der Einleitung eines Flurbereinigungsverfahrens in Weisbrunn. Als Nachbarkommune war die Stadt Eltmann um Stellungnahme zum geplanten Bebauungsplan „Ehemaliges Werksgelände Südzucker“ in Zeil gefragt. Auf der dortigen Industrie-Brache sollen acht Gewerbegrundstücke ausgewiesen werden. Dagegen gab es keine Einwände. „Im Gegenteil, es tut uns allen gut, wenn sich in irgendeiner Kommune in der Umgebung ein Betrieb ansiedelt“, erklärte Bürgermeister Michael Ziegler.

...im Zuge des Mainausbaus wird außerdem der Vorhafen noch ausgebaut.
Foto: Sabine Weinbeer | ...im Zuge des Mainausbaus wird außerdem der Vorhafen noch ausgebaut.
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