Stettfeld

Großkrippe: Das Leiden Christi in einem 2-Meter-Diorama

Auf zwei Metern Länge wird in zwölf Szenen die Leidensgeschichte Jesu, vom Einzug in Jerusalem über das letzte Abendmahl und die Kreuzigung hin zur Auferstehung, erzählt.
Foto: Roland Simon | Auf zwei Metern Länge wird in zwölf Szenen die Leidensgeschichte Jesu, vom Einzug in Jerusalem über das letzte Abendmahl und die Kreuzigung hin zur Auferstehung, erzählt.

Wie kann die Passion Christi auch außerhalb der Karwoche erlebbar werden? Eine Antwort auf diese Frage erhalten interessierte Besucher derzeit in Stettfeld. In den Räumen der ehemaligen Sparkasse hat der Arbeitskreis Geschichte zusammen mit der Pfarrgemeinde die Passionskrippe des Haßfurter Krippenbauers Walter Kestler aufgebaut.

In mühevoller Kleinarbeit hat Kestler in zwei Jahren ein eindrucksvolles, rund zwei Meter breites Diorama geschaffen, das junge und alte Besucher in seinen Bann zieht. Aus ursprünglich sechs Bildern wurden schnell zwölf. Und damit waren plötzlich auch andere Anforderungen gestellt, um den Blick des Betrachters zu führen. Der ursprüngliche Plan des Künstlers, mit drehbaren Elementen zu arbeiten, stellte sich schnell als zu kompliziert heraus und so kam Kestler auf einen genialen Gedanken.

„Als Elektriker habe ich beschlossen, mit Licht zu arbeiten“, berichtet er. So setzen entsprechende Strahler die zwölf Bilder nun in Szene. Unterlegt mit den entsprechenden Stellen der Evangelien und passender Musik taucht der Zuschauer rund eine halbe Stunde lang in ein faszinierendes Erlebnis ein. Ganz nach dem Motto „Passion erleben“ wird die Geschichte des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu lebendig.

Alle „Gewerke“ selbst gemacht

Seine Leidenschaft für den Krippenbau erfasste Walter Kestler 1999 nach einem Besuch des Bamberger Krippenwegs. Bereits im April 2000 war sein erstes Exemplar fertig und bis November sollten sich noch weitere dazugesellen. Alle notwendigen Handwerkstechniken hat Kestler sich dazu selbst beigebracht. „Ich habe auch einen einwöchigen Malkurs absolviert, um die Landschaftsbilder selbst passend zu meinen Krippen zu gestalten.“ Ohnehin legt Walter Kestler viel Wert auf Details, ob korrekt dargestellte Sternkonstellationen am Firmament des Krippenkorpus, Morgen- und Abendrot oder zahllose Kleinigkeiten, die es innerhalb seiner Miniaturwelten zu entdecken gibt. Je öfter man seine Werke betrachtet, desto mehr Dinge fallen dem Betrachter auf. Der Korpus der Passionskrippe mit dem Himmel ist dabei vielseitig verwendbar. „Er dient auch als Hintergrund für meine fränkische Landschaftskrippe. Insgesamt habe ich fünf verschiedene Krippen mit zwei Metern Länge, die hineinpassen“, erklärt Kestler. „Mein Antrieb ist die Freude und das Staunen der Menschen, die meine Krippen betrachten und fasziniert davor stehen.“

Wer die Faszination der Passionskrippe selbst erleben möchte, hat an den Fastensonntagen 24. März, 31. März, 7. April und 14. April jeweils von 14 bis 18 Uhr die Gelegenheit dazu. Zudem können die Besucher davor oder im Anschluss gemütlich eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen genießen. Der Zugang zur Ausstellung ist barrierefrei möglich.

Für Gruppen ab 25 Personen, Schulklassen oder Seniorengruppen besteht zudem die Möglichkeit, bei Doris Simon unter der Tel. (0 95 22) 78 19. Sondertermine zu vereinbaren. Anmeldungen hierfür werden mindestens sieben Tage im Voraus erbeten. Wenn der Besuch einer größeren Gruppe an einem der Sonntage geplant ist, bitten die Veranstalter ebenfalls um eine Anmeldung.

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