HOFHEIM

Die Hand ist der sichtbare Teil des Gehirns

Im Foyer der Aula der Volksschule prangt an der Stirnseite ein großformatiges Plakat. Es zeigt exakt 282 Paar Hände, die sich dem Besucher entgegen strecken. Es sind die Hände der 282 Hauptschüler, die die Mädchen der „AG Künstlerwerkstatt“ aus verschiedenen Klassen fotografiert und aneinander gereiht haben.
282 Paar Hände, fotografiert und auf farblich abgestimmte Hintergründe gestellt, sind auf einem großen Plakat zu sehen. Es wurde von den Schülern der AG Künstlerwerkstatt hergestellt.       -  282 Paar Hände, fotografiert und auf farblich abgestimmte Hintergründe gestellt, sind auf einem großen Plakat zu sehen. Es wurde von den Schülern der AG Künstlerwerkstatt hergestellt.
Foto: FOTO German Schneider | 282 Paar Hände, fotografiert und auf farblich abgestimmte Hintergründe gestellt, sind auf einem großen Plakat zu sehen. Es wurde von den Schülern der AG Künstlerwerkstatt hergestellt.

Es war das meist bewunderte Werk bei der Eröffnung der Kunstausstellung, wohl alle Eltern, die zur Vernissage kamen, blieben davor stehen und suchten die Hände ihrer Tochter oder des Sohnes. Doch es gibt noch viel mehr zu sehen. Da sind die Handdrucke der Klasse 9a oder die Fühlbox, die durch einen neugierigen Handdruck erforscht wird.

Alle Schüler hatten sich etwas einfallen lassen, hatten mit ihren Lehrern Projekte um das gleiche Thema gestartet und unterschiedlichste, aber auch beeindruckende Ergebnisse geschaffen.

Die Mutter aller Werkzeuge

Schulleiter Werner Holzinger erlaubte sich einige philosophische Gedanken zur menschlichen Hand, die eine wesentliche Voraussetzung für die eigentliche Menschwerdung war. Schon Aristoteles hatte die Hand „als Werkzeug aller Werkzeuge“ bezeichnet und Kant formulierte die Hand gar als der sichtbare Teil des Gehirns.

Doch der Schulleiter verwies auch darauf, dass es vor allem die Finger sind, die für die Menschen vielfältige Nutzen und Bedeutung haben. Hand aufs Herz, Händchen halten, mit leeren Händen dastehen, jemand die Hand reichen, Hände hoch – alles Begriffe und Redewendungen, bei denen die Hand zum Symbol wird.

Überrascht, wie zielstrebig die Schüler auf die Ausstellung hingearbeitet hatten und wie sie von ihnen präsentiert wurde, war Schulzweckverbandsvorsitzender Wolfgang Borst, der sowohl den jungen Künstlern als auch ihren Lehrmeistern ein großes Kompliment machte.

Ehemalige Lehrer zu Gast

Wie es an der Hauptschule gute Sitte ist, waren zur Eröffnung auch die ehemaligen Lehrer eingeladen. Einer sah „Hände“ mit glänzenden Augen: Ullrich Mücke, einst Rektor und Mentor, sah, dass die Saat, die er einst gesät hat, heute immer noch aufgeht.

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