Augsfeld

Für ein Jahrhunderthochwasser ist Augsfeld gut gerüstet

Gut besucht war die Bürgerversammlung in Augsfeld. Themen wie der mobile Hochwassersteg, die Verkehrssituation in verschiedenen Bereichen, der Lindenhain und Sanierungsarbeiten an der Friedhofsmauer waren die beherrschenden Themen des Abends.
Foto: Stefanie Brantner | Gut besucht war die Bürgerversammlung in Augsfeld. Themen wie der mobile Hochwassersteg, die Verkehrssituation in verschiedenen Bereichen, der Lindenhain und Sanierungsarbeiten an der Friedhofsmauer waren die ...

Im ehemaligen Augsfelder Rathaus, dem heutigen Gasthaus Schmitt, blieb kein Platz frei, als Bürgermeister Günther Werner die Bürgerversammlung eröffnete.

Das Stadtoberhaupt freute sich über den regen Besuch, bemängelte aber gleich zu Beginn, dass das Ortseingangsschild noch immer in schlechtem Zustand ist. Wie jedoch aus der Versammlung zu hören war, ist man bereits daran, das marode Holzgestell zu erneuern. Die Tafel müsste nur einen neuen Rahmen haben. Darum würden sich die Vereine in Kürze kümmern. Um die Info-Tafel, die im Lindenhain angebracht werden soll, kümmern sich ebenfalls die Vereine. Wie Werner erklärte, steht der Lindenhain unter Denkmalschutz. Dies gelte es zu berücksichtigen, wenn an das dortige Allzweckgebäude eine WC-Anlage angebaut wird. Man müsse hier erst mit dem Denkmalschutz Verbindung aufnehmen, erklärte Werner. Mit dem Wasserwirtschaftsamt habe man die Angelegenheit bereits erörtert und grünes Licht bekommen.

Sollte es wieder einmal ein Jahrhunderthochwasser geben, so ist der Augsfelder Altort nun gut gerüstet, teilte das Stadtoberhaupt mit. Die Stadt habe im vergangenen Herbst einen Hochwassersteg angeschafft, der auf zwei Meter Breite den Anwohnern die Möglichkeit bietet, trockenen Fußes, bis zu den Bahngleisen zu gelangen. Bis hierhin stand das Wasser nachweislich bei historischen Hochwasserereignissen nämlich schon.

Was die schlechte Internetverbindung in Kleinaugsfeld sowie das schlechte Mobilfunknetz betrifft, so verwies der Bürgermeister auf die konstruktiven Gespräche, die hier derzeit mit den Anbietern geführt würden. Er hoffe auf eine baldige Besserung der Situation.

Schlechte Straßen

Bezüglich des schlechten Zustands der „Augsfelder Straße“ konnte Werner keine Hoffnung auf eine Komplettsanierung machen. Die Stadt würde den Wegfall der Straßenausbaubeiträge (Strabs), die im vergangenen Jahr abgeschafft wurde, nur mit einer Pauschale von 41 000 Euro vom Staat ausgeglichen bekommen. „Viel zu wenig“, wie Bürgermeister Werner feststellte. Derzeit werde aber geprüft, ob die Straße abgefräst und dann mit einer neuen Deckschicht versehen werden kann.

Auch gegen die Raser in der Bamberger Straße will die Stadt vorgehen, so Werner. Die Polizei habe hier bereits Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und Überschreitungen der vorgegebenen 30 Stundenkilometer festgestellt. Für weitere Messungen, die auch etwas versteckter durchgeführt werden könnten, müssten allerdings die Anwohner der Polizei erlauben, in privaten Einfahrten zu stehen. Bezüglich des „Otmar-Hammer-Weg“ teilte Werner mit, dass der „Trichter“ ausgeweitet worden sei. Zuvor waren hier Lkw mit Sattelauflieger, die die Lebenshilfe beliefern wollten, regelmäßig gegen die Dachrinne eines Gebäudes gefahren. An der Einfahrt von der Pfarrer-Kraiß-Straße in die Bamberger Straße werde die Anbringung eines Spiegels überprüft, versprach das Stadtoberhaupt. Bei der Abzweigung „Am Stück“ in die „Bamberger Straße wolle man den Gehweg kennzeichnen.

Auch Bäume waren Thema auf der Bürgerversammlung. So musste die Linde in der „Lindenhainstraße gefällt werden. „Sonst hätte dies der nächste Sturm erledigt“, sagte der Bürgermeister. In der kommenden Woche werde aber eine neue Linde gepflanzt. Auch der Baum neben dem Brunnen werde vom Baumgutachter geprüft und gegebenenfalls ersetzt. Hier werde auch der Brunnen überprüft, sobald der Osterschmuck entfernt wird, da es Meldungen gebe, wonach der Brunnen wackelt. Einst säumten Pappen die „Pfarrer-Kraiß-Straße“. Nun wollten die Bürger wissen, ob hier neue Bäume gepflanzt werden. Die Situation sei wegen der geforderten Abstandsfläche zur Straße und zum Nachbarsgrund nicht einfach, sagte Werner. Aber man werde wieder etwas pflanzen, versprach er.

Neue Urnengräber

Wie der Stadt mitgeteilt wurde, sind auf dem Friedhof nur noch zwei Urnennischen frei. Bürgermeister Werner schlug vor, die leeren Grabfelder am Leichenhaus in Urnengräber umzuwandeln. Damit entstünden zwölf neue Urnengräber. Allerdings müsse er diesbezüglich noch mit der Kirchenverwaltung sprechen. Die Anwesenden begrüßten die Lösung. Problematischer gestalte sich die Reparatur der Friedhofsmauer. Hier habe eine Wurzel den Kampf mit dem Mauerwerk aufgenommen. Nun müsse die Mauer zunächst bis dahin abgetragen und die Wurzel entfernt werden, ließ Werner wissen.

Alle Bauplätze in privater Hand

Wie schon in den vorangegangenen Bürgerversammlungen in anderen Stadtteilen, appellierte Werner auch in Augsfeld an die Eigentümer von Bauplätzen, ihren Baugrund an Bauwillige zu verkaufen. Die 17 freien Parzellen in Augsfeld seien alle in privater Hand. Außerdem wies er auf das Förderprogramm hin, das für die Revitalisierung von Leerständen aufgelegt worden ist.

Abschließend ging der Bürgermeister auf die Anregung ein, für Ältere und für Menschen mit besonderen Anforderungen, ein Sammeltaxi anzubieten. Die Stadt sei dabei, eine „Haßfurter Lösung“ zu finden, versprach das Stadtoberhaupt. Wie diese aussehen soll, ließ er offen. (bra)

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