Haßfurt

Haßberge: Wer trägt die Kosten für das Naturparkzentrum?

Der Kreistag befasste sich am Montag mit der Beteiligung des Landkreises an den Investitions- und Betriebskosten für das "Naturparkzentrum Haßberge" in Königsberg.
Das Naturparkzentrum Haßberge kommt nach Königsberg  - hier der Schlossberg. Der Kreistag befasste sich nun mit der Verteilung der Investitions- und Betriebskosten.
Foto: Markus Erhard | Das Naturparkzentrum Haßberge kommt nach Königsberg  - hier der Schlossberg. Der Kreistag befasste sich nun mit der Verteilung der Investitions- und Betriebskosten.

Die Stadt Königsberg hatte den Zuschlag erhalten, als es darum ging, für den Naturpark Haßberge ein sogenanntes "Naturparkzentrum" zu gründen. Der Kreistag Haßberge befasste sich nun am Montag mit der Beteiligung des Landkreises an den Investitions- und Betriebskosten. Die Investitionskosten dürften ersten Vorüberlegungen zufolge bei rund 2,55 Millionen Euro liegen.

20 000 Besucher pro Jahr erwartet

Lukas Bandorf, stellvertretender Geschäftsführer des Naturparks, stellte dem Kreistagsgremium das geplante „Naturparkzentrum Haßberge“ vor, das ein Kristallisationspunkt für die Region werden solle. Im Mittelpunkt werde ein 190 Quadratmeter großer Ausstellungsraum stehen. Dazu kämen ein Multifunktionsraum, ein Foyer und natürlich Toilettenanlagen für die Besucher und Lagerräume. Man erwarte sich durch diese Einrichtung natürlich auch besondere Effekte wie die Steigerung des Bekanntheitsgrades des Naturparks Haßberge. Das Zentrum solle aber auch Anlaufpunkt für Veranstaltungen und ein außerschulischer Lernort werden. Viel verspreche man sich von der Stärkung der nachhaltigen Regionalentwicklung und man erwarte 20 000 Besucher im Jahr.

Anziehungsprunkt für Touristen

Bandorf erläuterte das Projekt. Wesentlichen Raum soll dabei die Präsentation der Besonderheiten der Landschaft und Natur einnehmen, die Entstehungsgeschichte der Kulturlandschaft sowie die naturnahe Gartengestaltung. Die Erholung bildet einen weiteren Schwerpunkt und sicher werde dieses Zentrum auch zu einem Anziehungspunkt für den Tourismus. So würden auch Wanderungen und Radwegenetze präsentiert. Ein weiterer Aspekt sei die Identifikation mit der Region, der Besonderheit der Burgen und Schlösser sowie der Stärkung der regionalen Vermarktung.

Bei einer Festbetragsfinanzierung durch den Freistaat in Höhe von zwei Millionen Euro ergebe sich für den Landkreis Haßberge und die Stadt Königsberg ein zu tragender Eigenanteil in Höhe von 545 425 Euro. Ferner bedürfe es einer verbindlichen Aussage zur Finanzierung der Deckungslücke inklusive unerwarteter Mehrkosten beim Betrieb des Naturparkzentrums. Vorgenommene Schätzungen zu den Betriebskosten beliefen sich hier auf 234 350 Euro im Jahr, zu denen der Landkreis als Träger eines Naturparkzentrums einen Betrag pro Jahr in Höhe von höchstens 193 000 Euro bekomme.

Landkreis und Königsberg machen halbe-halbe

Auf den Landkreis Haßberge als Träger entfielen dann 50 Prozent der Betriebskosten, was nach der derzeitigen Kostenschätzung 20 765 Euro ausmache. Diese erforderlichen Mittel sind in der Haushaltsplanung ab 2020 bereitzustellen und eine Kostenbeteiligung der Stadt Königsberg ist ebenfalls mit 50 Prozent gegeben, lautete der Beschlussvorschlag.

Bürgermeister Claus Bittenbrünn aus Königsberg bedankte sich für das Vertrauen, das man in Königsberg gesetzt habe und man werde den Anteil der von 50 Prozent der verbleibenden Kosten tragen. Helmut Dietz (SPD) aus Untermerzbach sprach die Befürchtung aus, die geplanten Kosten von 2,55 Millionen Euro könnten angesichts der Erhöhung der Baupreise aus dem Ruder laufen. Er liebäugelte deshalb mit einer Deckelung. Dies veranlasste Landrat Wilhelm Schneider zu dem Versprechen, die Kosten im Auge behalten zu wollen. Dies lasse sich aber niemals voll in den Griff bekommen.

"Wir von der Stadt werden darauf schauen, dass die Kosten nicht in die Höhe springen."
Claus Bittenbrünn, Bürgermeister

Jürgen Hennemann (SPD) äußerte ebenfalls die Befürchtung, dass in der Studie mehr rauskomme. "Wir wollen es im Griff halten und sollten schon die Architekten bei der Planung auf diese Summe hintrimmen."Laut Claus Bittenbrünn (CSU) lagen die Ausgangsüberlegungen bei zwei Millionen. „Vielleicht ist es bei uns in den Haßbergen günstiger. Auch wir von der Stadt werden darauf schauen, dass die Kosten nicht in die Höhe springen." Der Kreistag beschloss dann die vorgeschlagene Kostenbeteiligung des Landkreises mit der in Aussicht gestellten Beteiligung der Stadt Königsberg.

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