Breitbrunn

Breitbrunn: Familienkreuzweg „to go“ per QR-Code

Familienkreuzweg in Breitbrunn: Bei der Station „Jesus wird ans Kreuz genagelt“, dürfen die Kinder selbst Nägel in einen Baumstumpf schlagen, wie es hier Nicolas tut. Amelie (links) vor der Texttafel zur Kreuzwegstation und dem QR-Code, über den man mit dem Smartphone Lieder hören und auch mitsingen kann.
Foto: Günther Geiling | Familienkreuzweg in Breitbrunn: Bei der Station „Jesus wird ans Kreuz genagelt“, dürfen die Kinder selbst Nägel in einen Baumstumpf schlagen, wie es hier Nicolas tut.

Alljährlich am Karfreitag rückt der Kreuzweg im kirchlichen Leben in den Mittelpunkt, aber in diesem Jahr stellt die „Corona-Pandemie“ auch diese Tradition vor besondere Herausforderungen. Das „Kinder-Kirchen-Team“ mit Diakon Joachim Stapf und Gemeindereferent Matthias Vetter haben in Breitbrunn dafür gesorgt, dass man einen solchen Kreuzweg auf eine ganz besondere Art erleben kann. Auf dem Weg gibt es verschiedene Aufgaben, die man lösen darf und Geschichten vom Kreuzweg, den Jesus gehen musste.

Zu allen Zeiten haben Menschen Pilgerreisen ins Heilige Land unternommen, um Orte zu besuchen, an denen Jesus gelebt und gewirkt hat. Jerusalem war dabei von ganz besonderer Bedeutung und der erste Kreuzweg war die „via dolorosa“ in der Altstadt von Jerusalem, ausgehend vom Ort der Verurteilung bis hinauf nach Golgotha, wo er gestorben ist. Die Jerusalempilger haben die Idee und den Leidensweg Jesu mit in ihre Länder genommen und so entstanden ab dem frühen Mittelalter viele unterschiedliche Kreuzwege, die fast in jeder Kirche oder auch im Freien heute noch zu sehen sind.

14 Stationen aus Sandstein in der Natur

In Breitbrunn gibt es seit einigen Jahren einen solchen Kreuzweg aus Sandstein-Skulpturen mit 14 Stationen in der Natur. Diesen können in der Karwoche vor allem Familien mit ihren Kindern auf einem für sie zugeschnittenen Kreuzweg erleben und ihn selbstständig ohne Anmeldung ablaufen – als „Kreuzweg to go“ und Vorbereitung auf Ostern. Dabei sollte man einen dicken Filzstift, eine Schere, ein Stück Schnur und einen Hammer bei sich haben. Manchmal muss man auf dem Weg auch etwas für die nächste Station suchen.

Auf dem Weg soll man auf verschiedene Dinge achten, weil man die auch fühlen kann. Und mit einem Smartphone kann man sich sogar an einem „Würfelmuster“ bedienen, sogenannten QR-Codes, über die man zum Beispiel das Auftaktlied „Geh mit uns auf unserem Weg“ hören und dabei mitsingen kann. Ebenso erhält man Texte für die verschiedenen Altersstufen.

Erklärungen auf kindgerechte Weise

Auf eine kindgerechte Art und Weise wird dabei versucht die Texte und Bedeutung der verschiedenen Stationen zu erklären. Bei der 2. Station „Jesus wird zum Tode verurteilt“ steht ein großes Gefäß mit der Aufforderung: „Tauche deine Hand in den Sand! Wie fühlt es sich an? Nimm etwas Sand zwischen die Handflächen und reibe sie aneinander! Lass den Sand durch die Finger rieseln und schleudere die Hand aus!“ Hiermit soll eine Verbindung geschaffen werden zu der Aussage „Ich wasche meine Hände in Unschuld. Ich will nichts mit dieser schmutzigen Sache zu tun haben.“

Bei der dritten Station „Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schuler“ werden die Teilnehmer gebeten „nehmt einen Stecken und bindet mit ihm ein Kreuz“ und dabei werden Gedanken vermittelt wie: „Du hast das Kreuz für uns getragen. Wenn uns in unserem Leben etwas schwer drückt, dann dürfen wir damit zu dir kommen.“

Einen Nagel fest in das Holz schlagen

„Jesus wird ans Kreuz geschlagen“ heißt eine weitere Station und hier können die Kinder oder Jugendlichen einen Nagel fest in das Holz schlagen entsprechend der Erzählung „da steht der Soldat mit dem Hammer in der Hand. Er nagelt Jesus fest an Händen und Füßen“. Aber auch die Verbindung zum eigenen Leben wird dabei gesucht mit dem Hinweis: „Manchmal verletzen dich andere mit Worten oder mit Taten. Manchmal wird dabei dein Körper verletzt und manchmal auch dein Herz.“

Schließlich können die Besucher des Kreuzweges bei der Station „Jesus wird ins Grab gelegt“ einen Becher mit Boden füllen und einen Samen hineinlegen. Sie hören dabei die Gedanken: „Guter Jesus, wie ein Samenkorn wirst du in die Erde gelegt. So wie aus dem Korn eine Frucht wird, wirst du vom Tode auferstehen. Du bist für uns wie das Licht der Welt.“

Auch in Ebelsbach in der katholischen Kirche, in Stettfeld neben der Kirche und in Kirchlauter (Kirchlauterer Wald) ein Kreuzweg angeboten. In der zweiten Osterferienwoche sind die Familien mit ihren Kindern dann zu einer weiteren Aktion eingeladen, bei der in den Ortschaften ein großes, buntes Osterbild entstehen soll.

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