Haßfurt

Glaubensgeschichte erlebt

Die beiden Plastiken des Hohenpriesters (rechts) und des Heiligen Josefs (links) mit dem Jesukind auf den Armen.
Foto: Ablin SChorn | Die beiden Plastiken des Hohenpriesters (rechts) und des Heiligen Josefs (links) mit dem Jesukind auf den Armen.

Die Gemeinschaft junger Frauen aus der Pfarrgemeinde Unterhohenried – sie nennt sich Treff 13 – besuchte jüngst das Dokumentationszentrum, um sich über die Baugeschichte der Ritterkapelle zu informieren. Dabei vermittelte der Besuch mit Albin Schorn auch die Frömmigkeitsgeschichte dieser Zeit, des Historismus. Werden im Untergeschoss der ehemaligen Michaelskapelle Exponate wie Skulpturen, Druckgrafik, Glas- und Textilkunst aus der Zeit der Neugotik vorgestellt, so zeigen im Obergeschoss Entwurfszeichnungen aus der Baugeschichte und Ausmalungspläne von Karl Alexander Heideloff und seiner Mitarbeiter die Überlegungen zur Gestaltung der Ritterkapelle um 1860.

Besondere Beachtung fanden bei den Besuchern die Plastiken des Hohenpriesters und des Heiligen Josef mit dem Jesukind auf den Armen. Das Bildthema bezieht sich auf die Beschneidung Jesu nach dem Evangelisten Lukas 2,21: „Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.“

Die Beschneidung gehört bei den Juden zum Aufnahmeritus in die Glaubensgemeinschaft zusammen mit der Namensgebung. Christen setzen an ihre Stelle die Taufe. Sie bedeutet Aufnahme und Gemeinschaft mit der Kirche als Volk Gottes.

Beide Ausstellungsstücke sind Leihgaben aus der Marienkapelle in Würzburg.

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