Knetzgau

Gemeinderat Knetzgau: Allianzbeauftragte sollen Lebensregion+ voranbringen

Thomas Zettelmeier managt das 'Bündnis für Familien und Senioren' in Knetzgau. 
Thomas Zettelmeier managt das "Bündnis für Familien und Senioren" in Knetzgau.  Foto: Martin Schweiger

Die Lebensregion+ ist die kommunale Allianz der Städte und Gemeinden Knetzgau, Sand, Zeil, Rauhenebrach, Oberaurach, Ebelsbach, Eltmann, Stettfeld, Kirchlauter und Breitbrunn. Sie wurde im Jahr 2007 gegründet und repräsentiert über 30 000 Einwohner. Im vergangenen Jahr fand an zwei Terminen eine Evaluierung statt. Dort haben die beteiligten Kommunen neue Ziele erarbeitet, aber auch eine kritische Bestandsaufnahme des Ist-Zustands gemacht.

Dabei wurde auch externer Rat hinzugezogen, wie der von Professor Rauh, Leiter der Professur für Sozialgeographie. Positiv war, dass interessante Projekte umgesetzt wurden. So wurden Standortbroschüren und Flyer erstellt. Weitere Projekte waren die Themenwege in Kirchlauter, der Bewegungsparcours, das Künstlersymposium, die Erstellung von Wander- und Radkarten, das Abt-Degen-Weintal, das Trekkingerlebnis Steigerwald, der Europäische Kulturweg Fatschenbrunn oder das Leerstandsmanagement. Mit Ulla Schmidt wurde eine Regionalmanagerin eingestellt, die sehr gute Arbeit leistet.

Fünf Beauftragte aus dem Gemeinderat Knetzgau

Dennoch gebe es ein großes Manko, sagte Bürgermeister Stefan Paulus während der jüngsten Gemeinderatssitzung: Die Versuche, Bürger, aber auch die zehn Gemeinde- und Stadtratsgremien stärker einzubinden, seien nicht sehr erfolgreich gewesen. Paulus schlug daher vor, mit Beginn der Wahlperiode ab diesem Jahr aus jeder Mitgliedskommune eine von der Einwohnerzahl abhängige Zahl an Allianzbeauftragten zu benennen, die in regelmäßig tagenden Versammlungen über die laufenden Projekte informiert werden und sich einbringen können. Jeweils drei Bürgermeister sitzen über drei Jahre diesem Gremium vor. Von 2020 bis 2022 sind dies Bernhard Ruß, Matthias Bäuerlein und Stefan Paulus. Kleine Gemeinden entsenden drei Beauftragte in das Gremium, mittelgroße Gemeinden bis 5000 Einwohner vier Beauftragte und große Gemeinden ab 5000 Einwohner fünf Beauftragte. Aus dem Gemeinderat Knetzgau sollen daher fünf Beauftragte in der nächsten Gemeinderatssitzung benannt werden, so Paulus.

Arbeit weit über Kommune hinaus anerkannt

Nicht ganz so alt wie die Lebensregion+ ist das Bündnis für Familien und Senioren, das im Januar 2011 von Bürgermeister Paulus ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, Bürgern unabhängig von Alter oder Herkunft eine Möglichkeit zu bieten, Projekte in der Gemeinde, die das Zusammenleben verbessern sollen, mit Unterstützung von Kommune und Verwaltung umzusetzen. Hierfür wurde Thomas Zettelmeier eingestellt, dessen Arbeit weit über die Kommune hinaus anerkannt wird. Regelmäßig besuchen auswärtige Kommunen, Bürgervereine oder soziale Einrichtungen die Gemeinde Knetzgau, um sich von diesem vorbildlichen Engagement ein Bild zu machen, so Paulus.

Auch bei Förderanträgen hilft die Tatsache, dass die Bürger das Leben in ihrer Gemeinde mit beeinflussen und gestalten. Zettelmeier wies in seinem Vortrag darauf hin, dass jährlich über 4000  Bürger den Offenen Treff "Zur alten Tankstelle" in Westheim besuchen, um Kaffee zu trinken, die Krabbelgruppe, Sitzgymnastik, den Strickkurs zu besuchen, das Filzen zu lernen oder an Vorträgen teilzunehmen. Zahlreiche Veranstaltungen, wie der Kinonachmittag, die Müllsammelaktion  oder der musikalische Nachmittag runden das Angebot ab. Insgesamt wurden circa 435 Veranstaltungen im Rahmen des Bündnisses für Familien und Senioren abgehalten. Das zehnte Jubiläum soll am 6. März kommenden Jahres gefeiert werden.

Japanischer Staudenknöterich macht sich breit

Bürgermeister Paulus informierte das Gremium über anstehende Reparaturen im Trinkwassernetz Oberschwappach und Westheim. Instandhaltungsarbeiten fallen am Rats- und Kultursaal Knetzgau, dem Alten Rathaus Knetzgau und dem Feuerwehrhaus Knetzgau an, sowie im Kindergarten Oberschwappach, dem Schloss Oberschwappach und der Kläranlage in Hainert. Der japanische Staudenknöterich macht sich seit zwei Jahren im Gemarkungsbereich Knetzgau breit. Er verhält sich äußerst aggressiv gegenüber anderen Pflanzenarten, sodass die Gemeinde eine Bekämpfung mit einem Unkrautvernichtungsmittel in Erwägung zieht.

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