Haßfurt

Geheime Diskussionen um Kliniken

Jetzt wird es ernst. In diesen Tagen fällt wohl die Entscheidung über die Zukunft der hochdefizitären Haßbergkliniken. Die Krankenhäuser in Haßfurt, Ebern und Hofheim machten zuletzt rund drei Millionen Euro Miese im Jahr. Landrat Wilhelm Schneider hatte daraufhin Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt, die tiefgreifend und durchaus schmerzhaft sein können.

Am Dienstag wurden den Mitgliedern des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens ein Gutachten vorgelegt, das die aktuelle Situation der Kliniken beleuchtet. Danach wurden in einer weiteren Sitzung auch die Mitglieder des Kreistages informiert. Dies bestätigte auf Anfrage die Pressesprecherin des Landratsamtes, Monika Göhr. Beide Sitzungen fanden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und die Teilnehmer wurden zur Verschwiegenheit ermahnt.

Angeblich soll in den jüngsten Sitzungen noch keine Entscheidung gefallen sein. Dies dürfte dann spätestens am 15. Mai der Fall sein, wenn sich der Verwaltungsrat zu einer Sitzung in Hofheim trifft. Im Anschluss wurde für 16.30 Uhr eine Pressekonferenz im Interkommunalen Bürgerzentrum am Marktplatz anberaumt.

Welche Einschnitte auf die Haßbergkliniken zukommen, darüber kann bislang nur spekuliert werden. Im Gespräch war beispielsweise die Schließung der noch einzigen verbliebenen Geburtenstation im Landkreis in Haßfurt, was aber spontan zu einer großen Protestbewegung im Landkreis geführt hatte. Für das Krankenhaus Hofheim könnten die Einsparmaßnahmen bedeuten, dass es dort künftig keine Krankenhaus- beziehungsweise Belegbetten mehr geben wird, sondern nur noch eine dort eingemietete internistische Arztpraxis und Sprechstunden in der Filiale des Cardiozentrums Haßberge.

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