Rauhenebrach

Gemeinderat Rauhenebrach ruft neuen Ausschuss ins Leben

Vor der Sitzung am Dienstag nahmen die Gemeinderatsmitglieder von Rauhenebrach einen Hakenliftanhänger in Augenschein. Der Bau- und Umweltausschuss hält die Anschaffung eines solchen Anhängers für den Bauhof für sinnvoll.
Vor der Sitzung am Dienstag nahmen die Gemeinderatsmitglieder von Rauhenebrach einen Hakenliftanhänger in Augenschein. Der Bau- und Umweltausschuss hält die Anschaffung eines solchen Anhängers für den Bauhof für sinnvoll. Foto: Sabine Weinbeer

Zur ersten "Arbeitssitzung" traf sich der neu gewählte Gemeinderat von Rauhenebrach am Dienstag erneut in der Aula der Schule in Untersteinbach. Weil mit dem Ausschuss für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Umwelt ein neuer Ausschuss ins Leben gerufen wurde, werden die Ausschussbesetzungen erst in der nächsten Sitzung endgültig beschlossen.

Gemeinderätin Petra Diener, von Beruf Försterin, hatte sich für einen solchen Ausschuss stark gemacht. Und im Gremium herrschte überwiegende Einigkeit darüber, dass die Landschaftspflege, der Wald oder der Gewässerschutz einen hohen Stellenwert haben. Die intakte Natur und der Wald seien ein Aushängeschild von Rauhenebrach, gerade auch im Hinblick auf Tourismuswerbung. Deshalb sei ein eigener Ausschuss dafür sinnvoll. Dritter Bürgermeister Alexander Hoppert ermutigte die Gemeinderatsmitglieder, eigene Impulse und Anregungen von Bürgern auf die Tagesordnung der Ausschüsse zu bringen und nicht "nur" auf Impulse aus dem Rathaus zu warten.

Weiterhin wird es in Rauhenebrach den Haupt- und Finanzausschuss, den Bauausschuss, den Sozial-, Kultur- und Tourismusausschuss sowie den obligatorischen Rechnungsprüfungsausschuss geben. Als dessen Vorsitzenden wählte der Gemeinderat Alfred Bauer, als seinen Stellvertreter Jonas Bäuerlein.

Einigkeit beim Thema "Geld"

Auch mit den Dienstaufwandsentschädigungen befasste sich der Gemeinderat. Er gewährte dem Ersten Bürgermeister Matthias Bäuerlein eine Entschädigung für die Mehraufwendungen durch das Amt in Höhe von 650 Euro, wie vorgeschlagen. Die beiden Stellvertreter Alfred Bauer und Alexander Hoppert hatten im Vorfeld signalisiert, dass sie auf die von der Verwaltung vorgeschlagene Aufrundung ihrer Aufwandsentschädigung verzichten wollen. Somit erhält der Zweite Bürgermeister Alfred Bauer 252 Euro pro Monat, der Dritte Bürgermeister Alexander Hoppert 124 Euro.

Als Jugendbeauftragter stellte sich weiterhin Alexander Stahl zur Verfügung, der Posten des Seniorenbeauftragten und eines eventuell zweiten Jugendbeauftragten soll erst besetzt werden, wenn auch die Ortssprecher und Vertrauensleute gewählt sind. Bürgermeister Matthias Bäuerlein erklärte, dass die Verwaltung gerade vorbereite, wie die Wahl dieser Positionen in den Orten ohne Gemeinderat unter den derzeitigen Rahmenbedingungen stattfinden kann. Den bisherigen Senioren- und Behindertenbeauftragten Ludwig Popp und Rosemarie Keller bescheinigte Matthias Bäuerlein eine ausgesprochen engagierte Arbeit.

Neues Gerät für den Bauhof

Schon vor der Sitzung hatten die Gemeinderatsmitglieder einen so genannten Hakenliftanhänger in Augenschein genommen. Der Bau- und Umweltausschuss hält die Anschaffung eines solchen Anhängers für den Bauhof für sinnvoll. Die Entscheidung soll im Gemeinderat fallen, wenn sich Bauausschuss und Bauhof-Mitarbeiter nochmals über Details ausgetauscht haben.

Heiß ersehnt ist eine bessere Mobilfunkversorgung in Karbach und Fabrikschleichach, am Dienstag lag dem Gemeinderat der Bauantrag der Deutschen Funkturm GmbH für den Bau des Sendemasten zwischen den beiden Orten vor, der ohne Gegenstimme verabschiedet wurde.

Eine touristische Nutzung vor allem für Radtouristen möchte ein Geusfelder Eigentümer eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens umsetzen. Der entsprechenden Bauvoranfrage stand der Gemeinderat zustimmend gegenüber.

Fördergebiet wird erweitert

Im Bayerischen Dorfentwicklungsprogramm gibt es seit 2018 die Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung für vitale Dörfer. Ein Untersteinbacher Gewerbetreibender möchte nun diese Förderung in Anspruch nehmen, sein Anwesen liegt aber außerhalb des Verfahrensgebiets. Um alle Rauhenebracher Gewerbetreibenden die Teilnahme an diesem Programm zu ermöglichen, beschloss der Gemeinderat auf Vorschlag des Bürgermeisters, alle Gemeindeteile in das Fördergebiet zum Zwecke der Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung aufzunehmen.

Abschließend informierte der Bürgermeister, dass in Koppenwind mit der Erschließung zweier weiterer Bauplätze im Baugebiet "Am Berg" begonnen wurde, er gehe davon aus, dass der bereits in den Startlöchern stehende erste Bauherr im Juli beginnen könne.

In der Obersteinbacher Straße in Untersteinbach haben die umfangreichen Bauarbeiten begonnen, die einen Großteil des Jahres in Anspruch nehmen werden.
In der Obersteinbacher Straße in Untersteinbach haben die umfangreichen Bauarbeiten begonnen, die einen Großteil des Jahres in Anspruch nehmen werden. Foto: Sabine Weinbeer

Auf dem Weg zur Sitzung hatten die Ratsmitglieder bereits erkennen können, dass termingerecht am Montag die Baustelle in der Obersteinbacher Straße begann. Im ersten Bauabschnitt erneuert die Gemeinde den maroden Kanal, die Wasserleitung "und alles, was mit Kabeln zu tun hat", so Matthias Bäuerlein. Das werde bis etwa Ende Juli dauern. Dann baut der Landkreis die Straße aus.

Auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte Bäuerlein auch, dass es laut Mitteilung des Gesundheitsamtes in Rauhenebrach bisher sieben belegte Corona-Patienten geben habe, die alle genesen sind.

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